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Bestandsaufbau

Grundsätze des Bestandsaufbaus / Fächerprofile: Naturwissenschaften und Technik

Fächergruppe Naturwissenschaften, Technik, Medizin, Mathematik – wissenschaftshistorische, philosophische, gesellschaftliche oder kulturwissenschaftliche Dimension

Dazu zählen folgende Fächer: Allgemeine Naturwissenschaften, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Landwirtschaft, Mathematik, Medizin, Physik, Technik

Forschungsstufe

Erwerbungsziel in den genannten Fächern ist es, einen Bestand an wissenschaftlicher Literatur aufzubauen, der die historische, philosophische, gesellschaftliche und kulturwissenschaftliche Dimension umfasst. Auf die Erwerbung von Literatur, die aktuelle Entwicklungen der Forschung und rein technische und / oder naturwissenschaftliche Inhalte vermittelt, wird in den genannten Fächern verzichtet.

Inhaltliche Schwerpunktsetzungen in den einzelnen Fächern

Allgemeine Naturwissenschaften

Einen hohen Stellenwert genießen wissenschaftsrelevante Darstellungen über allgemeine wissenschaftliche Institutionen in Deutschland, Forschungsergebnisse über das Leben und Werk von Universalgelehrten überregionaler Bedeutung sowie wissenschaftshistorische und philosophisch-theoretische Betrachtungen über die Naturwissenschaften im Allgemeinen.

Astronomie, Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik, Technik

In den Fächern Astronomie und Chemie wird Literatur zu den historischen Teildisziplinen Astrologie und Alchemie in hoher Intensität gesammelt. Bei der Biologie bildet Literatur zu Fragen der Bioethik einen fachlichen Schwerpunkt. In den Fächern Informatik, Mathematik, Physik und Technik erfolgt keine spezielle Schwerpunktsetzung.

Geowissenschaften

Im Fach Geowissenschaften liegt der Schwerpunkt auf der Paläontologie wegen ihres Bezugs zur Archäologie sowie zur Ur- und Frühgeschichte.

Landwirtschaft

Auf Grund der engen Bezüge der Landwirtschaft zu den Themenbereichen Wirtschaft, Umwelt, Soziologie, Politik, Ernährung und Energiewirtschaft ist die Landwirtschaft stark interdisziplinär ausgerichtet. Diesem Aspekt wird beim Bestandsaufbau Rechnung getragen.

Medizin

Der Schwerpunkt der Erwerbungstätigkeit liegt in der Medizin neben Publikationen zur Medizingeschichte auf Literatur mit Bezug zur Philosophie (Schwerpunkt Medizinethik) sowie auf Publikationen, die sich den Bezügen zwischen Medizin und Kunst, Sprach- und Literaturwissenschaft, Religion, Theologie, Ethnologie, Politik, Soziologie (öffentliche und soziale Medizin), Wirtschaft, Recht sowie Psychologie widmen.

Formale Erwerbungskriterien

Es werden in breiter Auswahl Quelleneditionen, Biographien, Referenz- und Forschungsliteratur sowie Zeitschriften - bevorzugt in elektronischer Form erworben, die die Geschichte der Fächer thematisieren oder von philosophischer, gesellschaftlicher oder kulturwissenschaftlicher Relevanz sind.

Sprachliche und regionale Aspekte

Wissenschaftlich relevante Literatur in der Originalsprache genießt grundsätzlich Vorrang vor der Übersetzung. Es können auch deutsche Übersetzungen fremdsprachiger (auch englischsprachiger) Originalausgaben erworben werden. Übersetzungen aus dem Deutschen oder Englischen werden nicht gekauft, es sei denn das Original ist nicht mehr erhältlich oder es handelt sich bei der deutschen Übersetzung um eine Parallelausgabe. Übersetzungen aus schwer zugänglichen Sprachen werden erworben, sofern es Übersetzungen in eine der oben genannten Sprachen sind.

Da Englisch in der internationalen Kommunikation in den Naturwissenschaften dominiert, ist Englisch bei der Titelselektion die bevorzugte Publikationssprache. Stärkere Berücksichtigung finden auch Veröffentlichungen in deutscher Sprache. In geringerem Umfang werden auch Publikationen in französischer, italienischer, niederländischer oder den skandinavischen Sprache erworben, wenn es sich um Titel mit historischem, philosophischem, gesellschaftlichem oder kulturwissenschaftlichem Bezug handelt.

Bei Forschungsliteratur mit inhaltlich-regionalem Bezug werden Arbeiten mit allgemeinem, historischem, biographischem und institutionellem Aspekt zu allen Regionen der Welt berücksichtigt. Generell wird Schrifttum, das sich auf deutsche Verhältnisse bezieht, bei der Selektion bevorzugt.

Aufgrund der Kooperation der SBB mit dem IAI wird das Schrifttum Iberoamerikas in der Regel nicht erworben. Durch die regionalen Sondersammlungen der SBB, deren Sammlung sich nicht auf den geisteswissenschaftlichen Literatursektor beschränken, erfahren die Räume Afrikas und Asiens eine differenzierte Gewichtung; Südost- und Ostasien werden auf höherem Niveau als die übrigen Regionen gepflegt.