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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Geistes- und Sozialwissenschaften

Klassische Philologie

Forschungsstufe

Dem Fach Klassische Philologie werden neben den Veröffentlichungen zur griechischen und lateinischen Sprache und Literatur des Altertums auch die zur byzantinischen sowie zur mittel- und neulateinischen Sprache und Literatur zugerechnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein ehemaliges Kernland der griechischen bzw. lateinischen Kultur handelt oder um ein Land, in dem sich die griechische bzw. lateinische Sprache erst später ausgebreitet hat.

Allgemeinere altertumswissenschaftliche Darstellungen, die sich um die Klassische Philologie zentrieren, werden dem Fach zugeordnet; hierzu zählen auch Veröffentlichungen zur Altertumswissenschaft, die inhaltlich umfassend sind oder als Sammelwerke Veröffentlichungen aus mehreren Fächern (Philologie, Archäologie, Geschichte, Religion/Theologie) enthalten. Auch alteuropäische indogermanische Einzelsprachen des europäischen Südens sowie altmediterrane und altkleinasiatische Sprachen und Literaturen gehören zum Fach Klassische Philologie, ebenso die Papyrologie und Epigraphik der zum Fach gehörenden Sprachen. 

Breite Auswahl

  • Texte und Quellen: Inschriftensammlungen, Papyrussammlungen, Fragmentesammlungen, wissenschaftlich edierte Textausgaben (Verzicht bei nichtwissenschaftlichen Teilausgaben), kommentierte Textausgaben
  • Forschungsliteratur: darunter Literatur zu antiken Autoren, soweit auf hohem wissenschaftlichen Niveau, wissenschaftliche Schriftenreihen möglichst vollständig
  • Referenzliteratur, insbesondere Enzyklopädien und allgemeine Nachschlagewerke sowie wissenschaftlich relevante Wörterbücher
  • Hochschulschriften: Habilitationsschriften werden möglichst vollständig, Dissertationen, soweit sie im Buchhandel erscheinen, weitgehend erworben.
  • Kongress- und Festschriften
  • Zeitschriften: neben den Standardzeitschriften auch speziellere Zeitschriften hochwertigen Charakters

Differenzierte Auswahl

  • Auflagenwerke: Häufig werden Textausgaben und Übersetzungen neu aufgelegt oder erscheinen als Reprints, teilweise unverändert oder nur „durchgesehen“. Im Einzelfall wird abgewogen, ob sie nach Zeitabstand und Ausmaß bzw. Art der Änderungen zu erwerben oder weitere Neuauflagen abzuwarten sind.

Strenge Auswahl

  • Schulliteratur ist bis auf einzelne Werke, d. h. vor allem qualitätsvolle Kommentare zu ausgewählten antiken Texten, nicht zu erwerben. 
  • Populärwissenschaftliche Literatur wird lediglich bei besonderer Qualität beschafft.

Verzicht

  • Textausgaben: Schul- und populäre Teilausgaben

Sprachliche und regionale Aspekte

Es gilt in der Regel das Prinzip, wissenschaftlich relevante Literatur in der Originalsprache zu erwerben, insbesondere die Primärliteratur. Wichtige wissenschaftliche Abhandlungen in deutscher Übersetzung werden aber gekauft, wenn das Original nicht vorhanden und vergriffen, die Übersetzung aufgrund einer wesentlichen Erweiterung einen eigenen wissenschaftlichen Wert hat. 

Überwiegend wird Literatur aus dem deutschen Sprachraum erworben, gefolgt von jener des romanischen Sprachraumes. Die der weiteren Erscheinungsländer und Regionen (Großbritannien, Griechenland, den Niederlanden und Nordeuropa) sind nachgeordnet. Die regionalen Sondersammlungen erwerben Literatur mit ihrem jeweiligen regionalen Bezug gemäß ihrer eigens definierten Sammlungsintensität; osteuropäische Literatur ist insbesondere zur Byzantinistik zu berücksichtigen.