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Keltologie

Bestände

Das Fachreferat Keltologie betreut die inselkeltischen Sprachen und Literaturen, das heißt Bretonisch, Irisch, Kornisch, Kymrisch (Walisisch), Manx und das Schottische Gälisch sowie die bereits im Altertum ausgestorbenen kontinentalkeltischen Sprachen wie Gallisch und Keltiberisch.

Die Keltologie gehört als Philologie zu den Sammelschwerpunkten der Staatsbibliothek. Die kontinuierliche Pflege der keltologischen Sammlung spiegelt die bedeutende Stellung Berlins in der vergleichenden Sprachwissenschaft seit dem frühen 19. Jahrhundert wider. Neben der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, die mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Keltologie als Sondersammelgebiet pflegt, und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn verfügt die Staatsbibliothek zu Berlin über eine der wichtigsten Sammlungen keltischer Literatur in Deutschland, auch wenn bei den historischen Beständen starke Kriegsverluste zu beklagen sind.

Zum Erwerbungsprofil der Staatsbibliothek

Neuere Bestände

Allgemein

Die Keltologie ist vergleichsweise wenig literaturintensiv und entsprechend können die Referenzliteratur wie Wörterbücher, Grammatiken, Lexika usw. sowie Texte, Quellen und die wissenschaftliche Literatur in großer Breite erworben werden, wobei vor allem die drei bedeutendsten keltischen Sprachen Bretonisch, Irisch und Kymrisch im Vordergrund stehen.

Erworben werden neben den wichtigsten Zeitschriften vor allem Wörterbücher, Quellenkorpora und Texteditionen sowie eine breite Auswahl an wissenschaftlicher Forschungsliteratur. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Sprachgeschichte und den älteren Sprachstufen, die für die vergleichende Sprachwissenschaft von besonderer Bedeutung sind sowie auf der mittelalterlichen Literatur, doch werden auch die keltischen Literaturen des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart angemessen berücksichtigt.

Neben originalsprachlichen Texteditionen werden auch zweisprachige Ausgaben und fundierte Übersetzungen beschafft, um den Einfluß der keltischen Sprachen auf die Sprachen, Literaturen und Kulturen der keltischen Regionen zu dokumentieren. Die wissenschaftliche Forschungsliteratur zu den keltischen Sprachen und Literaturen wird in allen Sprachen erworben, wobei ein besonderes Augenmerk der Literatur zur Zweisprachigkeit, zur Soziolinguistik und zur Sprachpolitik in den keltischen Regionen gilt.

Wichtige bibliographische Datenbanken, Referenzmaterialien und Quelleneditionen stehen den Benutzerinnen und Benutzern der Staatsbibliothek auch als Datenbanken zur Verfügung.

 

Suche

Die Bestände der Bibliothek ab Erscheinungsjahr 1501 sowie ein Teil der Sondermaterialien sind im elektronischen Katalog der Staatsbibliothek (StaBiKat) verzeichnet und alphabetisch beziehungsweise zum Teil sachlich suchbar.

Zur sachlichen Suche empfiehlt sich zudem in vielen Fällen der Neue Sachkatalog (NSK), der bis 1999 geführt wurde und systematisch aufgebaut ist. Literatur zu den keltischen Sprachen und Literaturen ist dort vor allem in den Fachgruppen Spra (für Sprach- und Literaturwissenschaft) unter Spr breton (Bretonisch), Spra gäl (Schottisches Gälisch), Spra ir (Irisch), Spra korn (Kornisch), Spra kymr (Kymrisch bzw. Walisisch) und Spra manx (Manx) zu finden.

Für Literatur zu einzelnen Personen empfiehlt sich am Zettelkatalog eine Recherche im BioKa (Biographischen Katalog), für Orte und Länder im GeoKa (Geographischen Katalog). Die Notationen des NSK für nach 1985 erworbene Werke sind bereits im elektronischen Katalog enthalten. Für die zwischen 1945 und 1985 in der Staatsbibliothek (West) erworbene Literatur muß noch der Zettelkatalog genutzt werden (Standort: Katalogzentrum des Hauses Potsdamer Straße).

Die 1956-1991 in der Staatsbibliothek (Ost) erworbene Literatur ist sachlich im Neuen Systematischen Katalog (NSyK) nachgewiesen (Standort: Katalogzentrum des Hauses Potsdamer Straße).

 

Historische Bestände

Allgemeines

Keltologischer und keltischer Literatur wird als Teil der Indogermanistik traditionell Aufmerksamkeit zuteil. Besonders seit Beginn des 19. Jahrhunderts spielte sie im Rahmen der vergleichenden Sprachwissenschaft eine Rolle als Sammlungsgegenstand. Der Schwerpunkt der Erwerbungen lag daher auf Wörterbüchern, Quelleneditionen und originalsprachigen Texten, mit einem relativ großen Anteil an Volksliteratur als Dokumente sprachlicher Überlieferung.

Auch nach 1945 wurde der Bestand im Rahmen des Möglichen gepflegt und retrospektiv ergänzt, Verluste konnten punktuell ersetzt werden. Heute führt die Abteilung Historische Drucke die Erwerbung historischer Bände unter gleichem Gesichtspunkt fort.

 

Verluste durch den Zweiten Weltkrieg

Der einst repräsentative Bestand ist fast ausschließlich als Verlust zu betrachten. Der Sachteil des Kataloges ist jedoch erhalten und spiegelt in systematischer Anordnung den ehemaligen Bestand wider.

Suche

Der historische Bestand ist im Alten Realkatalog (ARK) systematisch verzeichnet.

Die Keltologie führt mit dem Sach- und Signaturenbereich Zr 4 - Zr 9939 die als "Occidentalische Sprachen" zusammengefaßten europäischen bzw. weiteren außerhalb Asiens und Afrikas gesprochenen Sprachen an, die nicht der romanischen, germanischen, slawischen und baltischen Gruppe zugerechnet werden können. Allgemeine Literaturgeschichte und Werke zu einzelnen Autoren siehe auch bei Literärgeschichte England (Signaturengruppe Aw), Drama und Theater bei Geschichte des englischen Theaters (Zc).

Die Recherche nach historischen Beständen ist teilweise im StaBiKat, ansonsten anhand der Microfiches des ARK möglich (Standort: Katalogzentren der Häuser Potsdamer Straße und Unter den Linden). Im Informationszentrum im Haus Unter den Linden steht als zusätzliches Hilfsmittel ein Schlagwortkatalog zum ARK in Zettelform zur Verfügung.

 

E-Ressourcen

Datenbanken

Lizenzpflichtige und kostenfreie Datenbanken finden Sie im Datenbank-Infosystem (DBIS):

geschulte Datenbanken

Zu den folgenden Datenbanken wurden bereits Schulungen durchgeführt:


Einzelne Datenbanken:

Die zugehörigen Materialien dienen als erste Information und können als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Aktuelle Schulungstermine

Links

Elektronische Zeitschriften

Finden Sie über die Titelsuche im Stabikat, in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) und der Zeitschriftendatenbank (ZDB).

Lesesäle

Handbibliotheken zur Keltologie finden Sie in den Allgemeinen Lesesälen:

Grafik Haus Potsdamer Straße

Haus Potsdamer Straße:
Signaturen HB 5 F

Grafik Haus Unter den Linden

Haus Unter den Linden:
Signaturen HA 5 F

Die Bücher werden in beiden Häusern nach derselben Systematik aufgestellt.

Sie können im StaBiKat auch über die Lesesaal-Systematik navigieren.

In den Handbibliotheken zur Keltologie finden Sie

  • einsprachige Wörterbücher
  • wichtige Nachschlagewerke, Grammatiken, Handbücher und Überblicksdarstellungen
  • wichtige Textausgaben und Quelleneditionen
  • die neueren Jahrgänge der wichtigsten Fachzeitschriften (weitere Zeitschriften befinden sich im Magazin und müssen bestellt werden)

Die zweisprachigen Wörterbücher aller Sprachen stehen in den Handbibliotheken für Allgemeines (HA/HB 2 A).

Bibliographien zur Keltologie sind in den Bibliographischen Handbibliotheken aufgestellt:

 

Grafik Haus Potsdamer Straße

Haus Potsdamer Straße:
HB 1 Mf

Grafik Haus Unter den Linden

Haus Unter den Linden:
HA 1 Mf (Sprachen und Literaturen)

Kontakt

Für wissenschaftliche Fachinformation wenden Sie sich an:

Dr. Jochen Haug

Fachreferent für Anglistik und Amerikanistik sowie Keltologie.

E-Mail: Dr. Jochen Haug
Tel.: +49 30 266 433153

Vertretung: Susanne Henschel

Anfragen zum Thema

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Dienstleistungsumfang

  • Wir informieren Sie zu allen Belangen der Bibliotheksbenutzung und helfen Ihnen beim Auffinden und bei der Benutzung der vielfältigen Angebote und Bestände der Staatsbibliothek.
  • Wir unterstützen Sie bei der Literaturrecherche in Katalogen, Bibliographien und Datenbanken und nehmen aufgrund Ihrer Anfrage gegebenenfalls auch Einsicht in unsere Bestände.
  • Unser Informationsangebot ist kostenlos und steht allen Interessierten zur Verfügung.
  • Wir beantworten Ihre Fragen schnellstmöglich. Wenn die Bearbeitung innerhalb einer Woche nicht möglich ist, erhalten Sie von uns einen Zwischenbescheid. Informationen zu Reproduktionsmöglichkeiten in der Staatsbibliothek finden Sie auf der Seite Digitalisate und Reproduktionen.
  • Bei umfangreichen Anfragen behalten wir uns die Überprüfung von maximal 10 Positionen vor.
  • Nicht zu unserem Leistungsumfang zählen Literaturzusammenstellungen, Wertermittlungen, Transkriptionen und Übersetzungen, kommerzielle Empfehlungen sowie medizinische und juristische Beratung.
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