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Musik

Wissenschaftliches Kolloquium 2014

Die Staatsbibliothek zu Berlin – PK veranstaltete im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts Kompetenzzentrum Forschung und Information Musik (KoFIM Berlin) eine Tagung in Berlin, die vom 6. bis 8. Oktober 2014 in der Staatsbibliothek, Haus Potsdamer Straße stattfand.

Flyer zur Tagung

Schreiber- und Wasserzeichenforschung im digitalen Zeitalter: zwischen wissenschaftlicher Spezialdisziplin und Catalog enrichment

Schwerpunkt des auf sechs Jahre angelegten KoFIM-Projekts ist die Tiefenerschließung von Musikautographen des 17. bis 19. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung von Schreibern, Wasserzeichen und Provenienzen. Ziel ist die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur im Bereich von Musikwissenschaft und benachbarten Disziplinen.

Ausgangspunkt der Tagung waren die im Rahmen des KoFIM-Projekts entwickelten Workflows – Katalogisierung von Musikhandschriften in der Datenbank RISM, Wasserzeichenerfassung mittels Thermographie, Erschließung von Wasserzeichen in der WZIS-Datenbank sowie Präsentation von Schriftproben im Internet. Nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit bot das Kolloquium die Gelegenheit, mit der wissenschaftlichen Community den heutigen Stand von Erschließungsmethoden im Bereich des Catalog enrichment kritisch zu diskutieren und Raum für Visionen zu eröffnen.

Insgesamt 20 Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Musikwissenschaft, Edition, Kunstgeschichte, Papierforschung und Informationswissenschaft beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Vertreten waren Vortragende aus folgenden Institutionen, die teilweise Partner des KoFIM-Projekts sind: Bach-Archiv Leipzig, Bayerische Staatsbibliothek München, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, Fraunhofer-Institut für Holzforschung - WKI Braunschweig, Österreichische Akademie der Wissenschaften, RISM, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Stiftung Mozarteum Salzburg, Wasserzeichen-Informationssystem (WZIS), Weber-Gesamtausgabe. Die Beiträge umfassten neben den „klassischen“ Erschließungsthemen Wasserzeichen-, Schreiber- und Provenienzforschung Referate zu Methoden und Möglichkeiten der digitalen Dokumentation.

Nach einem Grußwort von Dr. Karl Werner Finger (Ständiger Vertreter der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin) stellte Frau Dr. Martina Rebmann (Leiterin der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin) das Projekt KoFIM vor und führte in das Tagungsthema ein. In vier Themensektionen diskutierten die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluß an die Vorträge Chancen und Herausforderungen innovativer Erschließungsmethoden.

Der erste Konferenztag wurde mit einem Konzert des QUATUOR VOLTAIRE Potsdam beschlossen, das Streichquartette von Haydn, Mozart und Beethoven darbot. Am Ende des zweiten Tages hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, die Thermographiekamera zu besichtigen und das neuartige Aufnahmeverfahren kennen zu lernen.


Vortragsfolien, Konferenzband zur Tagung

Dr. Florian Betz, Deutsche Nationalbibliothek (Leipzig):

Papiermacher und Papiermühlen in der Gemeinsamen Normdatei (GND). Das Normdaten-Projekt Papiermacherkatalog des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek

Jürgen Diet, Bayerische Staatsbibliothek (München):

Freie und vernetzte Daten: Das Konzept des Linked Open Data und sein Einsatz beim RISM-OPAC

Wolfgang Eckhardt, Projekt KoFIM, Staatsbibliothek zu Berlin:

Digitale Dokumentation von Wasserzeichen in Musikhandschriften im Rahmen des Projekts KoFIM

Dr. Erwin Frauenknecht, Landesarchiv Baden-Württemberg (Stuttgart):

Von Wappen und Ochsenköpfen: Zum Umgang mit großen Motivgruppen im Wasserzeichen-Informationssystem WZIS

Julia Neumann, Projekt KoFIM, Staatsbibliothek zu Berlin:

Möglichkeiten des Catalog enrichments im Bereich der Provenienzforschung

Julia Rinck, Deutsche Nationalbibliothek (Leipzig):

Digitalisierung und Erschließung von Thüringer Wasserzeichen aus der Wasserzeichensammlung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek im Rahmen des DFG-Projekts Wasserzeichen-Informationssystem WZIS

Alexander Staub, Projekt KoFIM, Staatsbibliothek zu Berlin:

Zu einigen Provenienzen im Berliner Autographenbestand

Ralf Stockmann, Informations- und Datenmanagement IDM, Staatsbibliothek zu Berlin:

Digitalisierungskonzepte in der Staatsbibliothek zu Berlin

Emanuel Wenger, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Mittelalterforschung (Wien):

Meta-Suche in Wasserzeichen-Datenbanken (Bernstein-Projekt)

Konferenzband zur Tagung:

siehe Publikationen