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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Ausstellung "Menschenräume" - Der Zeichner Rolf Escher

Der Zeichner Rolf Escher auf Spurensuche in Europas Bibliotheken

Ausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin

22. Juni — 7. Juli 2007

montags bis samstags 11 - 18 Uhr

Haus Potsdamer Straße 33 | Berlin-Tiergarten

im Ausstellungsraum

Eintritt frei, Broschüre 3,90 Euro

Hingehen zu den Orten der Stille, Spazierengehen in den Gedächtnissen der Menschheit - der Zeichner Rolf Escher führt durch große und kleine, berühmte und weniger bekannte europäische Bibliotheken. Mit Stiften, Federn und Pinseln streift er vorbei an 500 Jahre alten angeketteten Büchern, spürt der Stille der Bibliothek Friedrichs II. nach, zeigt die Weiten großer Lesesäle in Hauptstädten Europas, dringt vor in Ehrfurcht gebietende, mächtige englische und portugiesische Universitätsbibliotheken, fängt den Dialog der Philosophen und Dichter mit ihren in hohen Bücherwänden aufbewahrten Werken ein, auch träumt er skurrile Begebenheiten, die nur an geheimnisvollen Orten vorstellbar sind.

Professor Rolf Escher, seit über 30 Jahren international bekannter und mehrfach ausgezeichneter Grafiker aus Essen, besucht immer wieder Sehnsuchtsorte von Bücherfreunden: Kloster- und Universitätsbibliotheken, Gelehrten- und Predigerbibliotheken, nationale und private Sammlungen, verlassene und stark überlaufene Bibliotheken in London, Hereford, Dublin, Oxford, Paris, Zutphen (Niederlande), Cesena, Rom, Ferrara, Coimbra, Weimar, Hamburg, Isny (Westallgäu), Wolfenbüttel, Lilienfeld, schließlich auch in Berlin neben den Schlössern Charlottenburg und Tegel die beiden Häuser der Staatsbibliothek zu Berlin. Übrigens: Für seine Arbeit in Berlin eröffnete Escher eben hier ein weiteres Atelier.

Die in der Berliner Ausstellung gezeigten 40 realistischen Aquarelle, Lithographien, Drucke, Radierungen und Zeichnungen verführen zum Reisen zu Stätten europäischer Bau- und Kulturgeschichte, zum Hinträumen in berühmte Büchersammlungen, zum Spazierengehen in ehrwürdigen Räumen mit Kulissenregalen, Deckenverzierungen, Nischen und Leitern, mit hölzernen Lesepulten, Stühlen, Bänken. - Jüngst fand auch Modernes einen Platz in Eschers Werk: Vier der gezeigten Werke widmen sich dem Ort der Ausstellung, dem 1978 eingeweihten Gebäude der Staatsbibliothek zu Berlin am Kulturforum. Einzigartig ist bis heute die Landschaft der Lesesäle, welche, inzwischen denkmalgeschützt, ein bauliches Dokument einer Zeit im Auf- und Umbruch ist: Ganz im Sinne des Aufblühens neuer demokratischer Strukturen und der breiten Bildungsbeteiligung der Berliner Bevölkerung entwarf Hans Scharoun Mitte der 60er Jahre eine offene, lichte, stets zugängliche Raumarchitektur, die ungebrochen viele Bewunderer findet und nun auch in Eschers Werk widerhallt. - Zwei Wochen lang lädt Rolf Escher jetzt ein, ihn auf seinen Wegen in besondere Menschenräume zu begleiten, dabei Spuren der Menschen in europäischen Bibliotheken zu suchen.

Ergänzend zum Thema ‚Spurensuche in Bibliotheken’ zeigt Rolf Escher auch einige Pressendrucke mit Werken von Thomas Mann, Heinrich Heine, Alfred Polgar und anderen; die Drucke sind mit Original-Radierungen und Lithographien von seiner Hand ausstattet. - Während der Eröffnung der Ausstellung wird der Künstler der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, seltene Drucke als Geschenk überreichen:

  • Handpressendruck von William Beckfords „Venedig“erschienen 1997, 150 Exemplare mit 18 Original-Lithographien von Rolf Escher
  • Handpressendruck von Thomas Manns „Das Eisenbahnunglück“erschienen 1996, 50 Exemplare mit 3 Original-Radierungen von Rolf Escher
  • Rolf Escher: Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden, Brunnenhoffassade. 2006
    Ätzradierung 70 x 50 cm, Künstlerprobedruck
  • Rolf Escher: Blick auf die Staatsbibliothek Unter den Linden. 2006Ätzradierung 70 x 50 cm, Künstlerprobedruck
  • Rolf Escher: Staatsbibliothek, Scharounbau Potsdamer Straße, Lesesaal. 2006Kaltnadelradierung 50 x 70 cm, Künstlerprobedruck

www.rolf-escher.de