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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Geistes- und Sozialwissenschaften

Buch- und Bibliothekswesen

Forschungsstufe

In der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB-PK) als einer der größten Bibliotheken Europas kommt dem Bereich des Buch-, Schrift- und Bibliothekswesens besondere Bedeutung zu. Es wird als Sammelschwerpunkt mit breiter Literaturauswahl gepflegt. Bei den einzelnen Teildisziplinen besteht eine fachliche Nähe zu den historischen Hilfswissenschaften, der Bibliophilie und der Handschriften- und Inkunabelkunde und zum Alten Buch. Die Sammlung umfasst das Dokumentations- und Informationswesen im Ganzen; die Fachdokumentation und -information wird vom jeweiligen Fach gesammelt.
Einen besonderen Schwerpunkt der SBB-PK bilden bibliographienkundliche Veröffentlichungen. 

Breite Auswahl

  • Literatur mit Quellencharakter, v. a. mit historischer Komponente (z.B. Kataloge historischer Bibliotheksbestände, bibliothekarische Regelwerke und Systematiken, Verlagsgesamtkataloge, Verzeichnisse der historischen Buchproduktion eines Ortes oder einer Offizin), wird in breiter Auswahl beschafft. 
  • Repertorien (z. B. Verzeichnisse von Drucktypen, Schriften) 
  • Forschungsliteratur: Wissenschaftliche Abhandlungen im Bereich Buch-, Schrift- und Bibliothekswesen werden umfassend gesammelt. 
  • Referenzliteratur für die Lesesaalaufstellung (Adressbücher, Fachlexika, Handbücher, Personenverzeichnisse, terminologische Wörterbücher) 
  • Biographische Darstellungen, z.B. zu Persönlichkeiten aus den Bereichen Bibliothek, Buchhandel, Druckwesen, Verlag und zu Sammlerinnen und Sammlern.
  • Historische Darstellungen von Institutionen aus dem Bereich des Faches sowie Festschriften für Bibliothekarinnen und Bibliothekare und Buchwissenschaftlerinnen und Buchwissenschaftler werden in großer Dichte gesammelt. 

Differenzierte Auswahl

  • Praktiker- und Studienliteratur wird erworben, soweit sie für den bibliothekarischen Beruf von Belang ist; hierzu gehören auch die Darstellungen von Institutionen, v.a. Bibliotheken, in aktueller Dimension (z.B. unter verwaltungs- und betriebswirtschaftlichen Aspekten) und die zahlreichen, aber oft ephemeren Werke zum Informationswesen und dem Einsatz der Informationstechnologie; sehr große Zurückhaltung wird bei dem Überangebot amerikanischer Veröffentlichungen zur Bibliotheksverwaltung und Informationstechnologie geübt. 
  • Für Zeitschriften gilt dies in analoger Weise; sie werden erworben, soweit sie wissenschaftlich relevant sind. 
  • Schriftenreihen: Bei durchweg unwissenschaftlicher Aufmachung der Reihe werden nur Einzeltitel erworben; wissenschaftliche Schriftenreihen werden möglichst vollständig beschafft. Tagungsbände werden bei über die Tagesaktualität hinausgehenden Themen umfassend, Berichte über Fortbildungsveranstaltungen generell nur in strenger Auswahl angeschafft. 
  • Ausstellungskataloge werden gesammelt, sofern sie wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. 
  • Bedeutende bibliothekarische Nachweisinstrumente werden unabhängig von der Materialform gesammelt. 

Strenge Auswahl

  • Graue Literatur wird in strenger Auswahl erworben; Ausnahme bilden die Jahresberichte bedeutender nationaler und internationaler Bibliotheken. 
  • Liebhaberstücke, bibliophile Publikationen werden in Einzelfällen angeschafft. 

Verzicht

  • Praktikerliteratur für die Buchhandels- und Druckerausbildung usw. wird nicht gesammelt.

Sprachliche und regionale Aspekte

Es gilt in der Regel das Prinzip, wissenschaftlich relevante Literatur in der Originalsprache zu erwerben. 

Der Schwerpunkt der Erwerbungen liegt, gemessen an der Literaturproduktion, im deutschsprachigen Bereich. Hohe Priorität kommt der Produktion der anderen germanischsprachigen und der romanischsprachigen Länder Europas sowie dem angloamerikanischen Bereich zu. 

Aufgrund der Kooperation der SBB-PK mit dem Ibero-Amerikanischen Institut wird Schrifttum zu Iberoamerika nicht erworben; Literatur zu Spanien und Portugal wird nur in Ausnahmefällen beschafft, wie z.B. überregionale, vorwiegend Europa betreffende Werke sowie Werke ohne Regionalbezug. 

Die regionalen Sondersammlungen erwerben Literatur mit ihrem jeweiligen regionalen Bezug gemäß ihrer eigens definierten Sammlungsintensität.