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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Ausstellung "Däumelinchen, Nachtigall und Zinnsoldat. Märchenbilder zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen"

Das Jahr 2005 wird europaweit als das "Hans-Christian-Andersen-Jahr 2005" begangen. Am bisher umfassendsten europäischen Kulturfestival zu Ehren des großen Dänen, der am 2. April 1805 in Odense geboren wurde, beteiligt sich auch die Staatsbibliothek zu Berlin.

Däumelinchen, Nachtigall und Zinnsoldat. Märchenbilder zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen"

7. Oktober bis 3. Dezember 2005
Ausstellungsraum der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin-Tiergarten


 

Gemeinsam mit zwei weiteren bedeutenden Einrichtungen aus dem Bereich des Kinder- und Jugendbuchs - dem Bilderbuchmuseum in Troisdorf und der Internationalen Jugendbibliothek in München - erarbeitete die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek eine Andersen-Wanderausstellung. Seit April wird diese Ausstellung in den drei Städten gezeigt. Dabei setzen die Einrichtungen während der Präsentation am eigenen Standort jeweils mit ihrem Sammlungs- und Forschungsschwerpunkt einen unverwechselbaren Akzent. Berlin ist jetzt letzte Station dieser Wanderausstellung, die bis zum 3. Dezember hier zu sehen sein wird.

In der Staatsbibliothek zu Berlin informiert die Ausstellung "Däumelinchen, Nachtigall und Zinnsoldat. Märchenbilder zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen" zunächst in einem dokumentarischen Teil über Leben und Werk des vielseitigen Schriftstellers. Mit Briefen und handschriftlichen Quellen werden seine Verbindungen zu bedeutenden Persönlichkeiten in Deutschland dargelegt. Besonders engen Kontakt hatte Andersen zu Adelbert von Chamisso, den er bereits während seiner ersten Berlinreise 1831 kennen gelernt hatte. Zwei Briefe Andersens an Chamisso aus den Jahren 1831 und 1837 aus dem Bestand der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin zeugen von der langjährigen Freundschaft der beiden Künstler. Mitte des 19. Jahrhunderts war Andersen in Deutschland ein bekannter und häufig übersetzter Autor. In dieser Zeit gehörten auch seine Werke für Erwachsene zu den viel gelesenen Schriften. Die Staatsbibliothek besitzt einige frühe Ausgaben seiner Romane, Dramen und Reisebeschrei-bungen. Eine Auswahl dieser Texte wird in der Ausstellung gezeigt. Zeitungsartikel geben Auskunft über die Verehrung, die Andersen in Deutschland genoss und die besonders in den Nachrufen nach seinem Tode im August 1875 ihren Ausdruck fand.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Ausgaben der Märchen Hans Christian Andersens, von der ersten, 1839 in Braunschweig erschienenen Märchensammlung bis zur Gegenwart. Der sich stets erneuernde Ruhm der Märchen beruht vor allem auch auf der Imaginationskraft der Illustra-tionen zu seinen Werken. Für die Ausstellung "Däumelinchen, Nachtigall und Zinnsoldat" wurden deshalb verschiedene Illustrationen zu den zehn bekanntesten Texten ausgewählt. Es werden insgesamt 120 Originale von 41 namhaften Künstlerinnen und Künstlern aus 12 Ländern vorgestellt. Die Arbeiten von Rotraut Susanne Berner, Sabine Friedrichson, Günter Grass, DuÅ¡an Kállay, Monika Laimgruber, John Rowe, Gennadij Spirin, Lisbeth Zwerger u.v.a. machen die poetische Kraft der Märchen Andersens deutlich und spiegeln die Vielfalt der Interpretationsmög-lichkeiten von zarten, verhaltenen Bleistiftzeichnungen über expressive Collagen bis zu moderner Computergrafik. 60 Originale stammen aus der von Nikolaus Heidelbach illustrierten Ausgabe von Andersens Märchen, die 2004 im Verlag Beltz & Gelberg erschien. Diese "Ausstellung in der Ausstellung" zeigt im Vergleich zu den Arbeiten verschiedener Künstler eine durchgängig gestaltete Werkausgabe eines Illustrators. Nikolaus Heidelbach, 1955 in Köln geboren, gehört zu den bekanntesten Buchillustratoren in Deutschland. Andersens Erzählstil findet in seinen Bildern eine adäquate Entsprechung. Neben den in das Buch aufgenommenen Originalen werden einige Entwürfe und Skizzen vorgestellt, die Heidelbachs Arbeit mit dem Text nachvollziehbar machen

Eine Besonderheit der Berliner Ausstellung ist ein Paravent aus dem Nachlass von Hans Christian Andersen, der vermutlich eigenhändig von ihm gestaltet wurde. Die Bildsprache des Paravents korrespondiert mit der skurrilen, fantastischen Welt der Märchen Andersens und stellt eine interessante Ergänzung zu den Illustrationen der ausgestellten Künstlerinnen und Künstler dar.


 

Fotos zur Ausstellung erhalten Sie in druckfähiger Qualität unter der Internetadresse staatsbibliothek-berlin.de/downloads/ .

 


 

Hinweise zu den Begleitveranstaltungen zur Andersen-Ausstellung:

 

Alle nachfolgend genannten Veranstaltungen finden im Simon-Bolivar-Saal im Haus Potsdamer Straße 33 statt, der Eintritt ist stets frei:

21. Oktober 2005, 18.00 Uhr
"Warum ich Märchen von Hans Christian Andersen illustrieren musste". Ein Gespräch mit dem Illustrator Nikolaus Heidelbach.

1. November 2005, 18.00 Uhr
Die Literaturwissenschaftlerin Claudia Priemer berichtet über Andersens Berlin-Aufenthalte, seine Liebe zu dieser Stadt und seine Begegnungen mit prominenten Persönlichkeiten.

24. November 2005, 17.00 Uhr
"Auf der Durchreise": Hans Christian Andersen besucht die Staatsbibliothek zu Berlin. Eine Lesung (und vielmehr) für Erwachsene und andere Kinder mit Axel Poike und Tina Tandler.