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Zeitungen

Geschichte

Die Zeitungssammlung der Staatsbibliothek hat eine weit in die Geschichte der Bibliothek zurückreichende Tradition, auch wenn die Zeitungsabteilung erst 1993 gegründet wurde. Durch die Einbeziehung der Zeitungen in die Pflichtexemplarregelungen Preußens im 18. und 19. Jahrhundert, besonders aber durch die intensiven und systematischen Bestandserweiterungen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs der Zeitungsbestand der Königlichen Bibliothek in Berlin rasch zur umfangreichsten Sammlung Deutschlands an. Die Bestandsauslagerungen während des Zweiten Weltkriegs fügten jedoch dieser Sammlung wie der gesamten Bibliothek schwere Schäden und Verluste zu. Nach dem Kriegsende und der Wiedereröffnung der Bibliothek wurde im Haus Unter den Linden die Erwerbung der neu erscheinenden Zeitungen sofort wieder aufgenommen. Mit dem Pflichtexemplarrecht erhielt die Deutsche Staatsbibliothek auch die in der DDR erscheinenden Zeitungen vollständig und sammelte sie weitgehend, die wichtigsten Titel zusätzlich auch in Mikroformen. Ausländische Zeitungen wurden im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten in repräsentativer Auswahl erworben.

Die Westdeutsche Bibliothek, die mit den im westlichen Teil Deutschlands ausgelagerten Beständen der Preußischen Staatsbibliothek gegründet wurde, setzte erst später, Ende der vierziger Jahre, die Zeitungssammlung fort. Sie erweiterte diese dann jedoch intensiv auch auf die Erwerbung ausländischer Zeitungen sowie auf die bibliographische Verzeichnung.

Mit dem Sondersammelgebiet Ausländische Zeitungen im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Systems der überregionalen Literaturversorgung schließt die Staatsbibliothek an die Tradition ihrer Vorgängerbibliotheken an. Als Sammelschwerpunkt ab 1982 und seit 2005 als Sondersammelgebiet, werden in Kooperation mit dem John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin und dem Ibero-Amerikanischen Institut der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausländische Zeitungen in repräsentativem Umfang erworben.

Ab 1993 wurden aus den Zeitschriftenbeständen beider Häuser der Staatsbibliothek alle der Materialart Zeitungen zuzuordnenden Bestände ausgewählt. 1997 zogen die Zeitungen mit den Mitarbeitern der Abteilung in den Westhafen um und bilden seither den Bestand der Zeitungsabteilung. Nach Fertigstellung des neuen Lesesaals und Abschluss der Sanierungsarbeiten im Haus Unter den Linden ist die Rückkehr der Zeitungsabteilung dorthin vorgesehen.