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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Geistes- und Sozialwissenschaften

Gender Studies

Forschungsstufe

Die Gender Studies untersuchen die Repräsentation von sozialem Geschlecht in Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft. Die Bedeutung von Geschlecht nicht als biologisches Geschlecht sondern als soziokulturelles Konstrukt wird dabei kritisch hinterfragt. Ebenso sind die Beziehungen der Geschlechter untereinander wie auch die Beziehung zu anderen kulturellen Zusammenhängen Untersuchungsgegenstand. Traditionell sind die Gender Studies eng an die Sozialwissenschaften angelehnt, haben sich aber ähnlich wie die Kulturwissenschaften inzwischen als eigenes, interdisziplinär ausgerichtetes Fach im geistes- und sozialwissenschaftlichen Umfeld etabliert, das auch Beziehungen zum naturwissenschaftlich-technischen Fächerspektrum unterhält. Aufgrund ihrer engen historischen Verbindung mit den Sozialwissenschaften untersuchen die Gender Studies auch die Geschichte und Kultur der Frauen-, Lesben-, Schwulenbewegung. Die fachbezogenen Aspekte werden durch die entsprechenden Fächer umfassend gesammelt.

Breite Auswahl

  • Referenzliteratur wie Enzyklopädien, Handbücher, Gesamtdarstellungen und ähnliches wird umfassend erworben
  • Bibliographische Referenzliteratur
  • Habilitationsschriften
  • Festschriften und Biographien auf hohem wissenschaftlichen Niveau
  • Monographische Forschungsliteratur
  • Wissenschaftliche Schriftenreihen bei hoher Qualität

Differenzierte Auswahl

  • Tagungsliteratur
  • Dissertationen: im Buchhandel erscheinende Arbeiten werden, sofern sie den oben genannten prioritären Themengebieten zuordenbar sind, erworben
  • Einführende Studienliteratur
  • Graue Literatur und Kleinschrifttum können für die aktuelle Forschung sehr wichtig sein und werden in differenzierter Auswahl erworben

Verzicht

  • Populärwissenschaftliche Literatur wird nicht erworben
  • Dissertationen außerhalb des Buchhandels werden nur in Einzelfällen berücksichtigt

Sprachliche und regionale Aspekte

Im Allgemeinen wird die Literatur in der Originalsprache gekauft. Als Übersetzungen aus selteneren Sprachen kommen nur solche ins Deutsche oder Englische in Frage. Übersetzungen aus dem Deutschen, Englischen oder Französischen werden nicht gekauft, es sei denn, das Original ist nicht mehr erhältlich.

Der Schwerpunkt der Erwerbungen liegt im deutschsprachigen und angloamerikanischen Bereich. Die Publikationen dieser Sprachkreise sind gleichzusetzen und im Bestandsaufbau besonders hervorzuheben. Ebenfalls erworben wird die Produktion der anderen germanischsprachigen und der romanischsprachigen Länder Europas.

Durch die regionalen Sondersammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin erfahren die Räume Afrikas und Asiens eine differenzierte Gewichtung, Südost- und Ostasien werden auf einem hohen Sammlungsniveau gepflegt. Die Erwerbung der Literatur zu Lateinamerika, Spanien und Portugal erfolgt durch das benachbarte Ibero-Amerikanische Institut. In spanischer Sprache wird daher nur Referenzliteratur in Auswahl erworben.