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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Brandenburgs Kultusministerin Wanka und Stiftungspräsident Lehmann unterzeichnen Vertrag zu Fontane-Briefen

Fontane-Briefe mindestens 10 Jahre lang im Fontanearchiv aufbewahrt.

Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann unterzeichneten am Donnerstag in der Villa Quandt einen Dauerleihvertrag über ein kürzlich erworbenes Briefkonvolut von 106 Briefen Fontanes an seinen Sohn Theo.

Die Staatsbibliothek zu Berlin und das Theodor-Fontane-Archiv hatten gemeinsam, mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, dieses Briefkonvolut erworben. Mit der Unterzeichnung des Leihvertrages überlässt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nun ihren Anteil an den Briefen dem Fontanearchiv zur Aufbewahrung und Ausstellung. Das Briefkonvolut enthält mehr als 90 % aller heute bekannten Briefe Fontanes an den Sohn Theodor. Gut die Hälfte der Briefe war bisher unbekannt. Dass das Konvolut unbeschadet und ohne Verluste bewahrt werden konnte und nunmehr der Forschung zur Verfügung steht, ist eine kleine Sensation. Fontanes Nachlass war mit der Versteigerung durch das Auktionshaus Meyer & Ernst im Jahr 1933 weit verstreut worden. Nur vereinzelt tauchten dann seit den 50er Jahren die Werke wieder auf. Es ist geplant, die Briefe in Ausstellungen des Archivs vorzustellen und im Internet verfügbar zu machen.

Darüber hinaus unterzeichnen Stiftung und Land einen zweiten Vertrag, der die auf 4 Jahre begrenzte Leihfrist derjenigen stiftungseigenen Fontane-Autographen regelt, die sich bereits seit längerer Zeit im Archiv in Potsdam befinden. Sie werden bis Sommer 2008 in der Datenbank Kalliope erfasst sein.

Kulturministerin Wanka würdigte in ihrem Grußwort den Erwerb des Briefkonvoluts als Ereignis von herausragender Bedeutung für das Fontanearchiv: „Die gemeinsame Erwerbung von Staatsbibliothek und Fontanearchiv stellt einen wichtigen Meilenstein in der Sammlung und Erschließung des Fontan´schen Werkes dar. Die Erwerbung der „Theo-Briefe“ vervollständigt nicht nur die Sammlungen der beiden Einrichtungen, sondern bietet interessante Aufschlüsse für die Forschung. Mit der Unterzeichnung des Leihvertrages wird nun auch die Basis geschaffen für eine konzertierte Erschließung und Digitalisierung der Fontane-Werke“, so die Ministerin.