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Zeitungen

Sammlungen

Tages- und Wochenzeitungen

Im Bestand der Zeitungsabteilung befinden sich Tages- und Wochenzeitungen (einschl. ihrer Beilagen) universalen Inhalts, darunter auch Nachrichtenmagazine und Journale. Fachzeitungen und Illustrierte Zeitschriften sowie Zeitungen für bestimmte Nutzergruppen oder Themengebiete befinden sich im Hauptbestand der Bibliothek und zählen nicht zum Sonderbestand der Zeitungsabteilung.

Nach Gründung der Zeitungsabteilung im Jahr 1993 wurden weitere Zeitungssammlungen aus anderen Einrichtungen des In- und Auslandes von der Staatsbibliothek zu Berlin übernommen und in den Bestand der Zeitungsabteilung integriert. So konnte zum Beispiel der eigene Bestand durch die Übernahme von  Bänden aus dem Archiv des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung (BPA), der British Library in London, der Universitätsbibliothek Oslo und des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart ergänzt und komplettiert werden.

Der Zeitungsbestand umfaßt mehr als 200.000 Bände (Stand Dezember 2015). Daneben enthält die Sammlung über 150.000 Mikroformen (Rollfilme und Fiches) und zahlreiche Zeitungen und Datenbanken stehen online und auf CD-ROM zur Verfügung. Insgesamt steht den Leserinnen und Lesern ein Angebot von über 225 laufend im Abonnement bezogenen Zeitungen zur Verfügung, 101 davon aus dem Ausland.

Als Depositum befinden sich in der Zeitungsabteilung seit Dezember 2013 die Mikrofilmbestände der "Sozialwissenschaftlichen Bibliothek und Bibliothek des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin". Diese Rollfilme sind sowohl in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) als auch im OPAC der Bibliothek (StabiKat) nachgewiesen und stehen für die Vor-Ort-Nutzung im Lesesaal der Zeitungsabteilung zur Verfügung - die Fernleihe ist für diese Materialien nicht möglich.

Bis zum 31.12.2015 betreute die Staatsbibliothek das Sondersammelgebiet  "Ausländische Zeitungen" im Rahmen des Förderprogramms der überregionalen Literaturversorgung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

 

 

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Berliner Zeitungen

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen von Zeitungen aus Berlin und Umgebung. Beginnend mit den ab 1617 erschienen „Frischmanns Berichten“, die als Vorläufer der späteren „Vossischen Zeitung“ (1704 – 1934) gelten, ist die von 1740 bis 1874 erschienene „Haude- und Spenersche Zeitung“ nahezu vollständig im Papieroriginal vorhanden. Im Zuge der Märzrevolution 1848 entstanden in Berlin viele neue Titel, wie die „Lokomotive“ (1842 – 1849), die „Nationalzeitung“ (1848 – 1938), die „Neue Preußische Zeitung“ (1848 - 1929) oder die Satirezeitung „Kladderadatsch“ (1848 – 1944).

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts kamen weitere wichtige Titel hinzu, wie die „Berliner Börsen-Zeitung“ (1864 – 1940), das „Berliner Tageblatt“ (1872 – 1939), der „Berliner Lokal-Anzeiger“ (1887 – 1944) und die ab 1898 erscheinende „Berliner Morgenpost“. Mitte der 1920er Jahre gab es in Berlin die größte Zeitungsdichte in Deutschland von geschätzt über 120 Tages- und Wochenzeitungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen die ersten Zeitungen in der sowjetischen Besatzungszone („Tägliche Rundschau“, „Berliner Zeitung" und "Das Volk"), etwas später folgt die Berliner Ausgabe der „Neuen Zeitung“ in der amerikanischen Besatzungszone. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 haben sich in Berlin 12 Tages- und Wochenzeitungen fest etablieren können, die von der Bibliothek alle vollständig im Papieroriginal und auf Mikrorollfilm gesammelt werden.

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Satirische Zeitungen

Ein Teilgebiet der Zeitungssammlung sind die satirischen Zeitungen, die verstärkt im zeitlichen Umfeld von Revolutionen entstehen. So gibt es fast zeitgleich ab 1832 den "Charivari" in Paris und ab 1837 den von Saphir herausgegebenen "Humorist" in Wien. In London entsteht 1842 der Punch, 1846 in Leipzig der "Leuchtturm". In Berlin gibt es 1848 zahlreiche satirische Blätter, von denen der "Kladderadatsch" bis 1944 existiert, während der aggressivere "Berliner Krakehler" nach einem knappen Jahr einem "Berliner gemüthlichen Krakehler" weichen muss. Die ab 1849 erschienene "Buddelmeyer-Zeitung" nimmt die Tagespresse kritisch ins Visier. Satirische Beilagen zu Tageszeitungen, z.B. der "Ulk" zum "Berliner Tageblatt", Karnevals- und Faschingszeitungen, aber auch Beilagen zu Kriegszeitungen komplettieren die Auswahl, zu der aber keine reinen Witzblätter gehören. Das Teilgebiet umfasst ca. 100 Titel mit 1000 Bänden überwiegend im Signaturenbereich Ztg 40 - Ztg 1950;Beil.

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Seltene Zeitungen

Die Zeitungsabteilung bemüht sich intensiv um den Aufbau einer Zeitungssammlung aus den hierzulande weniger bekannten und dennoch in vieler Hinsicht hoch interessanten Regionen Asiens, Afrikas sowie Australiens und Ozeaniens. Hierzu zählen Erwerbungen wie der "Papua New Guinea Post Courier", die "Kashmir Times", die "Myanmar Times", "The Himmalayan" aus Kathmandu und der "Bhutan Observer".

Viele seltene, kaum bekannte Zeitungen aus fernen Ländern finden sich von Beginn an in der Sammlung ausländischer Zeitungen, die im 18. Jahrhundert vornehmlich mit europäischen Zeitungen, besonders aus Frankreich, England, Skandinavien, Italien und Spanien begann. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterte sich die Sammlung um viele Zeitungen aus den deutschen Kolonien: Samoa, Teile Chinas, Südwest- und Ostafrikas, aber auch aus Blumenau in Brasilien u .a. m. Schon nach dem 2. Weltkrieg gab es ein breites Spektrum von Zeitungen aller Kontinente, die meisten von ihnen stammen jedoch aus den politisch und wirtschaftlich führenden Ländern.

Zeitungen von nationalen Minderheiten und Exilanten

Laufend abonnierte Titel wie die Hürriyet Avrupa aus Mörfelden-Walldorf und die in London erscheinende libanesische Zeitung Al Hayat sowie die armenische Zeitung Jamanak aus Istanbul zählen zu den aktuellen Titeln dieser ständig wachsenden Sammlung, zu der auch zahlreiche historische Zeitungen gehören.

So las die russische Intelligenz nach der Oktoberrevolution in Berlin „Rul’“ und „Nakanune“, die sorbisch-wendische Minderheit konnte von 1854 bis 1937 und ab 1991 die Bautzener „Serbske Nowiny" lesen, zu DDR-Zeiten gab es die „Nowa doba“. In den 20-er Jahren lasen in Berlin arbeitende Polen „Dziennik Berlinski“ und die jüdische Minderheit in Polen las in Ewrit die „Folsztyme“,  in Rußland die wieder neu erscheinende „Evrejskaja gazeta“.

Deutsche Minderheiten finden sich in langlebigen Titeln wie dem „Argentinischen Tageblatt“, im „Urwaldboten aus Blumenau“ in Brasilien, der „Türkischen Post“ aus Istanbul, in der „Sankt-Petersburgischen Zeitung“ aus Russland und in der  rumänischen „Karpatenrundschau“.  Exilanten lasen in den dreißiger Jahren das „Pariser Tageblatt“ (Chefredakteur Georg Bernhard), das “Deutsche Volksecho“ aus New York (Chefredakteur Stefan Heym) sowie die „Deutsche Zentral-Zeitung“ aus Moskau. Das sind nur einige Beispiele dieser facettenreichen Sammlung, in der es viel zu entdecken gibt.