Diese Website setzt Cookies ein. Für die Nutzungsanalyse wird die Software Piwik verwendet.
Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Informationen zum Datenschutz.

Handschriften

Menükarten

 

Menükarten-Sammlung

1916 wurde die rund 2900 Menükarten umfassende Sammlung von dem Berliner Privatgelehrten Dr. Georg August Freund der Staatsbibliothek übergeben. Die Sammlung ist über die Jahre geringfügig erweitert  worden, hauptsächlich aber stammen die Karten aus dem Zeitraum 1880-1913. Im Gegensatz zur Speisenkarte, die in Gasthäusern und Restaurants dem Gast die angebotene Speisenauswahl nennt , informiert die Menükarte über die spezifische Speisenfolge einer Mahlzeit an einem bestimmten Tag. Neben der Speisenfolge werden auch die servierten Weine, Begleitmusiken und weiteren Darbietungen genannt.  Damit bieten die Karten einen spannenden Einstieg in verschiedene kulturhistorische Fragestellungen an. Sie sind zum Teil grafisch sehr aufwendig im Stil der Belle Epoche gestaltet. Es sind Menükarten  von Vereinstreffen, Hochzeiten, Bällen und Schiffsreisen. Ein Schwerpunkt der Sammlung in der Staatsbibliothek liegt auf den Menuekarten der kaiserlichen Tafel Wilhelms II. von Preußen, wo auch immer sie stattfand: im Berliner Stadtschloss, im Neuen Palais in Potsdam, bei der Kur in Wiesbaden, auf einer Kreuzfahrt, im Manöver  oder auf der Jagd. Es wird der Anlass und die Gäste benannt. Immer häufiger wird der Koch d.h. der Küchenmeister genannt, der auch auf die Kreuzfahrten mitgenommen wird. Auf den Sammlermarken, die im Allgemeinen den Menuekarten beiliegen, ist die Anzahl  der Gedecke und damit der Personen, die an der Tafel teilnehmen verzeichnet.

Der Bestand der Menükartensammlung  ist in einer Exceltabelle vorläufig erschlossen.  Karten aus der Sammlung können jederzeit in den Lesesaal der Handschriftenabteilung bestellt werden.