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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

"Mondnacht"

Ausstellung »Ton ist überhaupt componirtes Wort« - Robert Schumann zwischen Wort und Ton

Aus ihrem Schatz an 43 Musikautographen von Robert Schumann (1810-1856) stellt die Staatsbibliothek zu Berlin vier Tage lang 20 Pretiosen aus. Einige Autographe des Meisters werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Dabei sind die Partituren zur Sinfonie Nr. 3 (die „Rheinische“) und zur Sinfonie Nr. 4, das Violinkonzert, die Oratorien „Szenen aus Goethe’s Faust“ und „Das Paradies und die Peri“, auch die Vertonung des Eichendorff-Gedichts „Mondnacht“. Dem breiten Publikum sind besonders die Lieder Robert Schumanns bekannt, von denen er viele im schaffensreichen Jahr 1840 komponierte. 146 dieser Lieder sind in drei Sammelbänden zusammengefasst — alle im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin, jetzt in der Ausstellung. Einige der Autographe werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt. - Anlass der Ausstellung ist der 200. Geburtstag des Meisters am 8. Juni, er wurde nur 46 Jahre alt.  


Laufzeit der Ausstellung »Ton ist überhaupt componirtes Wort« — Robert Schumann zwischen Wort und Ton

Mittwoch, 16. — Samstag, 19. Juni 2010
11 - 19 Uhr
Ausstellungsraum in der Staatsbibliothek zu Berlin
Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
Eintritt frei, 64 Seiten farbiger Katalog

 

Offen für alle: Eröffnung der Ausstellung mit Musik

Dienstag, 15. Juni 2010
18.30 Uhr
Otto-Braun-Saal in der Staatsbibliothek zu Berlin
Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
u. a. mit Rainer Scheerer, Bassbariton, und Anita Keller, Klavier, mit dem Zyklus »Liederkreis« op. 39


Die Ausstellung »Ton ist überhaupt componirtes Wort« — Robert Schumann zwischen Wort und Ton würdigt einen Künstler, der zu den seltenen Doppelbegabungen im Bereich von Musik und Literatur gehörte: Als Komponist setzte Schumann auch Literatur in Musik um und schuf so neben anderen großen Werken seine weithin bekannten und vielfach aufgeführten Liederzyklen. Als Schriftsteller und Herausgeber der Neuen Zeitschrift für Musik beeinflusste er die Musikgeschichte des 19. Jh. nachhaltig, indem er u. a. über den jungen Johannes Brahms schrieb und diesen so einem breiten Publikum vorstellte.

Die Musikabteilungder Staatsbibliothek zu Berlin gehört zu den bedeutenden Orten für die Robert-Schumann-Forschung: Der Grundstein für die Schumann-Sammlung wurde zum Ende des 19. Jh. gelegt, als seine Witwe Clara Schumann (1819-1896) sich an die damals Königliche Bibliothek wandte, um den Nachlass Ihres Mannes künftig dort verwahrt zu wissen, wo bereits seit fast 50 Jahren mit großer Sorgfalt bedeutende Musikautographe erworben, erschlossen und gut aufbewahrt wurden. 1890 übergab sie den Nachlass als Depositum - dank der großzügigen Finanzierung durch den Berliner Verlagsbuchhändler Hermann Paetel konnte im Jahr 1905 der Nachlass Robert Schumann gekauft werden. Weitere wichtige Erwerbungen gelangen im 20. Jh. aus dem Erbe des mit dem Ehepaar Schumann befreundeten Geigers Joseph Joachim, und auch Kinder und Enkel der Schumanns verkauften Erbteile am Nachlass ihres Vaters nach Berlin. So finden sich heute 43 Musikautographe, Abschriften, Stichvorlagen und Erstdrucke seiner Werke, Briefe, die so genannten „Haushaltbücher“, Portraits, eine Tabakspfeife und ein Portemonnaie sowie vieles andere mehr in der Berliner Schumann-Sammlung.

Hatte Clara Schumann den Grundstein der Berliner Schumann-Sammlung gelegt, so war es Nachfahren, Mäzenen und Antiquaren zu verdanken, dass heute in Berlin an einem Ort die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts und das Werk Robert Schumanns in Wort und Ton erforscht werden kann. Sein großer Name reiht sich ein in die berühmten Musikautographen-Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin, die so umfangreich, dicht und wertvoll ihresgleichen suchen: Hier befinden sich zahlreiche Musikhandschriften von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Georg Philipp Telemann, Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn Bartholdy sowie aus neuer Zeit von Ferrucio Busoni und Ruth Zechlin.