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Handschriften

Autographensammlungen in der Handschriftenabteilung

Ein Autograph ist ein selbstgeschriebenes Stück, es bezeichnet ein Schriftstück, das vom Wortsinne her aus den griechischen Wörtern autos und graphe zusammengesetzt besteht.

Das Autograph wird dann besonders wertvoll, wenn es eine eigenhändige Unterschrift trägt und die schreibende Person von besonderer politischer, wissenschaftlicher, historischer oder künstlerischer Bedeutung ist.

Das Sammeln solcher Schriftstücke wurde besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts modern. Johann Wolfgang von Goethe besaß eine große Autographensammlung. Er sprach von sinnlichen Zeugnissen, auf denen die Hand des Schöpfers geruht. Besondere Zeugnisse sind daher natürlich auch die Autographe in der Musikabteilung der Staatsbibliothek. Werden doch alle eigenhändigen Kompositionen als Musikautographe bezeichnet.

Im Jahr 1844 fiel eine Entscheidung für die weitere Sammlungstätigkeit der Bibliothek - eine Institution wie die Königliche Bibliothek sollte jedenfalls auch eine eigene Autographensammlung erhalten. Dies sollten Einzelstücke von besonderen, herausragenden Persönlichkeiten sein.

Im Lauf der Jahre wuchs die Sammlung auf über 200.000 Briefe an. In die Sammlung Autographa wurden über 35 Briefsammlungen eingearbeitet, die als solche zunächst erworben wurden. Dazu gehören die großen Sammlungen von Ignaz von Krasicki(1735-1801) und des Generals Joseph Maria von Radowitz(1795-1853). Auch aus weiteren Nachlässen wurden besonders interessante Stücke erfaßt. Die Sammlung Autographa hat viele Kriegsverluste und große Teile der Sammlung befinden sich heute in der Jagiellonen- Bibliothek Krakau.