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Handschriften

Manuscripta Hamiltoniana

1882 erwarb der preußische Staat den größten Teil der Handschriftensammlung von Alexander Douglas-Hamilton (1767–1852), des 10. Herzogs von Hamilton. Hamilton hatte seit seiner Jugend beständig bibliophile Kostbarkeiten erworben und dazu nicht zuletzt Reisen nach Oberitalien und Venetien genutzt, wo wegen der Aufhebung vieler Bibliotheken geistlicher Institutionen Handschriftenbestände als scheinbar nutzlose Altlasten zum Verkauf kamen. Auch auf seinen späteren Reisen, die ihn nach Frankreich, Italien und, 1806 bis 1808, als Botschafter nach Russland führten, nahm Hamilton Erwerbungen vor, ebenso auf englischen Auktionen der 20er und 40er Jahre. Die Erwerbung der gesamten Handschriftensammlung mit 692 Signaturen von Alexanders Enkel erfolgte für die enorme Summe von etwa 1,5 Mio. Goldmark. Ein Teil dieser Ausgaben musste durch den Wiederverkauf von Handschriften finanziert werden, so dass schließlich 506 Bände in die Königliche Bibliothek gelangten, darunter auch 42 persische und arabische Manuskripte, die in der <personname w:st="on">Orientabteilung</personname> aufbewahrt werden. Weitere 78 Codices kamen an das Kupferstich-Kabinett und das Museum für Völkerkunde. Zu den berühmtesten Handschriften der Staatsbibliothek zählt Ms.Ham. 90, das Autograph von Giovanni Boccaccios Decamerone. Mit der 1368 entstandenen ersten Niederschrift von De sui ipsius et multorum ignorantia (Ms.Ham. 493) befindet sich außerdem ein Autograph des italienischen Dichters Francesco Petrarcas unter den Hamilton-Handschriften.

Nachgewiesen in

Helmut Boese, Die lateinischen Handschriften der Sammlung Hamilton zu Berlin, Wiesbaden 1966

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0007

Benutzung

Handschriftenabteilung/Lesesaal

 Kontakt

Dr. Robert Giel

 

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