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Das Leitbild der Bibliothek

Herkunft mit Zukunft

Die Staatsbibliothek zu Berlin ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek Deutschlands

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt einen umfassenden universalen Bestand an Büchern und Zeitschriften sowie weltweit bekannte, einzigartige Sammlungen, die als Teil des internationalen Kulturerbes zu betrachten sind. Wertvollste Handschriften, Nachlässe und Autographe, Musikalien, Karten, Zeitungen und andere tief gestaffelte Sondersammlungen von großer historischer und aktueller Bedeutung im Verein mit modernen Quellen und Darstellungen in allen Sprachen und aus allen Ländern in enzyklopädischer Breite bilden die Grundlage für die internationale Spitzenforschung, für die nationale Literaturversorgung und schließlich für die tägliche bibliothekarische Arbeit. Die Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin werden als Teil des kulturellen Patrimoniums Deutschlands dauerhaft bewahrt.

... eine Bibliothek mit nationalen Aufgaben und internationaler Reichweite

Seit ihrer kurfürstlich-brandenburgischen Gründung im Jahre 1661 ist die Staatsbibliothek zu Berlin ein Haus der Aufklärung. Sie ist heute eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und damit in der Trägerschaft des Bundes und der Länder Deutschlands. Die Staatsbibliothek handelt in eigener Verantwortung und in kooperativen Strukturen. Gemeinsam mit anderen deutschen Bibliotheken übernimmt sie nationalbibliothekarische Aufgaben, sie ist transnationaler und interkultureller Zusammenarbeit verpflichtet. Die Bibliothek und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richten sich an ein breites Publikum, sie dienen aus Tradition der Wissenschaft, der Bildung und der Kultur.

... eine Bibliothek im Dienste ihrer Benutzerinnen und Benutzer

Bei der Vermehrung ihrer Bestände liegt die Erwerbung neuerer gedruckter und elektronischer Medien im Einklang mit dem Aufspüren antiquarischer Werke zur Ergänzung ihrer historischen Bestände. Schwerpunkte bilden die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sowie in besonderem Maße die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sondersammelgebiete (Recht, Ost- und Südostasien, Slawistik, Kartographie und Zeitungen).Für die Sammlung Deutscher Drucke betreut die Staatsbibliothek zu Berlin den Zeitraum 1871-1912.

Von diesem Bestands- und Sammlungsprofil ausgehend wird die digitale Bibliothek in kooperativen Strukturen mit vielen Partnern aus Wissenschaft und anderen Bibliotheken realisiert; sie wird in der Staatsbibliothek als Langzeitarchiv angelegt und ohne Einschränkungen auf einfache Weise zugänglich gemacht. Sie eröffnet jedem Interessierten den Zugang zu forschungsrelevantem Wissen und zum kulturellen Erbe über digitale Netze.

Die Staatsbibliothek zu Berlin bietet ihren Benutzerinnen und Benutzern durch innovative Dienstleistungen einen komfortablen Zugang zu ihren Sammlungsbeständen und elektronischen Angeboten. Der überwiegende Teil der Sammlungen ist bereits im Internet nachgewiesen - ein vollständiger elektronischer Gesamtnachweis aller Bestände ist für die Bibliothek ein vorrangiges Ziel. Bei der Katalogisierung kommen nationale und internationale Standards zum Einsatz, an deren Pflege und Weiterentwicklung die Bibliothek sich traditionell aktiv beteiligt.

Die Staatsbibliothek ist durch ihre Einbindung in das System der nationalen und regionalen Verbünde eine starke Partnerin in der überregionalen Erschließungskooperation der deutschen Bibliotheken. Sie beteiligt sich an der kooperativen Trägerschaft der nationalen Normdateien, sie betreibt und koordiniert Verbunddatenbanken zur Verzeichnung von Zeitschriften und Zeitungen, Nachlässen und Autographen, mittelalterlichen und orientalischen Handschriften, Bucheinbänden, Karten sowie historischen Drucken.

Die Staatsbibliothek zu Berlin möchte optimale Nutzungsmöglichkeiten vor Ort bieten. Sie richtet Lesesäle und Arbeitsplätze in zwei architektonisch anspruchsvollen Gebäuden an traditionsreichen Standorten ein und passt sie den sich ändernden Anforderungen ihrer Benutzerinnen und Benutzer entsprechend an. Sie gewährleistet in ihren öffentlichen Räumen eine einladende und freundliche Atmosphäre. Die Staatsbibliothek zu Berlin informiert ihre Benutzerinnen und Benutzer aktiv über die vorhandenen Bestände; sie fördert deren Fähigkeit zur Informationsgewinnung und ermöglicht ihnen einen angemessenen Zugang zu ihren Büchern, Zeitschriften und Sondermaterialien. Engagement und Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Kompetenz prägen den Umgang der Beschäftigten mit den Benutzerinnen und Benutzern.

Die Staatsbibliothek zu Berlin übernimmt die Verantwortung für die dauerhafte Bewahrung und Erhaltung ihrer Sammlungen. Sie verpflichtet sich, die von ihr über viele Generationen gesammelten Bestände, so weit möglich, auf Dauer in ihrer jeweiligen individuellen authentischen Form zu erhalten, vor Schäden zu bewahren bzw. diese zu beseitigen. Neben der physischen Sicherung werden die Inhalte den heutigen Bedürfnissen entsprechend verfügbar gemacht und präsentiert. Bei der Entwicklung und Anwendung moderner technischer Verfahren für die Bestandserhaltung übernimmt die Bibliothek eine Vorreiterrolle. Unter Berücksichtigung konservatorischer Normen stellt sie zahlreiche Objekte als Leihgaben für Ausstellungen zur Verfügung.

... eine Bibliothek mit engagierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen die Dienstleistungen der Staatsbibliothek zu Berlin mit hoher Professionalität. Sie setzen Änderungen in der beruflichen Praxis und technische Innovationen aktiv um. Sie werden unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten und dienstlichen Aufgaben gefördert und gefordert. Schulungsangebote im eigenen Haus und Mittel für die Fort- und Weiterbildung außer Haus werden regelmäßig bereitgestellt. Für die Ausbildung der Nachwuchskräfte übernimmt die Staatsbibliothek zu Berlin eine besondere Verantwortung: die Zahl der Auszubildenden übersteigt den eigenen Bedarf und dient gleichfalls anderen Einrichtungen des Bibliotheks- und Informationswesens in Deutschland. Verlässlichkeit und Vertrauen bestimmen das Verhältnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und ein optimaler Einsatz der Beschäftigten bestimmen den in der Staatsbibliothek praktizierten Arbeits- und Führungsstil.

 

Das Leitbild wurde im August 2008 verabschiedet.