Handschriften

Dietrich Bonhoeffer Nachlass

Der Nachlass beinhaltet Briefe aus der Zeit seiner Kindheit bis zu den letzten Briefen aus dem Wehrmachts­unter­suchungs­gefängnis in Tegel, Manuskripte, darunter die nicht vollendete Ethik, die Gedichte "Wer bin ich?"; und "Nächtliche Stimmen in Tegel", Aufzeichnungen, Lebensdokumente (Zeugnisse, Diplome, Ausweise) sowie Nachschriften seiner Vorlesungen; die Reste der Bibliothek Dietrich Bonhoeffers. Zum Nachlass Bonhoeffers gehören als Anhang die Nachlässe Eberhard Bethges (61 Kästen) sowie der Nachlass Carsten Nicolaisen (2 Ordner, 1 Mappe). 2006 konnte die Bibliothek um eine vierbändige Lutherausgabe Bonhoeffers aus dem Besitz seiner Schwester ergänzt werden. Der Nachlass wird ergänzt durch 2 Kästen mit Fotografien (Erg. 1) sowie die Berufungsunterlagen auf die Auslandspfarrstelle in London (Erg. 2). Dietrich Bonhoeffers gesamtes Leben ist also in seinem Nachlass dokumentiert und wird so in der Staatsbibliothek erfahrbar. 

Der Nachlass wurde 1996 von Renate und Eberhard Bethge erworben. In über 50jähriger Sammeltätigkeit hat das Ehepaar Bethge (er Student  Bonhoeffers in Finkenwalde und sein bester Freund, sie eine Tochter Rüdiger Schleichers und also Nichte Bonhoeffers) den eigentlichen, während der Zeit der Verfolgung sicher verborgenen Nachlass um ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten (Originale, Kopien, Abschriften) zum Leben, Werk und zur Nachwirkung Bonhoeffers aus anderen Quellen erweitert. Der Nachlass sollte auf ausdrücklichen Wunsch des Ehepaars Bethge in Berlin bewahrt werden, in der Stadt, mit der die Familie Bonhoeffer und das Schicksal Dietrich Bonhoeffers entscheidend verbunden sind.

Nachgewiesen in

Kalliope
StabiKat

Benutzung

Lesesaal der Handschriftenabteilung

Kontakt

Dr. Jutta Weber
Tel.: +49 30 266 - 435100

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