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Historische Drucke

Russische Künstlerbücher

Innerhalb ihrer Sammlung Künstlerische Drucke verwahrt die Staatsbibliothek einen Bestand von über 250 Künstlerbüchern russischer, bzw. russischsprachiger Künstler.

Diesen Werken ist gemeinsam, dass sie als Buch- und Kunstobjekte herkömmliche Gattungsgrenzen überschreiten und eine autonome Kunstform darstellen, in der sich unterschiedlichste ästhetische Ausdrucksformen und künstlerische Techniken verbinden.

Charakteristisches Merkmal der Künstlerbücher ist dabei immer die Wechselwirkung von Sprache und Bild. In Gestalt von Alben, kleineren Heften, Mappen, aufwändig gestalteten Drucken oder in Buchobjekten treten textliche, bildliche und objekthafte Elemente in einen kreativen Dialog miteinander. Bekannte Werke aus Literatur und Dichtung oder eigene Texte der Künstler selbst bilden so zusammen mit Grafik, Malerei, Druckkunst, Collage oder anderen Formen plastischer Buchgestaltung jeweils ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk.

Ihre historischen Wurzeln haben die in der Sammlung vorhandenen russischen Künstlerbücher in der russischen Avantgarde, die zu Beginn des 20 Jahrhunderts erstmals mit diesen grenzüberschreitenden Ausdrucksformen experimentierte. Seit den 1990er Jahren pflegen viele Künstler in und außerhalb Russlands wieder verstärkt das Genre des Künstlerbuchs. Dabei sind zum einen enge historische Anknüpfungspunkte zur Buchkunst der russischen Avantgarde festzustellen. Zum andern setzen sich viele Künstler in ihren Werken intensiv mit dem Erbe der sowjetischen Ideologie sowie deren Bildwelten und Alltags-Ästhetik auseinander.

Aus dieser künstlerisch sehr produktiven und vielfältigen Phase, die als postsowjetische Phase des Künstlerbuchs bezeichnet werden kann, stammen schwerpunktmäßig die meisten Erwerbungen der Staatsbibliothek für das Sammelgebiet der russischen Künstlerbücher. Vertreten sind u.a. international bekannte Künstler wie Michail Karasik oder Viktor Goppe. Ein zentrales und einzigartiges Augenmerk der Sammlung liegt darüber hinaus auf russischsprachigen Künstlern wie Tamara Ivanova und Michael Bensmann, die in Berlin leben und mit ihrem künstlerischen Werk zum kulturellen Leben der Stadt beitragen.

Nachgewiesen in

StaBiKat

Benutzung

Rara-Lesesaal

Kontakt

Abteilung Historische Drucke / Andreas Wittenberg
Abteilung Historische Drucke / Michaela Scheibe

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