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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Wissensfundus zur Berliner Familie Mendelssohn: Drei Publikationen aus den Quellen des Mendelssohn-Archivs

Der soeben veröffentlichte Stammbaum der Familie Mendelssohn ist das erste vollständige Verzeichnis der berühmten Berliner Familie. Hans-Günter Klein, früherer Leiter des Mendelssohn-Archivs der Staatsbibliothek zu Berlin, erarbeitete ein zweiteiliges genealogisches Verzeichnis, welches die sieben Generationen bis zur Gegenwart umfasst.

Zunächst sind die Lebensdaten der ersten vier Generationen dargestellt, ausgehend vom 1728 in Dessau geborenen Moses Mendelssohn. Zu den bekanntesten Personen gehören sein Sohn Joseph, Gründer des privaten Bankhauses Mendelssohn, seine Enkel Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy, beide Komponisten, sowie seine Urenkel Ernst Moses Felix von Mendelssohn-Bartholdy, nobilitierter Bankier, und Ernst Nathanael Kummer, einst Steglitzer Oberbaudirektor. Der zweite Teil des Verzeichnisses gliedert die Nachkommen der Urenkel, die fünfte bis siebte Generation, in 23 Stammbaumreihen. So weit möglich, wurden die Lebensdaten der ca. 900 Familienmitglieder um die jeweilige Berufsangabe ergänzt.

Die Bestandsübersicht für das Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin verzeichnet sämtliche Text- und Musikmanuskripte, Briefe und Nachlässe, Bilder, Skulpturen und Gegenstände der Familie, die bisher in dieses Archiv Eingang fanden. Das Mendelssohn-Archiv kam im Jahr 1964 als Depositum in die Obhut der Staatsbibliothek. Im Mendelssohn-Ausstellungsraum im Haus Potsdamer Straße 33 werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen Teile dieses Archivs einem breiten Publikum vorgestellt. Noch bis Ende Dezember 2004 sind Dokumente aus dem Archiv der Mendelssohn-Bank 1806-1874 zu sehen.

Der Reichert-Verlag Wiesbaden brachte soeben die Publikation „Fanny Hensel. Briefe aus Venedig und Neapel an ihre Familie in Berlin 1839/40“ heraus. Die Enkelin des Stammvaters Moses Mendelssohn, zugleich Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, unternahm im Jahr 1839 gemeinsam mit ihrem Mann, dem Maler Wilhelm Hensel, eine Reise über Venedig nach Rom und von dort über Neapel zurück. Die erhaltenen Briefe, welche Fanny Hensel aus Italien an ihre Familie sandte, sind jetzt zum ersten Mal vollständig und in ihrer originalen Form wiedergegeben. Abgebildet sind auch die gedruckten Vignetten auf den Briefbögen sowie alle in den Briefen enthaltenen Zeichnungen.

Bibliographische Daten und Bezugsquellen der Publikationen:

    1. Hans-Günter Klein : Die Familie Mendelssohn. Stammbaum von Moses Mendelssohn bis zur siebenten Generation; 104 S., mit einem Porträt von Moses Mendelssohn
    Berlin 2004, Beiträge der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Band 17
    ISBN 3-88053-111-0, Preis: 19,50 Euro

    2. Hans-Günter Klein : Das Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin. Bestandsübersicht 163 Seiten, Abbildungen
    Berlin 2003, Beiträge der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Band 15
    ISBN 3-88053-106-4, Preis 29,70 Euro