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Kunst am Bau

Haus Unter den Linden

Beim Wettbewerb "Kunst am Bau" für die öffentlich zugänglichen Bereiche Unter den Linden setzten sich von 15 eingereichten Arbeiten jener des Künstler Olaf Metzel und Tobias Rehberger einstimmig durch.

Olaf Metzel: "Noch Fragen?"

Olaf Metzels Objekt „Noch Fragen?“ ist eine 6,8 x 5,2 x 3,4 Meter große Skulptur aus verformten, beidseitig bedruckten Aluminiumplatten. Diese sind im neuen Allgemeinen Lesesaal von der Decke hängend installiert. Das Arrangement sieht aus wie zerknülltes Papier, das frei im großen Saal schwebt. „Diese facettenreiche Skulptur er­gänzt und kontrastiert in ihrer Leichtigkeit die strenge Ordnung des Hauptlesesaals“, be­fand das Preisgericht.

Im Jahr 2014 erhielt Olaf Metzel den mit 50.000 € hoch dotierten mfi Preis für Kunst am Bau, verliehen von der mfi management für immobilien AG, Essen.


Tobias Rehberger: abstrakte Uhren

Tobias Rehberger schlug für verschiedene Lesesäle insgesamt acht abstrakte Uhrenob­jekte vor, von denen drei realisiert werden: im Musiklesesaal, im Rara-Lesesaal und in der Handbibliothek des Informationszentrums.

Die Wandobjekte funkti­onieren sowohl als abstrakte Gebilde wie auch als Uhren. Das Preisgericht sagte in seiner Beurteilung, dass es Rehberger gelinge, „in den Lesesälen einen optischen Fokus zu er­zeugen, der das Lesen auf lebendige Weise begleitet. Formale und farbliche Bezüge zur Op-Art, zur kinetischen Kunst und vergleichbaren Designtendenzen wurden hier geknüpft, um eine Balance zwischen Störung und Harmonie im Verhältnis zum Mobiliar zu errei­chen.“

Mit der Eröffnung der neuen Lesesäle im März 2013 ging das erste Kunstwerk in Betrieb: Das „Uhrenobjekt nach Movement in Squares von Briget Riley“ ist eine großformatige Installation im Rara-Lesesaal, deren beleuchtete Flächen stets die aktuelle Zeit anzeigen.


Neben der "Kunst am Bau" begegnet den Bibliotheksnutzern des Hauses Unter den Linden noch ein weiteres Kunstwerk direkt gegenüber dem "Uhrenobjekt nach Movement in Squares von Briget Riley". Ein Gemälde des Malers Julius Schrader (16.6.1815 - 16.2.1900), das Alexander von Humboldt zeigt.

Julius Schrader: Alexander von Humboldt

Im Rara-Lesesaal hängt das 3,25 x 2,48 m überlebensgroße Porträt des Gelehrten und Weltreisenden Alexander von Humboldt stehend am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer. Es ist das größte Porträt der Kunstsammlung der Staatsbibliothek.

Schrader fertigte das Gemälde 1859 im Auftrag des Potsdamer Unternehmers Jacobs, einem Freund Humboldts. Zwischen Auftraggeber und Künstler kam es jedoch zu Streitigkeiten und daher erwarb das Preußische Kultusministerium das Porträt im Auftrag des Königs Friedrich Wilhelm IV. Dieser schenkte es 1860 der Staatsbibliothek.

Schrader malte 1859 noch zwei weitere Gemälde von Humboldt. Von 1856 bis 1892 war er Professor der Akademie der Künste und auch sein Atelier hatte er Humboldt zu verdanken, der sich mehrfach beim König für Schrader einsetzte.