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Nutzungsbedingungen, Nachweis von Pressebildern

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Teile des Archivs des Schott-Verlags erworben

Richard Wagner: erster Textentwurf zur Oper "Die Meistersinger von Nürnberg"

Download 3,8 MB

digitale Abbildungen: Schott-Musik GmbH und Co. KG


Humboldt-Ausstellung, Erforschung, Digitalisierung

Bezug: Pressemitteilung vom 4. Dezember 2014

Alexander von Humboldt reiste von 1799 bis 1804 durch die amerikanischen Tropen. Die während dieser Reise auf knapp 4.000 Seiten teils in deutscher, teils in französischer Sprache verfassten Notate, Skizzen, Messungen und Reiseschilderungen zeugen von einer ebenso natur- wie kulturwissenschaftlich bedeutenden Forschung im Licht der sich ausdifferenzierenden Wissenschaftsdisziplinen des 19. Jahrhunderts wie Astronomie, Botanik, Geographie, Geschichte, Geologie, Klimatologie, Kartographie, Kulturanthropologie, Pflanzengeographie, Philologie, Philosophie, Seismologie, Sprachwissenschaft, Zoologie und Zeitgeschichte.

Sie finden hier eine Auswahl von Abbildungen zu seinen Tagebüchern, bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen für Pressebilder.


Vor seiner Abreise nach Amerika schrieb Alexander von Humboldt am 20. April 1799 an Karl von Wildenow über sein großes Vorhaben, am 5. Juni ergänzte er diesen Brief um einen Nachsatz, darin schrieb er u. a. "Der Mensch muß das Große und Gute wollen. Das übrige hängt vom Schiksal ab."

Download 3,8 MB, Brief Seite 1

Download 4,1 MB, Brief Seite 2

digitale Abbildungen: Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Das Faksimile dieses Briefes kann in der Ausstellung "Aufbruch in neue Welten" vom 4. bis 6. Dezember 2014 erworben werden.


Die 4.000 eng beschriebenen Seiten fasste Humboldt in neun Lederbänden zusammen und beschriftete diese selbst. Er arbeitete lebenslang mit seinen Aufzeichnungen, fügte Zettel hinzu, trennte Seiten heraus und fügte sie an anderen Stellen seines Nachlasses wieder ein.

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Fotos: Staatsbibliothek zu Berlin - PK, Carola Seifert


Alexander von Humboldt, Tagebuch I, Blatt 46r

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Die Tabelle zeigt Temperatur- und Feuchtigkeitsmessungen, die Humboldt am Tag seiner Ankunft auf dem amerikanischen Kontinent am 16. Juli 1799 in Cumaná an der Küste Venezuelas durchführte. Er war mit den besten Instrumenten jener Zeit ausgestattet, mit Kompassen, Sextanten, Teleskopen, Theodoliten, Mikroskopen, Thermometern, Barometern, Chronometern und anderem mehr. In seiner Arbeit setzte Humboldt stets die lokalen Beobachtungen in globale Bezüge.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, Tagebuch III, Blatt 67v
Skizze vom Querschnitt eines Zitteraals

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Schon längere Zeit befasste Humboldt sich mit der Auswirkung von Elektrizität auf Muskelfleisch. Auf der Reise entdeckte er Zitteraale, die selbst Stromstöße abgeben konnten.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, Tagebuch IV, Blatt 172r
Skizze von Fischen

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Humboldt skizzierte und beschrieb drei Fischarten des Orinoco: Palometa, Barbanche, Caparro. In lateinischer Sprache hält er die Beobachtungen zu seinen anatomischen Schnitten fest, später fließen diese in seine Publikationen zur Zoologie ein.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Alexander von Humboldt, Tagebuch IV, Blätter 23v-24r
Piranha

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Den im Profil skizzierten Piranha zählt Humboldt zu den "grausamsten" der Gattung. Er beschreibt zoologische Merkmale des Raubfisches in lateinischer Sprache und fährt dann auf Deutsch fort mit Notizen zu Population und Verhalten: "Ein Biß reißt Zoll tief das Fleisch aus u gewiß daß diese kleinen Thiere Menschen und Pferde zerreißen ja in wenigen Stunden verzehrt haben." In französischer Sprache folgt die anatomische Beschreibung innerer Organe und eine Skizze der Schwimmblase.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, Tagebuch VII a/b, Blatt 220r
Skizze des Río Magdalena

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Einen großen Teil der Reiseroute legten Humboldt und seine Gefährten auf dem Wasserweg zurück, vom 20. April bis zum 23. Juni 1801 auf dem Río Magdalena. Aus der Perspektive des Kanus offenbarte sich ihm eine Nahlandschaft: die Böschung, die Gebirge, die Ufervegetation, die am Fluss angesiedelten Missionen. Er zeichnete eine Verlaufskarte.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, aus dem Reisetagebuch VII a, Blatt 42r

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Beispiel einer der vielen, sehr eng mit Text beschriebenen Seiten. Humboldt schrieb die meisten Texte in Deutsch und Französisch, einige Notizen verfasste er in Latein und Spanisch.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, Tagebuch VII bb/c, Blatt 17r
Der Vulkan Chimborazo

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Im Juni 1802 versuchte Humboldt als erster Europäer gemeinsam mit seinen Begleitern den 6.268 m hohen Vulkan Chimborazo in Ecuador zu besteigen. Bei 5.600 Höhenmetern musste die Expedition umkehren, eine breite und tiefe Felsspalte verhinderte den weiteren Aufstieg. Der Chimborazo wurde für Humboldt zum Symbol des Nicht-Ankommens, des Scheiterns.

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, Tagebuch VIII, Blatt 219r

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Humboldt vermutete den Schlüssel zum Verständnis der geologischen Geschichte der Erde in den unterirdischen Welten, u. a. studierte er an der Bergakademie Freiberg. Der hier vorgestellte geognostische Schnitt entstand entlang des Weges zwischen Acapulco und Mexico-Stadt.

 

Alexander von Humboldt, Tagebuch IX, Blatt 140r

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In diesem Diagramm veranschaulicht Humboldt die Position von Bergschächten in der Veta Madre von Guanajuato. Mithilfe von Umrisslinien der Berge und Täler und der vertikalen Skala am linken Bildrand wird die Höhenlage der Schächte sichtbar.

Abbildungen: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Alexander von Humboldt, Tagebuch IX, Blatt 51r und Ansicht einer Doppelseite mit Ausschnitt und Ergänzung

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Alexander von Humboldts Arbeitsweise ist in der Materialität seines Nachlasses und der Tagebücher sehr gut zu erkennen: Er ergänzte sie sein Leben lang, klebte Zettel ein, sortierte neu oder stellte neue Bezüge her, indem er Seiten ausschnitt und an anderen Stellen befestigte. Hier zwei Aufnahmen mit einer später eingeklebten Notiz.

Abbildungen: Staatsbibliothek zu Berlin - PK