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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Briefe und Kalendernotizen Wilhelm Furtwänglers von seiner Witwe geschenkt

Generaldirektor Jammers dankt Elisabeth Furtwängler mit Festveranstaltung.

Die Staatsbibliothek zu Berlin erhält einen Teil des Nachlasses Wilhelm Furtwänglers von seiner Witwe Elisabeth Furtwängler geschenkt. Briefe und Kalendernotizen des mit seiner Geburtsstadt Berlin beruflich stets eng verbundenen Komponisten und Dirigenten werden so der Wissenschaft für Forschungszwecke zugänglich gemacht. Die Übergabe der Briefe erfolgt nach und nach, sobald diese durch den Bearbeiter der geplanten Edition, Günter Birkner, übertragen sind. Ein Teil der Briefe und Kalendernotizen befindet sich bereits in der der Musikabteilung.

Aus Anlass der Schenkung findet heute auf Einladung des Generaldirektors der Staatsbibliothek zu Berlin, Antonius Jammers, im Beisein Elisabeth Furtwänglers eine Festveranstaltung im Otto-Braun-Saal statt. Moderiert von Klaus Lang, radio kultur, treten neben Frau Furtwängler und Günter Birkner auch der Leiter der Musikabteilung, Helmut Hell, sowie ein Weggefährte Wilhelm Furtwänglers bei den Berliner Philharmonikern, Hans Bastiaan, auf.

Die Schenkung umfasst Briefe aller Lebensstationen Wilhelm Furtwänglers - von seiner Jugend, in der er bereits begann, mit bedeutenden Persönlichkeiten des Musikfaches zu korrespondieren, bis zu seinem Tod 1954. Die Registratur der Personen, Vereine, Institutionen, Verlage und Schallplattenfirmen, mit denen Furtwängler zu allen ihn interessierenden Themen schriftlichen Austausch pflegte, umfasst rund 2000 Adressaten, darunter so bedeutende Persönlichkeiten wie Otto Klemperer, Raphael Kubelik, Erich Kleiber, Jehudi Menuhin, Boleslav Barlog und Emil Preetorius. Die Kalender umfassen dreißig Jahre, von 1924 bis 1954.

Für die Musikabteilung ist diese Schenkung in mehrfacher Hinsicht ein außerordentlicher Zugewinn: Dieser Teil des Nachlasses Furtwänglers ergänzt die hier bereits bestehende Sammlung von 410 überwiegend kompositorischen Nachlässen, denen oft auch Briefsammlungen beigegeben sind.Zugleich schließt der Briefnachlass eine Lücke innerhalb der Brief-Sammlungen des 20. Jahrhunderts in der Musikabteilung; der letzte übernommene Briefnachlass von herausragender Bedeutung war vom Komponisten Ferruccio Busoni aus den 20er Jahren.

In die Schenkung sind auch fremde Teilnachlässe integriert, z.B. Briefe von Ludwig Curtius, der Wilhelm Furtwängler ab seinem 12. Lebensjahr privat unterichtete und lebenslang mit ihm befreundet blieb. Curtius war so einer der Wegbereiter und zugleich ständiger Wegbegleiter der musikalischen Erfolge Wilhelm Furtwänglers.