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Musik

Aktuelles


Veränderte Öffnungszeiten am Mittwoch, 28. Juni 2017:
Wegen einer internen Veranstaltung öffnet das Haus Unter den Linden erst ab 13:00 Uhr.


BUSONI. Freiheit für die Tonkunst! – Ausstellungskatalog erschienen!

Busoni. Freiheit für die Tonkunst!
Busoni. Freiheit für die Tonkunst!

Ferruccio Busoni (1866 - 1924) war einer der größten Klaviervirtuosen seiner Zeit. Doch er war mehr: Komponist, Bearbeiter, Dirigent, Konzertveranstalter, Musiktheoretiker. Und Busoni hatte Sinn und Verstand auch für die anderen Künste, für Literatur, Architektur und Malerei. Seine schriftlichen Äußerungen verdeutlichen in ihrer Bandbreite an Themen und Beobachtungen den Umbruch in das Jahrhundert der Moderne. Busoni übt sich dabei fortwährend in schöpferischer, kritischer Reflexion über Erscheinungen der Kunst einer Zeit (und der Vergangenheit); er tut dies als eigener Kopf, der sich als verständiger Beobachter seine eigene Auffassung bildet. Diese Seite der Persönlichkeit Busonis ist bislang kaum gewürdigt worden. Die vorliegende Publikation zur Berliner Busoni-Ausstellung 2016 rückt mit ihrer interdisziplinären Vielfalt an Exponaten diese "universalistische" Prägung Busonis erstmals in den Mittelpunkt: sie möchte Einblicke geben in das umfassende Panorama der künstlerischen Sichtweisen Busonis. Die Publikation enthält dazu eine Fülle bislang unveröffentlichten Materials aus den Beständen der Staatsbibliothek, der Kunstbibliothek und des Staatlichen Instituts für Musikforschung.

Begleitband zur Berliner Busoni-Ausstellung 2016 der Staatsbibliothek zu Berlin, des Staatlichen Instituts für Musikforschung und der Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin, 4. September 2016 bis 8. Januar 2017 / herausgegeben von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Mit Beiträgen von Thomas Ertelt, Susanne Fontaine, Johanna Heinen, Michael Lailach, Albrecht Riethmüller, Christian Schaper, Ullrich Scheideler, Marina Schieke-Gordienko, Dorothee Wagner

Bärenreiter-Verlag Kassel, 2016. - 240 S., 223 Abbildungen
ISBN 978-3-7618-2436-8
39,95 EUR

http://www.baerenreiter.com

Erhältlich im Buchhandel, direkt beim Verlag oder
im Shop des Staatlichen Instituts für Musikforschung
sowie an der Museumskasse des Staatlichen Instituts für Musikforschung


Das Autograph der h-MOLL-MESSE VON JOHANN SEBASTIAN BACH ist am 9. Oktober 2015 in das Register Memory of the World aufgenommen worden:

Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe [BWV 232], Leipzig 1733 Teil I, 1748-49 Teil II bis IV (Mus. ms. Bach P 180)
Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe [BWV 232], Leipzig 1733 Teil I, 1748-49 Teil II bis IV (Mus. ms. Bach P 180)

Die Originalschrift der h-Moll-Messe BWV 232 ist Bestandteil der großen Bach-Sammlung mit etwa 80% aller überlieferten Kompositionen des Meisters. In der Musiksammlung befindet sich auch das bereits im Jahr 2001 in das Register aufgenommene Autograph der Sinfonie Nr. 9 von Ludwig van Beethoven.

 

Weitere Informationen:
Das Blog-Netzwerk der Staatsbibliothek zu Berlin – Beiträge für Forschung und Kultur
und
Bach-Sammlung


Franz Schubert: Erlkönig D 328. Autographe Reinschrift im Liederheft für Johann Wolfgang von Goethe (Mus.ms.autogr. Schubert, F. 1, S. 25)
Franz Schubert: Erlkönig D 328. Autographe Reinschrift im Liederheft für Johann Wolfgang von Goethe (Mus.ms.autogr. Schubert, F. 1, S. 25)

25. Band der Weber-Gesamtausgabe erschienen

Carl Maria von Weber: Klaviersonaten / hrsg. von Markus Bandur (Sämtliche Werke, Ser. 7, Bd. 1)
Carl Maria von Weber: Klaviersonaten / hrsg. von Markus Bandur (Sämtliche Werke, Ser. 7, Bd. 1)

Seit 1992 existiert in der Staatsbibliothek zu Berlin eine der beiden Arbeitsstellen der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe; seit 1998 publizieren diese Arbeitsstellen beim Mainzer Schott-Verlag die Edition sämtlicher musikalischer Werke des Komponisten. Nun hat das bis 2026 geplante Langzeitprojekt seinen 25. Band vorgelegt: die vier Klaviersonaten, herausgegeben von Markus Bandur. Die anspruchsvollen, virtuosen Sonaten gehören heute nicht mehr zum Kern- repertoire, obgleich sie in Interpreten wie Claudio Arrau, Dino Ciani, Alfred Cortot, Emil Gilels oder Svjatoslav Richter bedeutende Befürworter fanden. Zum Zeitpunkt ihrer Entstehung wurden sie von den Rezensenten einhellig als wegweisende und originelle Kompositionen bewertet, und auch Komponisten wie Robert Schumann und Franz Liszt betonten ihre wichtige Impulsfunktion für die Entwicklung der Klaviermusik des 19. Jahrhunderts. Es bleibt zu hoffen, dass diese erste historisch-kritische Ausgabe der kompletten Werkgruppe dazu beiträgt, dass sich die heutige Pianistengeneration wieder intensiver mit diesen spannenden Kompositionen auseinandersetzt.

Berliner Arbeitsstelle der Weber-Gesamtausgabe


Verlängerung des Projektes KoFIM Berlin

Untersuchung einer Musikhandschrift in der Fotostelle mit der Thermographie-Kamera auf dem sog. Grazer Buchtisch
Untersuchung einer Musikhandschrift in der Fotostelle mit der Thermographie-Kamera auf dem sog. Grazer Buchtisch

Mit großzügiger Unterstützung durch die DFG wird das Projekt KoFIM Berlin (Kompetenzzentrum Forschung und Information Musik) für weitere drei Jahre an der SBB fortgeführt werden können. Ziel des Projektes ist es, ca. 7.500 Musikautographen der Musiksammlung, und zwar der Kernbestand aus der Zeit des 17. bis zum mittleren 19. Jahrhundert, in der Datenbank RISM/Kallisto wissenschaftlich zu erschließen und über den RISM-OPAC recherchierbar zu machen. In diesem Projekt, dessen zweite Halbzeit jetzt beginnt, werden Werke von ca. 1.600 Komponistinnen und Komponisten bearbeitet. Die vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projektes gehen dabei über konventionelle Erschließungsmethoden weit hinaus, indem erstmals flächendeckend anhand eines größeren Bestandssegments eine digitale Dokumentation von Schreiberhänden und Wasserzeichen vorgenommen wird. Mit neuester Technik durch eine von der SBB angeschaffte Thermographiekamera können Wasserzeichen im Papier digital sichtbar gemacht werden. Hierfür ist eigens ein Projektfotograf eingestellt, die Ergebnisse werden dann als Digitalisate im Wasserzeichen-Informationssystem eingespeist und können dort recherchiert werden.

Durch die wissenschaftliche Erschließung der Musikhandschriften treten ganz neue Querbeziehungen innerhalb dieses Bestandes der Musiksammlung zu Tage, denn auch Provenienzmerkmale werden sorgfältig untersucht und Chronologien der Werke ermöglicht. Damit wird die Forschungsinfrastruktur im Bereich der Musikwissenschaft und benachbarter Disziplinen entscheidend vorangebracht. So trägt das Projekt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Forschungsumgebung für die quellenorientierte Musikwissenschaft vor Ort, aber vor allem auch im digitalen Raum bei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite.


Staatsbibliotheken in Berlin und München erwerben Archiv des Schott-Verlages

Richard Wagner: ,,Die Meistersinger von Nürnberg‘‘, Oper in drei Akten, erster Textentwurf, Autograph / Foto: Schott Music GmbH & Co. KG
Richard Wagner: ,,Die Meistersinger von Nürnberg‘‘, Oper in drei Akten, erster Textentwurf, Autograph / Foto: Schott Music GmbH & Co. KG

Einem Käuferkonsortium ist es unter Federführung der Bayerischen Staatsbibliothek und der Kulturstiftung der Länder gelungen, das historische Archiv des Schott-Verlags in Mainz zu erwerben. Zahlreiche Förderer und die einschlägigen Forschungseinrichtungen unterstützten den Gesamtankauf.

Das historische Archiv des Verlags stellt ein einmaliges nationales Kulturgut dar. In ähnlicher Größe und Geschlossenheit ist kein anderes deutsches Musikverlagsarchiv bekannt. Es umfasst die Geschäftsakten (Korrespondenz, Druck- und Stichbücher, Kopierbücher, Kontojournale) von 1787 bis 1945 sowie das gesamte historische Herstellungs-, Musikhandschriften- und Erstausgabenarchiv seit 1810 bis etwa 1950.

Das Archiv enthält u.a. viele Hundert Musikautographen und Tausende von Briefen bekannter Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Frederic Chopin, Werner Egk, Joseph Haas, Karl Amadeus Hartmann, Paul Hindemith, Engelbert Humperdinck, Franz Liszt, Bohuslav Martinů, Luigi Nono, Jacques Offenbach, Carl Orff, Hans Pfitzner, Maurice Ravel, Max Reger, Hermann Reutter, Ernst Toch, Richard Wagner, Ermanno Wolf-Ferrari und Bernd Alois Zimmermann.

Das bisher im Verlagsstammhaus in Mainz verwahrte und im Eigentum der Strecker-Stiftung befindliche Archiv wurde 2004 in das Verzeichnis national wertvoller Archive eingetragen. Der 1770 gegründete Musikverlag Schott ist einer der ältesten heute noch bestehenden Musikverlage der Welt.

Die Aufteilung des für die Wissenschaft unschätzbar wertvollen Archivs auf die beiden Staatsbibliotheken in Berlin und München sowie einschlägige Forschungseinrichtungen gewährleistet im jeweiligen Sammlungskontext die bestmögliche Nutzbarkeit. Eine Digitalisierung ist geplant, der weltweite und ortsunabhängige Zugang zum gesamten Archivmaterial wird damit sichergestellt. Das Archiv wird kooperativ erschlossen werden.

„Es ist ein nicht hoch genug einzuschätzender Glücksfall, dass das Archiv nach einem mehrjährigen Verhandlungsmarathon nun für die Wissenschaft gesichert und zugänglich gemacht werden kann. Mein Dank gilt den Gutachtern sowie den zahlreichen Förderern, insbesondere der Kulturstiftung der Länder, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Carl Friedrich von Siemens-Stiftung, die den Ankauf ermöglicht haben“, so Rolf Griebel, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek.

Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin sagt dazu: „Im Schott-Archiv spiegelt sich europäische Musikgeschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in jeder Facette wider. Solche Archive weltweit sichtbar und so weit wie irgend möglich für die Forschung zugänglich zu machen, ist das zentrale Ziel von Bibliotheken. Ich bin mir sicher, dass es einen Forschungsschub geben wird, sobald wir die Musikautographe, Korrespondenzen und sonstigen Dokumente digital erschlossen und virtuell wieder zusammengeführt haben werden.“ Die Staatsbibliothek zu Berlin erwirbt etwa 40.000 Autographe und Kompositionen, darunter die erste Textskizze Richard Wagners zu seiner dreiaktigen Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" sowie Autographe von Maurice Ravel, Luigi Nono, Joseph Joachim und Carl Philipp Emanuel Bach.

Weitere Förderer, die teilweise den Ankauf durch einzelne Institutionen ermöglichten, sind die Ernst von Siemens Musikstiftung, die Berthold Leibinger Stiftung, die Wüstenrot-Stiftung, die Carl-Orff-Stiftung, die Fondation Hindemith, das Land Baden-Württemberg, der Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V., private Förderer des Max-Reger-Instituts sowie die Freunde der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main e.V. Auch die Teilankäufe durch die Fondation Hindemith und die Carl-Orff-Stiftung sind als Förderungen, die den Gesamtankauf erst möglich machten, zu verstehen.

Das nun erworbene Verlagsarchiv wird zukünftig in folgenden Institutionen bewahrt und erschlossen: Bayerische Staatsbibliothek, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Beethoven-Haus (Konvolut Ludwig van Beethoven), Carl-Orff-Stiftung (Konvolut Carl Orff), Fondation Hindemith (Konvolut Paul Hindemith), Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung (Konvolut Max Reger), Stiftung Akademie der Künste Berlin (Konvolut Bernd Alois Zimmermann) Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg (Engelbert Humperdinck).

Die Staatsbibliothek zu Berlin hat unter anderem den ersten Textentwurf Richard Wagners zu seiner Oper in drei Akten "Die Meistersinger von Nürnberg" erworben, eine Abbildung davon finden Sie, für Pressezwecke honorarfrei, unter Pressebilder.

für weitere honorarfreie Pressebilder wenden Sie sich bitte an:
presse@bsb-muenchen.de


,,Die Schatzkammer des Bach-Museum Leipzig’’ – Schätze der Musikabteilung der Staatsbibliothek zum Bestaunen

Die Schatzkammer der Dauerausstellung im Bach-Museum Leipzig
Die Schatzkammer der Dauerausstellung im Bach-Museum Leipzig

Auf einer Fläche von 450m² wird im Bach-Museum Leipzig eine informative Dauerausstellung präsentiert. In einem der Ausstellungsräume, der sogenannten ,,Schatzkammer'', werden wertvolle Autographe Johann Sebastian Bachs und andere Originalhandschriften sowie einige ausgewählte Gemälde erstmals dauerhaft der Öffentlichkeit präsentiert. Darunter auch drei von der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin geliehene Gemälde von Johann Ambrosius Bach (1645 - 1695), Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) und Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795).