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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Besondere Bestände und Dienstleistungen - angepasste Preise

Ab Donnerstag, dem 1. September 2005, gilt in der Staatsbibliothek zu Berlin eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung, welche vom Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Juli beschlossen wurde.

Künftig kann zwischen einem Bibliotheksausweis für ein Jahr zum Preis von 25 Euro (bislang 15 Euro) und einem Ausweis für einen Monat zu 10 Euro gewählt werden. Tages- und Wochenkarten werden dann nicht mehr ausgegeben. Einzelarbeitskabinen, für die eine große Nachfrage besteht, werden gegen ein Entgelt von 10 Euro im Monat bereitgestellt.

Dem Besitzer eines Bibliotheksausweises stehen die breit gefächerten Dienstleistungen der Staatsbibliothek zu Berlin an ihren drei Standorten - Potsdamer Straße, Unter den Linden, Westhafen - zur Verfügung:
Benutzung von über 14 Millionen Bestandseinheiten mit Schwerpunkt auf den Geistes- und Sozialwissenschaften (Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Handschriften, Nachlässe, Karten, Zeichnungen, Mikroformen, Bild- und Tonträger, Datenbanken, CD-ROM, Online-Lizenzen); bequemes online Recherchieren, Bestellen und Vormerken; Ausleihe nach Hause; Teilnahme an Schulungen; vielfältige Informationsdienstleistungen auf hohem Niveau; weltweite bibliographische Auskünfte; Fernleihe; Anfertigung von Reproduktionen und vieles mehr.

Seit der Einführung von Gebühren im Jahr 1998 haben sich sowohl die Arbeitsmöglichkeiten in der Staatsbibliothek als auch ihrDienstleistungsangebot deutlich erweitert und verbessert. So besteht seit der Einführung von Online-Bestellungen für die Benutzer ein Komfort, der sich in stetig ansteigenden Ausleihzahlen niederschlägt: Wurden im Jahr 1999 noch 1.500 Bände durchschnittlich pro Tag ausgegeben, waren dies im Jahr 2004 bereits 3.500 - ein Anwachsen um 130 Prozent. Gleiche Steigerungen sind bei mündlichen und schriftlichen Auskünften und anderen Benutzungsdienstleistungen zu verzeichnen. Neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren knapp 2.000 Datenbanken und über 1.400 elektronische Zeitschriften, beides eingebettet in entsprechenden Service. Mit einem erheblich erweiterten Programm an Führungen und Schulungen wird den Lesern die effiziente Benutzung dieser elektronischen Bestände nahe gebracht.

Mit dem Erwerb eines Bibliotheksausweises eröffnet sich dem Leser nicht nur ein unerschöpflicher Fundus an Literatur aus allen Zeiten, allen Sprachen und allen Ländern. Er unterstützt zugleich den Erhalt der wertvollen Substanz der Bibliothek, denn die Einnahmen aus den Benutzungsgebühren werden für die Bestandserhaltung der einmaligen Sammlungen verwendet.

Der anonyme Zugang zur Staatsbibliothek mit einer Tageskarte ist ab September nicht mehr möglich. Künftig muss sich jeder Benutzer namentlich anmelden, was die Sicherheit der Bestände erhöhen wird. - Weitere vereinfachte Verfahren sind ab Herbst 2005 durch bargeldlosen Zahlungsverkehr sowie ab 2006 durch Einführung eines elektronischen Bibliotheksausweises mit Zahlungsfunktion zu erwarten.

Als Teil der bundesunmittelbaren Stiftung Preußischer Kulturbesitz erfüllt die Staatsbibliothek für Deutschland herausgehobene Aufgaben: Sie ergänzt und erhält die in Jahrhunderten gewachsenen universalen historischen Sammlungen. Nach strengen Auswahlkriterien werden wissenschaftlich relevante moderne Literatur und andere Materialien, ob in gedruckter oder elektronischer Form, fortlaufend erworben - im Jahr 2004 waren dies rund 165.000 Bestandseinheiten, davon 120.000 Bücher, sowie 36.870 laufend bezogene Zeitschriften.