Besondere Objekte aus den Sondersammlungen
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Autograph | von Fallersleben : Das Lied der Deutschen
Autograph | August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Das Lied der Deutschen
1841
Eigenhändige Niederschrift
22 x 18 cm
Am 26. August 1841 verfasste der Germanist und Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben auf der damals noch britischen Nordsee-Insel Helgoland das „Lied der Deutschen“. Er beschwört in diesem Loblied auf seine deutsche Heimat die Einheit des Vaterlandes im Gegensatz zu der kleinstaatlichen Realität von 36 souveränen Staaten im Deutschen Bund. Bereits am 1. September 1841 wurde das Gedicht von seinem Hamburger Verleger Campe veröffentlicht. Bei dem abgebildeten Blatt aus dem Nachlass Hoffmann von Fallerslebens handelt es sich um eine von mindestens zwei erhaltenen eigenhändigen Abschriften, ob dies oder ein anderes Exemplar die 'Uschrift' des Gedichts ist, ist nicht bekannt. Das Werk wurde 1922 unter Reichspräsident Friedrich Ebert zur deutschen Nationalhymne. Seit 1952 ist die dritte Strophe die Hymne der Bundesrepublik Deutschland.
illuminierter Pergamentdruck | Gutenberg-Bibel
Pergamentdruck | Biblia Latina (Gutenberg-Bibel)
Mainz, um 1454
42-zeilig, Druck auf Pergament, 2 Bände
geschlossen 42,5 x 31 cm
Band 1, Beginn der Genesis | 1,4 MB - Herunterladen
Band 2, Beginn des Mattäus-Evangeliums | 17,7 MB Herunterladen
Die Berliner Gutenberg-Bibel ist ein Buch der Superlative: eines der wertvollsten und berühmtesten Bücher der Staatsbibliothek und sicher auch eines ihrer schönsten. Der besondere Wert des fast vollständigen Pergamentexemplars (zwei der ursprünglich 643 Blätter fehlen) leitet sich aus seiner historischen Stellung ab: Bei der Gutenberg-Bibel, die wegen ihres 42-zeiligen Satzspiegels auch B42 genannt wird, handelt es sich um eines der frühesten Zeugnisse der Druckkunst, um das erste umfangreiche Buch, das von Johannes Gutenberg mit beweglichen Lettern hergestellt wurde, und um einen der gestalterisch gelungensten Drucke des 15. Jahrhunderts. Die beiden Bände im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin sind ungewöhnlich gut erhalten und sehr qualitätvoll geschmückt.
Der Druck der Bibel wurde vermutlich 1452 in Mainz von Johannes Gutenberg und seinem Geldgeber Johannes Fust begonnen. Im Oktober 1454 war die Herstellung so weit fortgeschritten, dass Teile der Bibel in Frankfurt öffentlich gezeigt und möglicherweise schon Verkäufe getätigt werden konnten. Die Quellen berichten von einer Auflage von rund 180 Stück und von enormen Summen, die für einzelne Exemplare verlangt wurden: Ein Käufer soll 100 rheinische Gulden bezahlt haben, das entspricht dem Wert von einem Dutzend Ochsen.
Erhalten sind heute etwa 50 Exemplare, von denen viele unvollständig oder nur in Form von Fragmenten überliefert sind. Gutenberg stellte 45 Pergament- und 135 Papierexemplare her, die nach dem Druck im Auftrag ihrer Besitzer mit Buchschmuck und handschriftlichen Gliederungselementen versehen wurden. Die künstlerische Ausstattung des Berliner Exemplars ist einem um die Mitte des 15. Jahrhunderts tätigen Buchmalereiatelier zu verdanken, welches nach einem hier wie auch in anderen Werken verwendeten Schmuckmotiv als „Pfauenwerkstatt“ bezeichnet wird und eventuell in Leipzig ansässig war. Charakteristisch für diese Werkstatt sind die Vogel- und Insektendarstellungen, etwa die zartblaue Libelle am unteren Rand der Doppelseite zu Anfang des Matthäus-Evangeliums.
Die Bibel lässt sich in Berlin erstmals 1668 nachweisen, stammt aber möglicherweise bereits aus älterem Besitz des Hauses Brandenburg und könnte somit zur Gründungsausstattung der Churfürstlichen Bibliothek gehört haben. Die Königliche Bibliothek gab 1913/1914 eine hochwertige Faksimile-Ausgabe heraus, die die Grundlage für die intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Berliner B42 bildet. Das Original wird aus konservatorischen Gründen nur noch selten öffentlich gezeigt.
Druck | Luther : 95 Thesen
Druck | Martin Luther: Disputatio pro declaratione virtutis indulgentiarum
Druck von 1517
[1] Bl. ; 2°
Im Jahr 1517 verfasste Martin Luther 95 Thesen, die die Praxis des Ablasshandels der Kirche scharf kritisierten. Die von ihm beabsichtigte akademische Disputation blieb aus; jedoch stieß die Verbreitung der Thesen - hier spielte der noch junge Buchdruck eine wichtige Rolle - die Diskussion außerhalb der Universität an und gab der Reformationsbewegung entscheidende Impulse. Die drei bekannten zeitgenössischen Drucke der Thesen - angenommen wird eine Auflagenhöhe von je 300 Exemplaren - wurden von keinem Drucker firmiert, keiner wagte seine Namen unter die brisante Schrift zu setzen. Nur sehr wenige von diesen Drucken der Lutherschen Thesen sind erhalten. Die Staatsbibliothek besitzt ein Exemplar, das von Hieronymus Höltzel in Nürnberg gedruckt und der Bibliothek 1891 vom Preußischen Kultusministerium übergeben wurde.
Musikautograph | Ludwig van Beethoven : 9. Sinfonie
Musikautograph | Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9, d-Moll, op. 125
autographe Partitur
hier: Finale, Blatt 77, unten die Textzeile "Seid umschlungen Millionen"
Zu den herausragenden Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin gehört die Beethoven-Sammlung. Zahlreiche Autographe und Partituren, darunter die Sinfonien Nr. 4, 5, 7, 8 und 9, sind im Besitz der Bibliothek.
Die Sinfonie Nr. 9 steht seit dem Jahr 2001 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes Memory of the World.
mehr Informationen zur Beethoven-Sammlung
Musikautograph | J. S. Bach : Weihnachtsoratorium
Musikautograph | Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
1734
autographe Partitur
hier: Satz 1, Blatt 1r
80% der überlieferten Autographe von Johann Sebastian Bach befinden sich in der Staatsbibliothek zu Berlin, darunter die Matthäus-Passion, Johannes-Passion, die Brandenburgischen Konzerte, Kantaten, Orgelwerke und anderes mehr.
mehr Informationen über die Bach-SammlungJ. S. Bach
Musikautograph | W. A. Mozart : Die Zauberflöte
Musikautograph | Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte KV 620
Mus.ms.autogr. W. A. Mozart 620
hier: Beginn der Arie "Dies Bildnis ist bezaubernd schön"
Die größte Mozart-Sammlung der Welt befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin, darunter fünf seiner sechs Meisteropern.
mehr über die Mozart-Sammlung
Musikautograph | W. A. Mozart : Hochzeit des Figaro
Musikautograph | Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro KV 492
Opera buffa in 4 Akten
Autograph
Wien, begonnen: ca. Oktober 1785, beendet 29. April 1786
24,6 x 33,6 cm
Die größte Mozart-Sammlung der Welt befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin, darunter fünf seiner sechs Meisteropern. Die Uraufführung von Mozarts Le nozze di Figaro fand am 1. Mai 1786 im Wiener Hoftheater statt. Die Oper wurde jedoch rasch wieder abgesetzt. Sie ist ein Sittengemälde der maroden
Verhältnisse von Herrschaft und Bediensteten im Hause des Grafen Almaviva. Gleichzeitig wird der Gegenwind einer heimlichen Auflehnung spürbar. In Berlin fand die Erstaufführung mit deutschem Text nach Adolf Knigge am 14. September 1790 im Königlichen Nationaltheater am Gendarmenmarkt statt.
In der Partitur von 1786 sind mehrere Tinten erkennbar. Der deutsche Text wurde von fremder Hand hinzugefügt.
Das Autograph befand sich nicht in dem Mozart-Nachlass, den Constanze Mozart 1799/1800 an den Offenbacher Verleger Johann Anton André verkauft hatte und von dessen Erben die Königliche Bibliothek 1873 weit über 100 Mozart-Autographen erworben hatte. Es wurde 1901 von dem Bonner Musikverleger Fritz Simrock angekauft.
mehr über die Mozart-Sammlung
Handschrift | Codex Wittenkindeus
Pergamenthandschrift | Evangeliar ("Codex Wittekindeus")
Fulda, um 970
Pergamenthandschrift; Lederband (19. Jahrhundert) mit vier Elfenbeintafeln mit Szenen des
Lebens Christi aus dem Magdeburger Antependium
40,5 x 30,5 cm
Der Codex Wittekindeus ist ein besonders kostbares Evangeliar, das im letzten Drittel des10. Jh. in der Schreibstube des Klosters Fulda nach einem karolingischen Vorbild geschrieben und mit Buchmalereien versehen worden ist. Bald darauf gelangte es an den Magdeburger Dom, wo es im 11. Jh. einen prunkvollen Einband erhielt. Von diesem Einband sind heute nur noch vier Elfenbeintäfelchen mit Szenen aus dem Leben Christi erhalten, die ursprünglich als Altarschmuck („Magdeburger Antependium“) gedient hatten. Später gehörte die Handschrift der Kirche des Dionysiusstifts im westfälischen Enger, einer Gründung des Sachsenherzogs Widukind. Sie wurde dort zum Schatz der so genannten Reliquiae Wittekindi Magni gezählt. Dieser bestand der Überlieferung nach zum guten Teil aus Geschenken, die Kaiser Karl der Große 785 anlässlich der Taufe Widukinds beigesteuert haben soll. Im 15. Jahrhundert wanderte die Handschrift ins benachbarte Herborn und wurde von dort zwischen 1647 und 1652, als Herborn brandenburgisch geworden war, für die kurfürstliche Bibliothek übernommen. Der für das Evangeliar heute noch verwendete Name „Codex Wittekindeus“ geht auf die ersten Berliner Bibliothekare zurück, die sich auf die angebliche Herkunft des Evangeliars beriefen.
Papierhandschrift | Albrecht von Brandenburg : Kriegsordnung
Papierhandschrift | Albrecht von Brandenburg-Ansbach : Kriegsordnung
Königsberg, 1555
Ms. boruss. fol. 441
Papierhandschrift, geschlossen 41 x 30,5 cm
hier: Blatt 151v/152r
Die repräsentative Handschrift enthält Texte und Bildtafeln über die Theorie und Praxis der Kriegsführung. Sie wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Albrecht des Älteren (1490-1568), Markgraf zu Brandenburg Ansbach und Herzog zu Preußen hergestellt.
Autograph | F. M. Bartholdy : The Garland
Autograph | Felix Mendelssohn Bartholdy: The Garland / Der Blumenkranz
1829, Autograph
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - PK
Seit 1878 befindet sich der kompositorische Nachlass von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Bibliothek.
mehr Informationen über die Sammlung an Autographen des Komponisten sowie der Familie Mendelssohn
Autograph | F. M. Bartholdy : Humboldt-Kantate
Autograph | Felix Mendelssohn Bartholdy: Begrüßung („Humboldt-Kantate“) für Soli, Männerchor und Orchester
Text: Ludwig Rellstab
Berlin, 12.09.1828
Autograph, 26 S.
34 x 24 cm
Im September 1828 organisierte Alexander von Humboldt in Berlin einen internationalen Naturforscher-Kongress. Für die Eröffnungsfeier komponierte der 19-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy eine Kantate für Tenor, Bass, Männerchor und Orchester, deren Text die Entwicklung der Welt vom anfänglichen Chaos zur Ordnung nachzeichnet. Über das Fehlen von Frauenstimmen spottete Mendelssohns Schwester Fanny, dies sei wohl so, „da das Naturforscher-Paradies ein frauenloses, mahomedisches“ sei. Das Autograph der Kantate befand sich zeitweise in Humboldts Besitz und kam 1878 mit Mendelssohns Nachlass in die Königliche Bibliothek. Das gezeigte Rezitativ schlägt den Bogen von der Entwicklung der Natur zur moralischen Festigung des Menschen und leitet so zum Schlusschor „Ja, segne Herr, was wir bereiten“ über. Die Partitur sah zunächst keine Pauken vor. Erst später trug Mendelssohn unten rechts die entsprechenden Takte nach.
Messingobjekt | Astrolabium
Messingobjekt | Astrolabium aus Toledo, 1029
1029 in Toledo hergestellt, Messing
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - PK
Astrolabien sind scheibenförmige astronomische Instrumente zur Darstellung des von der Erde aus sichtbaren drehenden Himmels. Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt ein knapp eintausend Jahre altes Exemplar, welches aufgrund seines stabilen Materials - Messing - in einem sehr guten Zustand ist. Das 1029 in Toledo hergestellte Astrolabium wurde Mitte des 19. Jh. erworben, aufbewahrt wird es in einer mit schwarzem Samt ausgeschlagenen Schmuckkassette in der Orientabteilung.
Druck | Thurneysser : Astrolabium
Druck | Leonhardt Thurneysser zum Thurn : Astrolabium
Berlin, um 1575
gedruckt, 60 x 45 cm
Zu den bekanntesten Werken von Leonhardt Thurneysser (1531-1596) zählten die Archidoxa, eine Zusammenstellung von astrologischen Ideen und Vorhersagen, die nach Thurneyssers eigener Aussage nicht für jedermann verständlich waren. Als Ergänzung erschien 1575 das Astrolabium, ein einzigartiges Zeugnis der Berliner Druckgeschichte der frühen Neuzeit.
Die Archidoxa hatten eine für die damalige Zeit enorm hohe Auflage von etwa 500 Exemplaren. Ihr Verkauf sollte durch das zugehörige Astrolabium gesteigert werden. Nur in Thurneyssers eigener Druckerei im Grauen Kloster, die er seit 1574 betrieb, konnte seinen hohen Ansprüchen an Inhalt und Qualität der Abbildungen entsprochen werden. - Das Astrolabium sollte dazu dienen, ohne langwierige Berechnungen individuelle Horoskope und Prophezeiungen zu erstellen. Jede der acht Tafeln trägt einen eigenen Titel und behandeltein anderes Gestirn (Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond) sowie auf der ersten Tafel „Des Menschen Cirkel und Lauff“. Im oberen Bereich sind das jeweils zugeordnete Sternbild und eine Allegorie des Himmelkörpers abgebildet. Unter der Überschrift „Der Sonne Cirkel und Lauff“ wird dem Zentralgestirn das Sternbild Löwe und eine Königsgestalt mit Sonnenstab zugeordnet. Unterhalb der Drehscheiben ist in der Mitte das große Wappen Thurneyssers zu sehen, links davon die Alchemia mit Schmelzkessel und Blasebalg, rechts davon die Temperantia, die den Wein mit Wasser verdünnt. Der kleine Text enthält verschiedene Berechnungen zum Alter der Erde, welches zur damaligen Zeit auf rund 6.000 Jahre ermittelt worden ist. Auf jeder Tafel befinden sich bis zu sechs drehbar montierte, gedruckte und säuberlich ausgeschnittene Scheiben. Sie zeigen unter anderem den Fixsternhimmelmit figürlichen Darstellungen der Sternbilder, einen (kolorierten) spiralförmigen„Baum des Lebens“ mit verschiedenen Prophezeiungen, weitere Sternbilder um den südlichen Wendekreis (des Steinbocks) sowie Angaben zu den Monaten mit Zuordnung zu den Sternbildern und den Tagen im Monatsverlauf. Mit Hilfe des schlangenförmigen Pfeils, der als Lebenspfeil bezeichnet wird, konnte dann die Nativität ermittelt werden.
Bildtafeln | Jahangir-Album
Bildtafeln | Jahangir-Album
Zwischen 1600 und 1620 entstanden für den persischen Mogul-Kaiser Jahangir großformatige Alben mit prächtig ausgeschmückten Bildtafeln, die Blumenranken und Vögel zeigen sowie Szenen aus dem Leben Jahangirs, beispielsweise den Kaiser bei der Jagd. Die Staatsbibliothek besitzt 25 dieser Blätter, sie sind von außerordentlichem Wert. Die Berliner Blätter sind Teil eines umfangreichen Albums, dessen größter Anteil im Museum in Teheran liegt.
Handschrift in Etui | Bhadavadgita
Handschrift in Etui | Bhagavadgita
Sanskrit-Handschrift
undatiert
Papier
Länge ca. 2 m, Breite ca. 5 cm
9,4 MB Herunterladen
6,8 MB Herunterladen
2,5 MB Herunterladen
Die lange schmale Rolle aus feinem Papier enthält das religiös-philosophische Gedicht Bhagavadgita in Miniaturschrift in einem Rahmen aus goldenen Linien. Auf den ersten vier Bildern sind die Götter Ganesha, Brahma, Vishnu mit Lakshmi so wie Shiva mit Parvati dargestellt, auf dem fünften Krishna und Arjuna einander gegenüber sitzend im Gespräch. Der Gott Krishna trägt dem Arjuna die in dem Gedicht enthaltenen Lehren vor.
Die Handschrift wurde aus dem Nachlass August Wilhelm von Schlegels erworben. Schlegel zählt wie Franz Bopp und Wilhelm von Humboldt zu den Gründern der vergleichenden Sprachwissenschaft und der deutschen Indologie. Im Jahre 1823 erschien in Bonn seine kritische Ausgabe der Bhagavadgita mit lateinischer Übersetzung, die Humboldt zu dessen Abhandlung „Über die unter dem Namen Bhagavad-Gítá bekannte Episode des Mahá-Bhárata“ (Berlin 1826) anregte. Nach seiner Berufung als Professor der Literatur an der neu gegründeten Rheinischen Universität im Jahre 1818 hatte sich Schlegel verstärkt der altindischen Philologie gewidmet. Die Bonner Universität war die erste in Deutschland, an der das Sanskrit gelehrt wurde, gefolgt von der Universität zu Berlin, wo der erst dreißigjährige Franz Bopp 1821 durch Förderung Humboldts eine außerordentliche Professur erhielt. Das Studium der Sanskrit-Sprache war Wilhelm von Humboldt ein besonderes Anliegen. Es war ja die Erforschung des Sanskrit mit seiner klar strukturierten Grammatik, die zu Entdeckung der Verwandtschaft der indogermanischen Sprachen geführt hatte. Das kleine Etui aus rotem Maroquin, in dem die Rolle aufbewahrt wird, ist keine indische Arbeit. Die goldene Aufschrift „Bhagavadgita“ wurde mit jenen Devanagari-Lettern auf den Deckel geprägt, die Schlegel selbst entworfen und für den Druck seiner Bhagavadgita-Ausgabe, dem ersten Typendruck eines Sanskrit-Werkes in Deutschland, verwendet hatte.
Globus | Mercator : Himmelsglobus
Globus | Gerhard Mercator: Himmelsglobus
Löwen, 1551
Kupferstich, koloriert
42 cm Durchmesser, 57 cm Höhe
Gerhard Mercator hat sich durch bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der Kartennetzentwürfe (beispielsweise der noch heute in der Kartografie gebräuchlichen Mercatorprojektion), der Kartenschrift und der kritischen Bearbeitung von Atlaskarten den Ruf des bedeutendsten Kartographen des 16. Jahrhunderts erworben. Eine seiner ersten selbständigen Arbeiten beschäftigte sich mit Globen. Zuvor hatte er bereits an Globusprojekten seines Lehrers Gemma Frisius mitgearbeitet. Bei seinen eigenen Weltmodellen, die bereits seine überaus akribische und kritische Auswertung der Quellen belegen, führte er neben der von ihm selbst entwickelten systematischen Kartenschrift auch die Einzeichnung der Loxodrome ein. Diese stellen den konstanten Kompasskurs dar, den die Seeleute bevorzugten, auch wenn er auf den großen Überseerouten meist nicht die kürzeste Verbindung ist. Zehn Jahre nach Erscheinen des Erdglobus ergänzte Mercator diesen durch den hier ausgestellten Himmelsglobus zum Globenpaar und schuf damit diese bis um 1800 klassische Kombination. Beide Globen zusammen bildeten ein didaktisch wertvolles Modell der Erde und ihrer astronomischen Umgebung. Sie wurden damit auch zum Symbol allen weltlichen Wissens. In dieser Funktion trifft man Globenpaare in prominenter Position aufgestellt (zum Beispiel in den Brennpunkten ovaler Lesesäle) oder auf den Deckengemälden zahlreicher Barockbibliotheken.
Autograph | Johannes Kepler : Brief an Wallenstein
Johannes Kepler (1571-1630), deutscher Astronom und Mathematiker
Brief an Albrecht von Wallenstein
Sagan, 10.2.1629
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - PK
Autograph | Brief von Niccolo Machiavelli
Niccolo Macchiavelli (1469-1527), Politiker
Brief an Francesco Vettori
Florenz, 25.8.1513
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - PK
Autograph | James Cook : Bericht
James Cook (1728-1779), Seefahrer und Entdecker
Bericht an die Commissioners of the Navy
London, 2.1.1776
Cook berichtet über den Stand der Vorbereitungen zu seiner dritten Entdeckerreise, die wenige Monate später startet.
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - PK























