Diese Website setzt Cookies ein. Für die Nutzungsanalyse wird die Software Piwik verwendet.
Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Informationen zum Datenschutz.

Handschriften

Weltreise. Forster - Humboldt - Chamisso - Ottinger.

 

In Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Ulrike Ottinger wurde in der  Staatsbibliothek zu Berlin vom m 1.12.2015- 29.2.2016  eine Ausstellung mit dem Titel „Weltreise“ gezeigt.

Die Idee dieser Ausstellung  geht zurück auf den Plan Ulrike Ottingers, auf den Spuren des Dichters und Naturwissenschaftlers Adelbert von Chamisso (1776-1838) ihre eigene Expedition in die von ihm bereisten Gebiete Sibirien, Kamtschatka und Aleuten mit filmischen Mitteln festzuhalten und Teile des dabei entstandenen Filmmaterials im Kontext einer Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin zu präsentieren.

Bei dem hier beschriebenen Ausstellungsvorhaben handelt es sich um einen von zwei Teilen des Projekts, das von Ulrike Ottinger zusammen mit der Staatsbibliothek geplant wurde. Der erste Teil umfasste die Expedition und den hierbei entstehenden Film in seiner Langfassung. Der zweite Teil, die Ausstellung, deren Aufbauplanung und Umsetzung Gegenstand dieser Ausschreibung war, zeigte neben einer Auswahl an filmischen Eindrücken der Reise zahlreiche, vor allem schriftliche Dokumente von historischen Reisen. Das gesamte Projekt wurde von der Kulturstiftung des Bundes ko-finanziert.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. An ihrer ersten Station in der Staatsbibliothek zu Berlin fand sie im Dietrich-Bonhoeffer-Saal des Hauses Potsdamer Straße am Kulturforum statt. Die Idee, die eigenen Filme in der Ausstellung mit der Präsentation der Dokumente früherer Weltreisender zu zeigen, wurde von Ulrike Ottinger zusammen mit der Staatsbibliothek entwickelt.

Ausstellungskonzept

Ulrike Ottinger reiste 2014 auf den Spuren Chamissos und angeregt durch die großen Reisenden zu den Aleuten, Tschukotka und nach Kamtschatka und setzt das auf der Reise Erlebte künstlerisch um als eine sehr besondere Kombination von Kunst und Wissenschaft. Aus dem Logbuch der Imagination und dem Logbuch der Realität entsteht so eine Neuschöpfung von Realität, eine filmische Realität. Die Elemente des filmischen Materials bestehen aus den auf der Reise gesammelten Bildern, Tönen, Gesprächen, begleitenden Erzählungen und Originalaufnahmen von Musik. Daraus wird ein dokumentarischer Film, der parallel zur Ausstellung in den Kinos läuft.Teile des Filmmaterials wurden zu vier eigenständigen Filmen verarbeitet, die in der Ausstellung zu sehen waren. Zu den Filmen in Beziehung gesetzt werden die gerade von der Staatsbibliothek zu Berlin erworbenen Tagebücher der amerikanischen Reise Alexander von Humboldts sowie die ebenfalls noch nie ausgestellten Reisetagebücher Reinhold Forsters und Adelbert von Chamissos, ebenfalls aus dem  Besitz der Staatsbibliothek. Darüber hinauswurden ergänzend Briefe sowie einige naturkundliche bzw. ethnographische Objekte präsentiert.

Zur Ausstellung erschien ein zweibändiges, umfangreich illustriertes Werk als Ausstellungskatalog und  Künstlerbuch, das auch nach dem Ende der Ausstellung deren Zauber festhält.

Es ist über die Staatsbibliothek oder den Buchhanel erhältlich.

 

 

Kontakt: Dr. Jutta Weber