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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Neu: 500 komplette Zeitschriften in digitaler Form, 22 Datenbanken zur Germanistik und Anglistik

Die erste Ausgabe der PHILOSOPHICAL TRANSACTIONS OF THE ROYAL SOCIETY OF LONDON aus dem Jahr 1665 in Bild und Text am Bildschirm lesen, sämtliche im 19. Jahrhundert in englischer Sprache verfassten Romane als Volltexte recherchieren, die komplette digitale Bibliothek deutscher Klassiker elektronisch durchblättern...

Die Benutzer der Staatsbibliothek zu Berlin können für ihre Forschungen auf aktuell rund 300 Datenbanken mit vielen Millionen Textseiten sowie 1.400 laufende online-Zeitschriften zugreifen. Hinzu kommen zahlreiche Lizenzen, die Zugang zu externen Archiven eröffnen, so auf das digitale Archiv von THE TIMES der Jahre 1785 bis 1985 oder auf 2.300 chinesische Zeitschriften. Die elektronischen Ressourcen ergänzen den 14 Millionen Einheiten umfassenden Bestand der größten deutschsprachigen Universalbibliothek.

"Allein in den letzten drei Jahren investierten wir über 1 Million Euro in die Erwerbung und Lizenzierung elektronischer Ressourcen" erklärt Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin.

Zwei Erwerbungen der letzten Zeit sind dabei von herausragender Qualität:

Im Zeitschriftenspeicher JSTOR (= Journal Storage) sind über 500 nationale und internationale Zeitschriften enthalten, welche zum ersten Mal mit allen Ausgaben seit ihrem ersten Erscheinen als Volltexte retrospektiv digitalisiert wurden. Aktuell befinden sich 18 Millionen Textseiten mit Schwerpunkt auf den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im elektronischen Speicher. Das Spektrum der Titel reicht von The American Economic Review über African American Review und Econometrica bis zu World Politics und Yale French Studies. Die älteste in der Datenbank enthaltene Zeitschrift sind die 1665 erstmals erschienenen Philosophical transactions of the Royal Society of London, sie können nun in elektronischer Version gelesen werden.

Organisiert als internationale Stiftung von Bibliotheken und Archiven, nimmt der JSTOR-Verbund nur Zeitschriftentitel auf, die von ihrer ersten Ausgabe an vollständig sind. Die Ausgaben der letzten drei bis fünf Jahrgänge werden sukzessive für die elektronische Nutzung frei gegeben. Damit wird sowohl auf die Informationsbedürfnisse der Benutzer als auch auf die wirtschaftlichen Interessen der Verlage eingegangen. Finanziert wird die fortlaufende Bereitstellung des JSTOR-Angebots für die Benutzer mit 25.000 EUR / Jahr.

Ebenfalls neu im Angebot der Staatsbibliothek ist ein 22 Datenbanken umfassendes Paket von ProQuest/Cambridge zur Germanistik und zur Forschung rund um die englische Sprache und Literatur. Für die effiziente Arbeit mit den Texten wurden die Datenbanken mit modernen Online-Tools ausgestattet.

Zur deutschen Literatur sind die Datenbanken Digitale Bibliothek deutscher Klassiker und Deutsche Lyrik in Reclams Universalbibliothek sowie je eine Datenbank mit sämtlichen Werken von Goethe, Schiller, Kafka und Brecht enthalten. Die Forschungsliteratur zur Anglistik ist in 16 Datenbanken zusammengestellt, welche nach den Kontinenten und Jahrhunderten ihrer Entstehung bzw. nach literarischen Gattungen geordnet sind. Zu finden sind beispielsweise American drama, 18th century fiction, 20th century English poetry, Early English prose fiction. Für dieses Datenbankpaket, welches die aktuelle Forschung auf hohem wissenschaftlichen Niveau repräsentiert, investierte die Staatsbibliothek einmalig 200.0000 EUR.

Für den effizienten Umgang mit den hier vorgestellten sowie weiteren Datenbanken bietet die Staatsbibliothek ein umfangreiches Einführungs- und Schulungsprogramm.