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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Geistes- und Sozialwissenschaften

Publizistik

Studienstufe

Die Publizistik beschäftigt sich innerhalb der Sozialwissenschaften mit den Massenmedien und ihrer Wirkung auf die Öffentlichkeit. Ihr Gegenstand ist die öffentliche Aussage als zwischenmenschliches Verständigungs- und Beeinflussungsmittel, also das gesellschaftliche Phänomen der öffentlichen Kommunikation. Massenmedien im Sinne des Fachs sind Presse, Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), Film und - soweit nicht die Musik und das Postwesen betroffen sind - die audiovisuellen und neuen Medien. 

Breite Auswahl

  • Referenzliteratur, interdisziplinäre und historisch ausgerichtete Literatur insbesondere für die Lesesaalaufstellung
  • Festschriften für Publizistikwissenschaftler und verdiente Persönlichkeiten des Presse-, Rundfunk- und Filmwesens werden in großer Dichte gesammelt.

Differenzierte Auswahl

  • Forschungsliteratur: Die wissenschaftliche Grundlagen- und systematische Forschungsliteratur sowie die Literatur von informativem und dokumentarischem Wert werden in angemessener Auswahl erworben. Dabei gilt ersterer der Vorrang vor letzterer und der allgemeinen wissenschaftlichen Literatur der Vorrang vor der Spezialliteratur. Einen breiten Raum nimmt die Aussagenanalyse ein.
  • Wissenschaftlich relevante Schriftenreihen werden je nach Qualität breit oder in Auswahl erworben.
  • Periodika: Fachzeitschriften, die universal sind und Beständigkeit aufweisen, werden bevorzugt gesammelt. Die Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Publizistik sind zahlreich, doch vielfach nur kurzlebig.
  • Hochschulschriften: Habilitationsschriften, so speziell ihr Inhalt auch sein mag, sind stets erwerbungswürdig. Im Buchhandel erhältliche Dissertationen, die wichtige Forschungsarbeiten darstellen, werden in sehr strenger Auswahl beschafft, auf außerhalb des Buchhandels erschienene Dissertationen wird verzichtet.
  • Biographien werden breit gesammelt mit folgender Differenzierung: Biographien zu namhaften Presseverlegerinnen und -verlegern sowie Journalistinnen und Journalisten. Biographien von Filmschaffenden: nicht nur die bekanntesten Persönlichkeiten, sondern auch die von Personen mittleren Bekanntheitsgrades, da es sich bei diesen Biographien in der Regel um Biobibliographien handelt, also um Informationen, die die allgemeine Referenzliteratur so detailliert nicht enthält. Auf Autobiographien wird besonderer Wert gelegt.
  • Bildwerke: Darstellungen zur Publizistik, vor allem zum Filmwesen, sind vielfach stark illustriert, was ihrem wissenschaftlichen Wert keinen Abbruch tut, sondern sogar förderlich sein kann. 

Strenge Auswahl

  • Tagungsberichte werden, je nach ihrer Bedeutung, in einer sehr geringen Auswahl erworben, Berichte von Filmfestspielen und dergleichen kaum.
  • Populäre Darstellungen: Darstellungen zum Filmwesen sind vielfach populär. Anders als im Presse- und Rundfunkwesen erfüllen diese populär aufgemachten Werke oft einen Zweck als Informationsmedium und sind deswegen in diesem von der Sache her populären Bereich auch anschaffenswert.
  • Quellen: Neben der in der SBB-PK intensiv gepflegten Zeitungssammlung werden weitere Quellen zur Publizistik kaum erworben.

 Verzicht

  • Schöngeistige fachbezogene Bücher, Praktikeranleitungen und Berufseinführungen
  • Hörfunksendungen und Drehbücher zu Filmen und Videofilmen
  • Bilddokumentationen zum Leben von Schauspielerinnen und Schauspielern und zu einzelnen Filmgattungen
  • Einführungen und Lehrbücher für das Hochschulstudium
  • Graue Literatur wird in der Regel nicht erworben, dies gilt ebenso für Kleinschrifttum

Sprachliche und regionale Aspekte 

Es wird in der Regel ausschließlich originalsprachige Literatur erworben, deutsche und englische Publikationen dominieren, gefolgt von Literatur in französischer Sprache. Da wichtige Referenz- und Forschungsliteratur aber auch in italienischer, schwedischer und dänischer Sprache erscheint, werden diese Sprachen bei der Erwerbung der französischen in etwa gleichgesetzt. 

Für deutsche Regionalliteratur gilt im Allgemeinen eine Beschaffungsrangfolge Raum Berlin, übrige Ballungsgebiete, ehemaliges Preußen, übriges Deutschland. Die sonstige regionale Schwerpunktbildung ergibt sich aus der Bedeutung der Publizistik in den einzelnen Ländern. Großbritannien, Frankreich, Italien und die USA stehen an erster Stelle. 

Aufgrund der Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin mit dem Ibero-Amerikanischen Institut wird Schrifttum zur Publizistik Iberoamerikas nicht erworben, zu Spanien und Portugal nur in Ausnahmefällen, wie z.B. überregionale, vorwiegend Europa betreffende Nachschlagewerke sowie Werke ohne Regionalbezug. 

Die übrigen Weltgegenden werden entsprechend der Sammlungsintensität der regionalen Sondersammlungen erworben.