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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge "Bibliotheksmuseum Unter den Linden"

Das Berliner Architekturbüro Astrid Bornheim mit dko Architekten hat den Wettbewerb zur Einrichtung des Bibliotheksmuseums im Haus unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin gewonnen.

Ausstellung in der
Staatsbibliothek zu Berlin — Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin-Tiergarten
26. März bis 9. April 2009


Mit einem Finanzvolumen von 1,25 Millionen Euro werden drei Ausstellungsbereiche eingerichtet: In der Dauerausstellung wird die Geschichte der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Vorgängerinstitutionen von 1661 bis heute dargestellt. In der „Schatzkammer“ werden Raritäten aus den reichen Beständen der Bibliothek präsentiert. Mit wechselnden Ausstellungen werden aktuelle Themen behandelt.

Derzeit wird das gewaltige Gebäude unter den Linden 8 generalsaniert. Ab dem Jahr 2011 werden ein neuer zentraler Lesesaal, ein Raralesesaal, Tresormagazine und ein Freihandmagazin — alle entworfen von HG Merz — in Betrieb genommen.

Das Bibliotheksmuseum mit seinen drei Bestandteilen wird an der Nahtstelle zwischen Neubauten und saniertem Altbau für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein. Ziel des Wettbewerbs war, einen Entwurf zu erhalten, der die inhaltlichen, didaktischen und gestalterischen Vorstellungen der Staatsbibliothek konzeptionell ausdrückt sowie ein Team, bestehend aus Architekten, Szenografen, Museografen, Ausstellungsgestaltern, Grafik- und Kommunikationsdesignern zu finden, das die Planung und Umsetzung des Konzepts realisiert.

Der Wettbewerb wurde als einstufiger, anonymer Einladungswettbewerb durchgeführt. Vorgeschaltet war ein offenes Bewerbungsverfahren. Sechs Teilnehmer haben am Wettbewerb teilgenommen, die zuvor aus 59 Bewerbern ausgewählt worden waren.

Das Preisgericht tagte am 27. Januar 2009 unter dem Vorsitz von Prof. Uwe Brückner in Berlin. Neben Prof. Uwe Brückner bestand die Jury aus den Fachpreisrichterinnen Prof. Gabriele Franziska Götz und Martina Scheitenberger sowie aus den Sachpreisrichtern Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, und Florian Mausbach, Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Als Sachverständige waren HG Merz und Franz Volkhausen hinzugeladen.

Der Entwurf der Architektin Astrid Bornheim und des Büros dko Architekten wurde vom Preisgericht einstimmig für den ersten Preis bestimmt und wie folgt beurteilt: „Der Entwurf besticht durch seine klare räumliche Gliederung, die sowohl die Mittelachse für den Durchblick freihält als auch einen spannenden variantenreichen Parcours darstellbar macht. Die dezentrale Organisation von Wechselausstellung und Dauerausstellung lässt eine unabhängige störungsfreie und separate Nutzung der Wechselausstellung, ohne die Dauerausstellung beinträchtigen. Darüber hinaus ist eine flexible Aufteilung der Dauerausstellung und individuelle Zuschaltung der angrenzenden Wechselausstellungsbereiche möglich. Die Zonierung der Dauerausstellung in fünf Themenbereiche ist gut vorstellbar und erlaubt zusätzlich einprägsame Raumbilder entlang der Chronologie […].

Insgesamt überzeugt der Entwurf durch seine bestechend einfache Struktur, die genügend Potential zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Ausstellungskonzeptes mit den Kuratoren und Wissenschaftlern des Hauses bereithält. Zusammen mit der Klanginstallation als Prolog der Ausstellung und als Epilog in der Rotunde bietet dieser Wettbewerbsbeitrag ein in sich schlüssiges Konzept, das die Jury einstimmig zur Weiterbearbeitung empfiehlt.“

Neben dem ersten Preis wurden zwei dritte Preise an Holzer Kobler Architekturen GmbH aus Zürich und an das Berliner Büro Neo Studio Neuman Schneider Architekten vergeben.