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Konservierung des Gebetbuches der Maria von Geldern


Pergament (1. Hälfte 15. Jh.) von Meister der Maria von Geldern
Signatur: Ms.germ.qu. 42, 251v-252r
Herstellungsort: Arnheim

Im Jahr 1415 wurde für die Herzogin Maria von Geldern ein Gebetbuch fertiggestellt, das sich heute in der Staatsbibliothek zu Berlin befindet.

Die über 600 Jahre alte Handschrift aus Pergament ist von mehreren Künstlern enorm reich ausgeschmückt worden, die Texte sind von Miniaturen, Randbordüren, Drolerien umgeben. Das Buch war über Jahrhunderte sehr fest eingebunden, durch Pressdruck und durch das Blättern der Seiten entstanden so tiefgreifende Schäden am Pergament sowie an den Malschichten und Vergoldungen. 

In den Jahren 2016 bis 2018 wurde bzw. wird die Handschrift konserviert. Dazu wurden zunächst die rund 500 Blätter vereinzelt und materialtechnisch mit verschiedenen Techniken untersucht. Die Ergebnisse aus dem Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen und der Restaurierungwerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin mündeten in ein Konservierungskonzept.

Nach der Konservierung wird die lagenweise gebunden und in Kassetten aufbewahrt. Der Einband wird separat aufbewahrt.

 

 

Bild 1 bis 3: der Einband

 

alle Abbildungen: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Im Rathgen-Forschungslabor - Staatliche Museen zu Berlin wurde das Gebetbuch der Maria von Geldern eingehend untersucht und daraufhin das Konservierungskonzept aufgestellt. Die Ernst von Siemens Kunststiftung finanzierte diese Untersuchungen.

Bild 1, Einzeichnen der Messpunkte für Mikro-Röntgenfluoreszenzmessungen
Foto: Deutsche Digitale Bibliothek, Jürgen Keiper

 

Bild 2, Raman-Spektroskopie
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Rathgen-Forschungslabor, David von Becker

 

 

Bild 3, Raman-Spektroskopie
Foto: Radboud Universität Nijmegen, Dirk van Alst

 

Bild 4, Nicht-invasive FT-IR Spektroskopie
Foto: Helmholtz-Zentrum Berlin, Ulrich Schade

 

Bild 5, Experimentelle Versuche zur Vergoldung von Pergamentprobekörpern
Foto: Rathgen-Forschungslabor


In der Restaurierungswerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin befindet sich eine Klimazelle mit konstanter Temperatur und konstanter Luftfeuchtigkeit.

Dort ist ein Spezialmikroskop mit 48-facher Vergrößerung aufgestellt, mit dessen Hilfe die Handschrift konserviert wird. Am Monitor ist die aktuelle Ansicht zu sehen, die Restauratorin kann jede ihrer Bewegung kontrollieren. Das Mikroskop wurde mit Spenden aus den Niederlanden finanziert.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Foto: Staatsbibliothek zu Berlin - PK, Hagen Immel