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24 Kulturschätze als App

Die App für IPhone im App Store

Die App für das IPad im App Store

Die Androidversion

Das Jahr, in dem die Staatsbibliothek zu Berlin ihr 350. Jubiläum feierte, ist zu Ende, der Reigen der Ereignisse rund um dieses Jubiläum findet jetzt seinen besonderen Abschluss: Mit einer aufwändig produzierten App kann nun auch eine breite Öffentlichkeit, ohne zeitliche oder örtliche Begrenzung, 24 der berühmten Schätze der Bibliothek virtuell erleben.

Die zusammen mit der Berliner Agentur 3-point concepts GmbH entwickelte App richtet sich an all jene, die an kulturhistorischen und wissenschaftlichen Kostbarkeiten interessiert sind. Die gezeigten 24 Pretiosen (oder deren Faksimiles) wurden von der Fotografin Bettina Flitner mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur fotografisch in Beziehung gesetzt: Die Nobelpreisträgerin Herta Müller liest im Autograph von Kleists „Der zerbrochene Krug“, Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber benutzt ein Astrolabium aus dem 13. Jahrhundert, Bundespräsident a. D. Richard von Weizsäcker spielt eine Konstellation aus dem ersten deutschen Schachbuch von 1616 nach, die Sopranistin Annette Dasch hält das Eichendorff-Autograph „Mondnacht“, Klaus Wowereit betrachtet aus großer Höhe den Berliner Prachtboulevard Unter den Linden und vergleicht den heutigen mit einer Darstellung aus dem Jahr 1849, der Politiker Joachim Gauck ist in das Fallersleben-Autograph des Gedichts „Lied der Deutschen“ vertieft, der Moderator Günter Jauch stöbert in zahlreichen Bänden von Zedlers-Universal-Lexicon aus dem 18. Jahrhundert, Staatsminister Bernd Neumann betrachtet Beethovens Partitur zur 9. Sinfonie.

In der App werden die von Bettina Flitner gefertigten Bilder zum Einstiegspunkt in die multimediale Erlebniswelt: Die Objekte können eingehend studiert und teils in ihrer Interpretation genossen werden. So trägt Altbischof Wolfgang Huber das Gedicht „Wer bin ich?“ von Dietrich Bonhoeffer mit großer Ausdrucksstärke vor, andere Texte werden vom Schauspieler Hans-Jürgen Schatz gesprochen.

Dank der hervorragenden Qualität der Fotografien lassen sich auch kleinste Details wie Notizen eines Künstlers am Rande eines Blattes erkennen und heranzoomen. Oder wer Schillers „Ode an die Freude“ mit der Melodie aus der 9. Sinfonie im Geiste mitsingt, kann nun auch parallel die von Ludwig van Beethoven vorgenommene Vertonung des Gedichts genauestens studieren. So kann während des Hörens des berühmten Finals der Sinfonie in der Arbeitspartitur Beethovens verfolgt werden, wie dieses Werk entstand und welch intensiver Schaffensprozess diesem Meisterwerk zugrunde liegt.

Die Kraft und die Bedeutung aller 24 präsentierten Werke werden durch ihre kreative Aufbereitung in der App auf eindrucksvolle Weise spürbar. Mit Touchscreens ist eine neue Form des Erfahrens und Erlebens möglich, die über das bloße Betrachten hinausgeht und die Exponate lebendig werden lässt. Die Staatsbibliothek zu Berlin nutzt erstmals diese innovative Technik, um den ihr anvertrauten Reichtum für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen - wie mit dieser App.