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“Europeana Newspapers” - A Gateway to European Newspapers Online

Die Staatsbibliothek zu Berlin koordiniert das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Competitiveness and Innovation Programme (CIP) geförderte Projekt Europeana Newspapers, das über 10 Millionen Seiten digitalisierter historischer Zeitungen aus ganz Europa in einem gemeinsamen Portal online frei zugänglich macht und Best-Practice-Empfehlungen für die Zeitungsdigitalisierung erarbeitet.

Präsentiert werden die digitalen Zeitungen in zwei bedeutenden europäischen Online-Plattformen des kulturellen Erbes: The European Library und Europeana. The European Library entwickelt im Projekt ein Portal speziell für die Recherche in den historischen Zeitungen. Dort können die Zeitungen nach Datum, Herkunftsland, bereitstellender Einrichtung und Zeitungstitel gesucht werden. Dank umfangreicher Bearbeitung mit Optical Character Recognition (OCR) ermöglichen Volltexte jedoch auch die gezielte Suche nach einem bestimmten Stichwort.

Im Europeana-Portal werden zusätzlich Metadaten zu etwa 20 Millionen digitalisierten Zeitungsseiten aus ganz Europa nachgewiesen. Das entspricht 3.463 verschiedenen Zeitungstiteln mit 3.678.917 Ausgaben aus fast allen europäischen Ländern. Die ältesten Zeitungen stammen dabei aus dem frühen 17. Jahrhundert, die jüngsten enthaltenen Titel reichen bis in die 1990er Jahre. Darüber hinaus wurden die Metadaten der Partnerbibliotheken gesammelt und in die Zeitschriftendatenbank der Staatsbibliothek zu Berlin eingepflegt.

Im Rahmen des Projekts werden außerdem zahlreiche Softwarewerkzeuge für die Verarbeitung von digitalisierten Zeitungen entwickelt und erweitert, wie beispielsweise für die Workflow-Steuerung, für die Evaluation der Qualität der Digitalisierung sowie für die Anreicherung der Volltexte mit semantischen Strukturen oder auch mit eindeutigen Personen- und Ortsnamen. Das Europeana Newspapers Projekt entwickelt auch ein umfassendes Metadaten- und Strukturmodel speziell für digitalisierte Zeitungen, das auf etablierten Standards wie METS und ALTO beruht.

Um das Projekt und seine Ergebnisse in Fachkreisen und in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, werden von den beteiligten Bibliotheken zahlreiche Workshops und Informationstage in der jeweiligen Landessprache organisiert, die auf regen Zuspruch stoßen. Eine Serie von Interviews mit Wissenschaftlern belegt zudem den enormen Wert solch einer paneuropäischen Zeitungssammlung für die Forschung und Lehre.

Die Projektlaufzeit von Europeana Newspapers ist vom 1. Februar 2012 bis zum 31. März 2015. Die von der Europäischen Kommission berufenen Experten bewerteten die erreichten Ergebnisse als „Excellent“. Einen umfangreichen Überblick über sämtliche Projektaktivitäten und -ergebnisse bietet der öffentliche Abschlussbericht.

Die Staatsbibliothek zu Berlin steuert insgesamt rund 1.6 Millionen Zeitungsseiten aus vier historischen Berliner Zeitungen bei für die im Projekt Volltexte produziert werden. Eine Integration dieser Volltexte in das Zeitungsinformationssystem ZEFYS ist für 2016 vorgesehen.