Sondersammelgebiet Recht

Bestände

Der Rechtswissenschaft kommt als Sondersammelgebiet (DFG) bei der Staatsbibliothek zu Berlin eine zentrale Bedeutung zu.

Zum Erwerbungsprofil der Staatsbibliothek

Diese Seite informiert Sie über folgende Themen:
 
•    Neuere Bestände zur Rechtswissenschaft
•    Ausführliche Informationen zu den Grundsätzen des Bestandsaufbaus im Fach Rechtswissenschaft
•    Sachliche Suche nach neueren Beständen zur Rechtswissenschaft
•    Historische Bestände zur Rechtswissenschaft
•    Verluste durch den Zweiten Weltkrieg
•    Sachliche Suche nach historischen Beständen zur Rechtswissenschaft

Neuere Bestände

Allgemeines

Mit über 900.000 Bänden an Monographien, Zeitschriften, Gesetzesblättern und Entscheidungssammlungen verfügt die Staatsbibliothek heute über den größten Bestand an juristischen Quellen und Sekundärliteratur in Deutschland.

Seit 1975 wird die Erwerbung von Ressourcen zum ausländischen Recht mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Sondersammelgebiet 2 im Rahmen des SSG Verteilungsplans der DFG  gepflegt.

Die Intensität des Sammelauftrags ist abhängig von den einzelnen Sachgebieten und den Regionen.

Umfassend wird die Rechtsliteratur Deutschlands, seiner Nachbarländer, Großbritanniens, Italiens und der USA beschafft und zwar in Hinblick auf Werke, die mehrere Rechtsgebiete, Rechtsvergleichung, Rechtsvereinheitlichung sowie Rechts und Verfassungsgeschichte zum Inhalt haben.

Diese Grundsätze einer Erwerbung auf höchster Stufe gelten auch bei deutscher, englischer und französischer Literatur zum internationalen Recht, zum Recht internationaler Organisationen (UN, EU) und zu allgemeinen Disziplinen wie Rechtstheorie, Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtstatsachenforschung, internationales Kirchenrecht sowie Rechtsgeschichte.

Literatur zu diesen Themenkomplexen in anderen westeuropäischen und nordeuropäischen Sprachen sowie auf Italienisch, Polnisch und Russisch wird nach der Maßgabe „Forschungsstufe“ gesammelt.

Eine solche Ausrichtung gilt auch für die Gebiete Privatrecht, Handels , Gesellschafts  und Wirtschaftsrecht, Staats  und Verfassungsrecht, Urheberrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Strafrecht, Strafverfahrensrecht und Kirchenrecht.

Wichtige Referenzmaterialien, Gesetzestexte, Kommentare und Zeitschriften stehen dem Nutzer teilweise auch als Datenbanken zur Verfügung.

Suche

Sachliche Suche nach neueren Beständen zur Rechtswissenschaft

Die nach 1909 erworbenen Materialien und ältere Literatur in Auswahl sind im elektronischen Katalog der Staatsbibliothek (StaBiKat)  verzeichnet und     alphabetisch bzw. zum Teil sachlich suchbar.

Zur sachlichen Suche empfiehlt sich zudem in vielen Fällen der Neue Sachkatalog (NSK) , der bis 1999 geführt wurde und systematisch aufgebaut ist. Literatur zur Rechtswissenschaft ist dort vor allem bei den Notationen „Rec“ und „Sta“. Die Notationen des NSK für nach 1985 erworbene Werke sind bereits im elektronischen Katalog enthalten. Für die zwischen 1945 und 1985 in der Staatsbibliothek (West) erworbene Literatur muß noch der Zettelkatalog genutzt werden (Standort: Katalogzentrum des Hauses Potsdamer Straße).

Die 1956 - 1991 in der Staatsbibliothek (Ost) erworbene Literatur ist sachlich im Neuen Systematischen Katalog (NSyKa)  nachgewiesen (Standort: Katalogzentrum des Hauses Unter den Linden).

Systematische Suche in der ViFa Recht

Über die folgende juristische Systematik kann hier der wesentliche ab 1985 erworbene rechtswissenschaftliche Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin durchsucht werden.

Historische Bestände

Allgemeines

Der historische Bestand ist im Alten Realkatalog (ARK) systematisch verzeichnet (vgl. auch die Benutzungshinweise). Die Recherche ist teilweise im StaBiKat, ansonsten anhand der Microfiches des ARK nach den jeweiligen Signaturenbereichen möglich (Standort: Katalogzentren der Häuser Potsdamer Straße und Unter den Linden). Im Informationszentrum im Haus Unter den Linden steht als zusätzliches Hilfsmittel das Schlagwortregister zum ARK in Zettelform zur Verfügung.

Die Bestandsgruppe Recht umfaßt die Signaturenbereiche Fi bis Ht, im einzelnen:

Verluste durch den Zweiten Weltkrieg

Die Bestandsgruppe Recht kehrte nach 1945 in erheblichem Umfang wieder aus den Auslagerungsorten zurück. Nur ein geringer Teil des Bestandes zählt zu den Kriegsverlusten bzw. den nach wie vor ausgelagerten Beständen.

Suche

Der historische Bestand ist im Alten Realkatalog (ARK) systematisch verzeichnet (vgl. auch die Benutzungshinweise). Die Recherche ist teilweise im StaBiKat, ansonsten anhand der Microfiches des ARK nach den jeweiligen Signaturenbereichen möglich (Standort: Katalogzentren der Häuser Potsdamer Straße und Unter den Linden). Im Informationszentrum im Haus Unter den Linden steht als zusätzliches Hilfsmittel das Schlagwortregister zum ARK in Zettelform zur Verfügung.

Die Bestandsgruppe Recht umfaßt die Signaturenbereiche Fi bis Ht, im einzelnen:

Fi-Fk Jurisprudenz Allgemeines (5 Katalogbände)
Fl-Fm Natur- und Völkerrecht (10 Katalogbände und 1 Lückenkartei)
Fn-Fo Handelsrecht (6 Katalogbände)
Fp-Ft Kirchenrecht (6 Katalogbände)
Fu-Fz Strafrecht (13 Katalogbände)
G-Gk Römisches Recht (11 Katalogbände)
Gl-Gq Deutsches Recht mit Partikularrecht (24 Katalogbände und 1 Lückenkartei)
Gr-Gu Preußisches Recht (10 Katalogbände)
Gv-Gz Deutsches Staatsrecht (19 Katalogbände)
H-Ha Lehnrecht (2 Katalogbände)
Hb-Hf Zivilprozeß (6 Katalogbände)
Hg-Hi Entscheidungen und Gutachten (3 Katalogbände)
Hk-Ho Fremde Rechte (22 Katalogbände)
Hp-Ht Französisches Recht (5 Katalogbände)

Die Abfolge der Länder im Bereich "Fremde Rechte" läuft, beginnend mit Europa, prinzipiell von West nach Ost: von Portugal bis zu den Balkanländern, darauf folgen die Länder Asiens, Afrikas, Amerikas und Australiens. Die Zuordnung der Länder, Regionen, Provinzen und Orte richtet sich nach den politischen Gegebenheiten der Entstehungszeit des ARK Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Aufgrund ihres großen Umfangs wurde die Literatur zum französischen Recht separat am Ende der Länderabfolge verzeichnet.
Die Länderabfolge können Sie auch als PDF-Dokument herunterladen.

Folgende Sondersammlungen mit eigenen Signaturen außerhalb der alphabetischen Abfolge der Signaturenbereiche des Alten Realkataloges verzeichnen ebenfalls juristische Literatur:

    Eine bedeutende Sammlung preußischer Rechtsquellen enthält das Archiv der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (Signatur 2° An 8630-1 R bis 2° An 8630-69 R). Literatur zum Recht findet sich aber auch in anderen Bestandsgruppen, z.B. bei der Allgemeinen Staatsrechtslehre mit dem Öffentlichen Recht (F-Fa), bei der Staatsverwaltung (Fb), beim Gefängniswesen (Fd), bei der Gerichtsmedizin (Kr) oder beim Hexenwesen (N).

    Werke zur Rechtsgeschichte, die einen konkreten Bezug zu einem Land, einer Region oder einem Ort besitzen, können auch bei der Landeskunde verzeichnet sein. Werkausgaben und Biographien schriftstellerisch tätiger Juristen wurden am Anfang des ARK in der Abteilung Allgemeines verzeichnet, suchbar in den Signaturenbereichen Ai-Ak und Ar-Ax.

     

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    Das Sondersammelgebiet Rechtswissenschaft wird gefördert von der DFG.

    E-Ressourcen

    Top-Datenbanken

    Deutsches Recht

    EU- und Internationales Recht

    Ausländisches Recht

    E-Books

    Elektronische Zeitschriften

    Nationallizenzen

    Weitere Elektronische Ressourcen

    Schulungen

    Lesesäle

    Handbibliotheken zur Rechtswissenschaft finden Sie in den Allgemeinen Lesesälen:

    Grafik Haus Potsdamer Straße

    Haus Potsdamer Straße:
    Signaturen: HB 10

    Grafik Haus Unter den Linden

    Haus Unter den Linden:
    Signaturen: HA 10

    Die Bücher werden in beiden Häusern nach derselben Systematik aufgestellt.

    Sie können im StaBiKat auch über die Lesesaal-Systematik navigieren.

    In den Handbibliotheken zur Rechtswissenschaft finden Sie:

    • wichtige Nachschlagewerke (fachliche und
      terminologische Wörterbücher,
      Abkürzungsverzeichnisse, Fachadressbücher) und
      Handbücher
    • wichtige Gesetzes-, Verordnungs- und Amtsblätter
      sowie Gesetzes- und Entscheidungssammlungen,
      Fundstellenverzeichnisse
    • Kommentare und Lehrbücher
    • die wichtigsten Fachzeitschriften mit dem aktuellen
      Jahrgang, z. T. mit mehreren Jahrgängen (weitere
      Zeitschriften befinden sich im Magazin und müssen
      bestellt werden)

    Bibliographien zur Rechtswissenschaft finden Sie in den Bibliographischen Handbibliotheken:

    Grafik Haus Potsdamer Straße

    Haus Potsdamer Straße:
    HB 1 R

    Grafik Haus Unter den Linden

    Haus Unter den Linden:
    HA 1 R (Gesellschaftswissenschaften)

     

    Zweisprachige Wörterbücher, allgemeine Enzyklopädien und biographische Nachschlagewerke finden Sie in den Handbibliotheken für Allgemeines (HA/HB 2 A - G).

    In der HB 10 Potsdamer Straße stehen Werke zum deutschen, internationalen und ausländischen Recht zur Verfügung, jedoch nur eine kleine Auswahl von Werken zum Recht Osteuropas, Afrikas, Asiens und Ozeaniens sowie zum Recht Spaniens, Portugals, Lateinamerikas und der Karibik. Umfangreichere Bestände finden Sie in den Lesesälen der regionalen Sonderabteilungen und in der Bibliothek des ebenfalls im Haus Potsdamer Straße beheimateten Ibero-Amerikanisches Instituts. Bitte beachten Sie die teilweise eingeschränkten Öffnungszeiten dieser Lesesäle!

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    Das Sondersammelgebiet Rechtswissenschaft wird gefördert von der DFG.

    Sondersammelgebiet Recht

    Projekte

    Virtuelle Fachbibliothek Recht

    Das Sondersammelgebiet Rechtswissenschaft an der Staatsbibliothek zu Berlin baut seit dem 1.11.2003 im Rahmen eines durch die DFG geförderten Projektes die Virtuelle Fachbibliothek Recht auf. Die ViFa Recht soll zum zentralen Internetportal für die Rechtswissenschaften entwickelt werden und auf qualitativ hochwertige, authentische und forschungsrelevante Quellen des Internets sowie Primär- und Sekundärliteratur ausgerichtet sein. Folgende Module stehen derzeit zur Verfügung:

    Aktuelle Digitalisierungsprojekte

    Juristische Zeitschriften 1703-1830

    In einem – von der DFG geförderten - Kooperationsprojekt mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte werden möglichst alle juristischen Zeitschriften des deutschen Sprachgebietes mit Erscheinungsbeginn 1703 bis 1830, wie sie in der Bibliographie von Joachim Kirchner aufgeführt sind, digitalisiert. Von den insgesamt 247 Titeln liegen 31 bereits in digitaler Form vor, so dass sich das Projekt auf insgesamt 216 Zeitschriften erstreckt. Projektgegenstand ist die Image-Digitalisierung der Zeitschriften sowie die formale Erschließung der Einzelbeiträge (Aufsätze, Miszellen, Rezensionen etc.) durch die Erstellung von Metadaten. Mit dem Projekt werden die Zeitschriften aller deutschsprachigen Territorien und aller juristischen Disziplinen in digitale Form überführt und der Wissenschaft in zeitgemäßer, elektronischer Weise zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.rg.mpg.de/de/bibliothek/digitalisierung-zeitschriften1703-1830/

    Deutsches Territorialrecht 1801-1900

    bisher digitalisierte Inhalte des Projekts

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat darüber hinaus ein eigenes Digitalisierungsprojekt des Sondersammelgebietes Recht der Staatsbibliothek zu Berlin zum deutschen Territorialrecht von 1801 bis 1900 bewilligt.

     Ziel des hier beantragten Vorhabens ist die Digitalisierung von rechtshistorischen Quellen aus dem Publikationszeitraum 1801-1900 mit dem Schwerpunkt auf dem deutschen Partikularrecht. Zunächst ist das Projekt damit auf ein Kernstück der historischen Rechtssammlung der Staatsbibliothek zu Berlin, den weltweit dichtesten Bestand zum deutschen Territorialrecht mit einem hohen Anteil seltener sowie unikaler Literatur begrenzt und umfasst ein Volumen von ca. 12.500 Bänden auf ca. 2,5 Mio. Seiten. Langfristig sollen alle maßgeblichen Bestandteile des gemeinfreien Korpus an juristischer Literatur in ein digitales Format überführt werden. Die Digitalisate werden ins Netz und damit der Forschung weltweit unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Eine grundlegende Strukturdatenerfassung, die auf funktionale Navigierbarkeit abhebt, erfolgt vor der Präsentation im Internet. Damit wird ein unmittelbarer Zugang geschaffen, der die Anforderungen des netzbasierten wissenschaftlichen Arbeitsverhaltens bedient. Die Bildqualität des digitalisierten Materials wird so gewählt, dass ein automatisiertes Texterkennungsverfahren problemlos angewendet werden kann.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

     

     

    Preußische Rechtsquellen Digital

    Die Staatsbibliothek zu Berlin ist aufgrund ihrer reichhaltigen Bestände an Preußischen Rechtsquellen bekannt. Mit dem Projekt "Preußische Rechtsquellen Digital" möchte sie einen Teil dieser Sammlung der Fachöffentlichkeit in digitaler Form zur Verfügung stellen.
    Hauptaugenmerk des Digitalisierungsprojektes ist der gezielte und verbesserte Zugriff auf die einzelnen Quellen nach verschiedenen Gesichtspunkten, die das einfache und schnelle Auffinden ermöglichen sollen.

    Weitere Projekte

    Mit dem Projekt ARK-Online verfolgt die Staatsbibliothek zu Berlin das Ziel, den größten Altbestands-Sachkatalog Deutschlands online für Recherchen zugänglich zu machen. Der Sachkatalog - der Alte Realkatalog (ARK) - verzeichnet rund 3 Millionen Titel aus dem Erscheinungszeitraum 1501 bis 1955. Die Systematik wird vollständig elektronisch erfasst und so die Voraussetzung für die Entwicklung und Implementierung eines WWW-fähigen Such- und Navigationssystems mit einer Schnittstelle zum OPAC / StaBiKat der Staatsbibliothek geschaffen. Seit dem 1. Juli 2005 wird in einem ersten Schritt das Teilgebiet "Rechtswissenschaft" (146 Katalogbände) über den OPAC zur Verfügung gestellt.

    Ebenfalls von rechtshistorischer Bedeutung sind die durch die Staatsbibliothek zu Berlin - als Kompetenzzentrum für die Erschließung handschriftlicher und gedruckter Quellen - betreuten Projekte wie die Handschriftendatenbank Manuscripta mediaevalia, die Verbunddatenbank für Nachlässe und Autographen KALLIOPE, der Gesamtkatalog der Gesamtkatalog der Wiegendrucke und das VD 17.

    Übersicht über die Projekte der Staatsbibliothek zu Berlin.

    Das Logo der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Das Sondersammelgebiet Rechtswissenschaft wird gefördert von der DFG.

    Kontakt

    Leitung: Ivo Vogel
    Gesamtkoordination, Recht Deutschlands, Österreichs und Osteuropas, angloamerikanischer Rechtskreis, Rechtsgeschichte (kommissarisch), Leitung des Projekts Virtuelle Fachbibliothek Recht (ViFa Recht).

    E-Mail: Ivo Vogel
    Tel.: +49 30 266 - 433210


    Armin Talke

    Fachreferent für den skandinavischen und romanischen Rechtskreis sowie das Recht der Schweiz.

    E-Mail: Armin Talke
    Tel.: +49 30 266 - 433220


    Angela Pohl

    Fachreferentin für die Virtuelle Fachbibliothek Recht.

    E-Mail: Angela Pohl
    Tel.: +49 30 266 - 433280


    Dr. Christian Mathieu
    Fachreferent für Rechtsgeschichte, Kunst, Historische Hilfswissenschaften, Buch- und Bibliothekswesen

    E-Mail: Dr. Christian Mathieu
    Tel.: +49 30 266 433240

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