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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Geistes- und Sozialwissenschaften

Kleinere Philologien

Differenzierte Stufung

Baskisch

Informationsstufe

Zur baskischen Sprache und Literatur wird ein Grundbestand der erscheinenden Publikationen (insbesondere an Referenzmaterialien) für die vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft gesammelt. Im Vordergrund der Erwerbungen stehen Textausgaben, möglichst in wissenschaftlich edierter Form, Nachschlagewerke sowie grundlegende wissenschaftliche Sekundärliteratur, die überwiegend nicht in baskischer Sprache erscheint.

Generell rekurriert die Staatsbibliothek zu Berlin darauf, dass das Ibero-Amerikanische Institut die Literatur zum Baskenland in seiner Sammlung intensiv berücksichtigt.

Keltologie

Studienstufe

Zur Keltologie werden die inselkeltischen Sprachen Kymrisch (Wales), Bretonisch (Bretagne), Kornisch (Cornwall), Irisch (Irland), Schottisch-Gälisch (Schottland) und Manx (Insel Man) sowie die bereits in der Antike ausgestorbenen festlandkeltischen Sprachen gerechnet. Im Zusammenhang mit der Renaissance der keltischen Sprachen und Literaturen ist international ein steigendes wissenschaftliches Interesse an der keltischen Philologie zu verzeichnen. Im Vergleich zu anderen neueren Philologien ist die Keltologie dennoch wenig literaturintensiv, so dass Texte und Quellen sowie die wissenschaftliche Literatur in großer Breite erworben werden können.

  • Texte- und Quelleneditionen: Überwiegend werden Texteditionen in den Originalsprachen erworben. Dieses Prinzip wird durchbrochen, wenn fundierte zweisprachige Ausgaben bzw. Übersetzungen von Quellen vorliegen.
  • Gegenwartsliteratur: Es werden in repräsentativer Auswahl Werke erworben, die für die Entwicklung der keltischen Literaturen und für ihre Rezeption in anderen Sprachkreisen bedeutend sind, ggf. auch in zweisprachigen Ausgaben.
  • Wissenschaftliche Sekundärliteratur wird bevorzugt in englischer, französischer oder deutscher Sprache erworben, sofern eine entsprechende Ausgabe bzw. Übersetzung vorliegt.

Indianer- und Eskimosprachen

Informationsstufe

Die Indianer- und Eskimosprachen sind in der Staatsbibliothek zu Berlin ein sehr kleines Sammelgebiet. Für die Sprachwissenschaft hat ihre Erforschung in den letzten Jahrzehnten eine gewisse Bedeutung gewonnen. Sie zeichnen sich durch sprachtypologische Besonderheiten aus, die für die Allgemeine Sprachwissenschaft von Bedeutung sind. Die Vielfalt der Sprachfamilien innerhalb der Indianer- und Eskimosprachen ist vergleichsweise sehr groß, was für die allgemeine sprachgeschichtliche Forschung, die Völkerkunde und die Urgeschichte wichtig ist.

Zu den Indianersprachen erscheinen meistens Lexika zu einzelnen Sprachen, sprachwissenschaftliche Monographien zu speziellen Themen, Konferenzberichte oder Sammlungen von Mythen oder Kurzgeschichten, die gegebenenfalls auch in deutscher Übersetzung gekauft werden. Zu den Eskimosprachen gibt es außer (meist einführenden) Grammatiken und Lehrbüchern teilweise auch Fachliteratur und staatliche Publikationen (aus Grönland und Kanada).

Zunehmend wird speziellere Forschungsliteratur, vorwiegend in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Kanada, publiziert. Bezüglich der Eskimosprachen erscheint, historisch bedingt, relativ viel Literatur in Dänemark, teilweise auch in Grönland und Kanada. Das Ibero-Amerikanische Institut sammelt Veröffentlichungen über die südamerikanischen Indianersprachen, wogegen die Staatsbibliothek zu Berlin Literatur über die nordamerikanischen Indianersprachen und zu den Indianersprachen allgemein erwirbt.

Kunstsprachen, insbesondere Esperanto

Informationsstufe

Literatur zu und in Kunstsprachen, insbesondere Esperanto, wird vor allem in Form von Wörterbüchern (vor allem zum neu entwickelten Wortschatz), umfangreicheren Grammatiken und geschichtlichen Darstellungen sowie Lehrbüchern gesammelt. Belletristische Texte, deren Originalsprache eine Kunstsprache ist, sind außerordentlich selten. Hingegen werden Übersetzungen belletristischer Werke in eine Kunstsprache nicht erworben.

Die Staatsbibliothek zu Berlin sammelt ebenfalls die Literatur zu anderen kleineren Philologien, die in vielen Fällen von den regionalen Sondersammlungen mit ihrem jeweiligen regionalen Bezug gemäß ihrer eigens definierten Sammlungsintensität betreut wird.