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Historische Drucke

Digitalisierung des VD 16-relevanten Bestandes der Staatsbibliothek zu Berlin - VD16 digital -

  • Biographie Iwans des Schrecklichen

    Die Lebensbeschreibung Iwans des Schrecklichen aus der Feder des Rigaer Hofpredigers Paul Oderborn schürte die Angst vor Russland - deutsche Ausgabe von Hans Rambau, Görlitz 1596, Titelblatt in Rot-Schwarz-Druck mit handkoloriertem Holzschnitt

  • „Kleiderteufel“ von Johannes Strauß

    Der „Kleiderteufel“ des erzgebirgischen Pfarrers Johannes Strauß kritisiert die Modeauswüchse der Zeit - Ausgabe von Ambrosius Fritsch, Görlitz 1581, Titelblatt in Rot-Schwarz-Druck mit handkoloriertem Holzschnitt, Provenienz: Sammlung Meusebach

  • Wappen des Bautzener Dekans Joh. Leisentritt

    Der Dekan des Bautzener Kollegiatstifts Johannes Leisentritt bemühte sich um die Sicherung des Katholizismus in der Ober- und Niederlausitz. Die dazu von ihm verfasste Polemik trägt am Ende das Wappen des Autors mit dem Motto „Virtute parta durant“ = „Durch Tugend Erworbenes bleibt“ - Ausgabe von Michael Wolrab, Bautzen 1580

  • „Aderlass-Männchen“

    Dem mittelalterlichen Philosophen Albertus Magnus zugeschriebener medizinischer Traktat mit der populären Darstellung des „Aderlass-Männchens“, das als Anleitung für diese Behandlungsmethode diente - Ausgabe aus der Offizin des Christian Egenolff in Frankfurt am Main von 1569

  • Druckermarke von Ludwig Dietz

    Der in Speyer geborene Drucker und Verleger Ludwig Dietz betrieb neben seiner Offizin in Rostock für wichtige Auftragswerke jeweils Filialen vor Ort, so z.B. in Lübeck und Kopenhagen. Seine runde Druckermarke – hier in einem Druck von 1529 – mit einem sitzenden Greif, der einen Wappenschild hält, gestaltete der Maler und Formschneider Erhard Altdorfer

  • Albertus Magnus zugeschriebenes „Pestbuch“

    „Pestbuch“ mit Ratschlägen zum Verhalten bei Pestepidemien hinsichtlich körperlicher Anstrengung und Ernährung, gedruckt als Teil eines Albertus Magnus zugeschriebenen medizinischen Traktates - Ausgabe aus der Offizin des Christian Egenolff in Frankfurt am Main von 1569, illustriert mit zahlreichen Holzschnitten

  • Druckermarke von Kilian Han

    Titelblatt der 1573 in Frankfurt am Main gedruckten, reich mit Holzschnitten illustrierten Ausgabe des mittelalterlichen Engelhard-Epos mit der sprechenden Druckermarke von Kilian Han

  • Einband eines Werkes von Thomas Linacre

    Holzdeckelband mit Rollen- und Plattenverzierung aus dem Jahr 1557 zu einer im gleichen Jahr erschienenen Breslauer Grammatik-Ausgabe mit den Quaestionen des Thomas Linacre.

  • Einband mit dem pommerschen Herzogswappen

    Auf das Jahr 1595 datierter Holzdeckelband mit dem pommerschen Herzogswappen und den Initialen Herzog Johann Friedrichs für eine im gleichen Jahr gedruckte und dem Herzog gewidmete anti-calvinistische Streitschrift zur Christologie, die der Wittenberger Theologieprofessor Salomon Gesner verfasste.

Das im Februar 2012 gestartete Projekt ist Teil der kooperativen Digitalisierung der im Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD 16) nachgewiesenen Drucke und ergänzt die einschlägigen Projekte der BSB München und der ULB Halle. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Projekt in die seit 2006 laufende Förderung über die Aktionslinie „Digitalisierung der in nationalen Verzeichnissen nachgewiesenen Drucke – VD16 / VD17 – “ aufgenommen.

Projektumfang: ca. 13.000 Drucke, ca. 1,8 Mio Seiten

Neben dem Nachweis im VD 16 werden die digitalen Ausgaben auch über den StaBiKat und das Zentrale Verzeichnis digitalisierter Drucke (zvdd) angeboten.

Die Sondersammlungen der Abteilung Historische Drucke umfassen insgesamt ca. 250.000 Drucke. Die ca. 55.000 Drucke aus dem 16. Jahrhundert bilden die Sammlung 16. Jahrhundert. Davon sind ca. 33.000 Bände deutsche bzw. deutschsprachige Drucke. Besonders wertvolle Objekte befinden sich darüber hinaus in der Rara-und der Einbandsammlung sowie in den Sammlungen weiterer Sonderabteilungen der Staatsbibliothek. Es handelt sich damit um einen der umfangreichsten und wissenschaftlich bedeutendsten Bestände dieser Art im deutschsprachigen Raum mit einer hohen Zahl an Unika. Mit der Digitalisierung der in München und Halle nicht vorhandenen VD 16-relevanten Drucke (ca. 13.000) wird der digitalen Bibliothek des 16. Jahrhunderts ein entscheidendes Segment hinzugefügt.

Bis zur Wiedervereinigung waren auch die Bestände aus dem 16. Jahrhundert zwischen den beiden Nachfolgeinstitutionen der Preußischen Staatsbibliothek in Ost und West geteilt. Die Teilnahme an dem 1969 gestarteten VD 16-Katalogisierungsprojekt fand so unter erschwerten Bedingungen und ohne Förderung durch die DFG statt. Dennoch konnten bis heute über 75% der deutschen Drucke im VD 16 erschlossen werden. Der Nachweis der bisher nicht im VD 16 erfassten Drucke soll im Rahmen des Projektes beschleunigt zu Ende geführt werden.

Im Jahr 2013 begann die Abteilung Historische Drucke darüber hinaus mit der Digitalisierung und Erschließung der gerade für das 16. Jahrhundert weitgehend unikalen Liedflugschriften-Sammlung der Staatsbibliothek im Kooperationsprojekt VD Lied digital.