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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Geistes- und Sozialwissenschaften

Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft

Forschungsstufe

Die Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft sowie die Vergleichende Sprachwissen-schaft, die Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik) und die Indogermanistik stehen mit den Einzelphilologien in lebhaften Wechselbeziehungen. Diese Konstellation hat im Zusammenwirken mit der traditionsreichen Pflege der meisten Philologien in der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB-PK) einen hohen Literaturbedarf zur Folge, dem durch die Erwerbung einer sehr breiten Literaturauswahl Rechnung zu tragen ist. Mehr noch als in Deutschland handelt es sich im angloamerikanischen Raum vor allem bei Komparatistik und Allgemeiner Sprachwissenschaft um Disziplinen mit einer intensiven Publikationstätigkeit. Hinzu tritt der interdisziplinäre Charakter der Fächer, die nicht nur für die Forschung in den Einzelphilologien, sondern besonders auch im Bereich der medien-, film- und theaterwissenschaftlichen Forschung von Relevanz sind. Die Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft bildet daher in der SBB-PK einen Sammelschwerpunkt. Inhaltliche Schwerpunkte gibt es ebenso wenig wie inhaltliche Einschränkungen.

Breite Auswahl

  • Forschungsliteratur: Aus der wissenschaftlichen bzw. wissenschaftlich relevanten Literatur mit umfassender, aber auch mit spezieller Thematik ist eine breite bis sehr breite Auswahl zu treffen. Dies gilt auch für die Angewandte Sprachwissenschaft einschließlich ihrer Teildisziplinen und Arbeitsgebiete, soweit sie theoretisch betrieben werden.
  • Referenzliteratur: Fachlexika, allgemeine sowie motiv- und gattungsspezifische Literaturgeschichten sowie Enzyklopädien und Adressbücher, also jegliche Literaturform mit Handbuchcharakter.

Differenzierte Auswahl

  • Zeitschriften spielen eine zentrale Rolle, ihre Auswahl orientiert sich an Kriterien wie: Herausgeber/-kollegium, Anbindung an ein Institut/eine Gesellschaft, Verlagszugehörigkeit, Mitarbeiterkreis, Thematik, Publikationssprache. Ziel muss es sein, die Standardzeitschriften in einer sehr umfangreichen Auswahl zu beziehen, die übrigen wenigstens so weit, dass alle wichtigen Teildisziplinen repräsentativ abgedeckt werden.

Strenge Auswahl

  • Texteditionen: Textanthologien sind in der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft von vergleichsweise geringer Bedeutung. Insgesamt ist für sie eine sehr strenge Auswahl angezeigt. Etwas großzügiger kann nur bei stärker gattungs- bzw. motivspezifischen Anthologien, insbesondere im Bereich der Volksliteratur (Märchen, Sagen, Legenden), verfahren werden. Anthologien, in denen jeder Text in seiner Originalsprache Originalsprache geboten wird, gibt es so gut wie überhaupt nicht. Daher ist die Erwerbung von Übersetzungen notwendig.
  • Einführende Studienliteratur: hier werden nur einige wenige Standardwerke unterstützend zur Forschungsliteratur erworben.
  • Graue Literatur

Verzicht

  • Reader für den Gebrauch im Hochschulstudium, Kleinschrifttum
  • Auf die in großer Zahl erscheinende reine Praktikerliteratur, vor allem im Bereich Sprachdidaktik, wird weitestgehend verzichtet.

Sprachliche und regionale Aspekte

Es gilt in der Regel das Prinzip, wissenschaftlich relevante Literatur in der Originalsprache zu erwerben. Forschungsliteratur in deutscher Übersetzung wird nur dann beschafft, wenn das Original in einer entlegeneren Sprache erschienen und die Rezeption somit hierdurch signifikant erschwert ist.

Es dominieren Publikationen aus West-, Mittel- und Nordeuropa sowie Nordamerika; überproportional vertreten sind die Niederlande. Hinzuweisen ist darauf, dass vor allem in der Sprachwissenschaft auch in Nordeuropa und in den Beneluxländern zunehmend in englischer Sprache publiziert wird. In der allgemeinen und vergleichenden Literaturwis-senschaft sowie in den deutsch- und romanischsprachigen Ländern ist dies in geringerem Ausmaß der Fall.

Die regionalen Sondersammlungen erwerben Literatur mit ihrem jeweiligen regionalen Bezug gemäß ihrer eigens definierten Sammlungsintensität.