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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Kooperation mit Bibliothek der Zhejiang-Universität

Kooperationsabkommen “On the Preservation, Conservation, Digitisation and Sharing of Ancient and Rare Collections between Zhejiang University Library and the Staatsbibliothek zu Berlin”

Heute unterzeichnen der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, der Präsident der Zhejiang Universität, Yang Wei, sowie der Vize-Präsident der Zhejiang Universität, Luo Weidong, ein Kooperationsabkommen zwischen der Zhejiang Universität in Hangzhou und der Staatsbibliothek zu Berlin. Es regelt den Austausch, den gegenseitigen Zugang und die Nachnutzung der jeweiligen digitalen Sammlungen an chinesischen bzw. China-relevanten Materialien.

Die Berliner Seite macht über die von der Zhejiang Universität seit 2005 betreute Datenbank ihre digitalisierten seltenen Drucke aus China sowie die westlichen Titel zu China und Ostasien verfügbar. CADAL ist mit 1,5 Millionen Titeln von herausragender Bedeutung für die Ostasienwissenschaften weltweit. - Im Gegenzug erhalten die Nutzer der Staatsbibliothek zu Berlin über das hiesige Portal CrossAsia Zugang zu CADAL.

Beide Bibliotheken unterstützen mit dem internationalen Zugang zu forschungsrelevanten Materialien nicht nur Wissenschaftler bei ihren Vorhaben. Zugleich treten jetzt die beiden bedeutendsten Einrichtungen ihrer Art in China und in Deutschland miteinander in einen wissenschaftlichen Austausch, der sich künftig auch auf die Bestandserhaltung erstreckt.

Geschenk an die Staatsbibliothek zu Berlin

Aus Anlass der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags überreicht die Zhejiang Universität der Staatsbibliothek zu Berlin die bisher erschienenen 21 großformatigen Prachtbände Songhua quanji 宋画全集 (Gesammelte Werke der Song-Malerei). Das aufwändige Werk – insgesamt werden 29 Bände erscheinen - stellt zahlreiche Song-zeitliche Malereien aus über 100 Museen und Galerien weltweit vor. Die als Geschenk überbrachten Bände sind die bislang einzigen in Europa vorhandenen. Einige Bände dieses Sammelwerks werden, zusammen mit einer audio-visuellen Präsentation der Zhejiang Universität zur Digitalisierung der Wandmalereien aus den Mogao-Grotten in Dunhuang an der Seidenstraße, vom 10. bis 30. November 2012 im Lesesaal im Haus Potsdamer Straße ausgestellt.

Die Zhejiang Universität in Hangzhou

Die Zhejiang-Universität, gegründet 1897 (neu gegründet 1998), ist eine der ältesten Universitäten Chinas, sie befindet sich in der 7-Mio.-Einwohner-Stadt Hangzhou und ist eine der der neun Elite-Universitäten Chinas. Die Universitätsbibliothek verfügt eine Sammlung von über 6,2 Millionen Bänden.

Die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin

Im Jahr 1943 besaß die Ostasienabteilung eine Sammlung von etwa 68.000 chinesischen Bänden, 1.700 Manuskripten und 5.000 japanischsprachigen Bänden, von denen ein Großteil jedoch infolge des Krieges verloren ging. Heute besitzt die Abteilung ca. 1 Mio. gedruckte Bände in Originalsprachen, eine umfangreiche Sammlung in westlichen Sprachen und 4.000 laufend gehaltene ostasiatische Journals und Periodika in allen Sprachen. Die jährliche Zuwachsrate liegt bei rund 25.000 Monographien. Die Sammlung der seltenen und besonders wertvollen Drucke (Rara) wird durch Faksimile-Sammelausgaben ostasiatischer Werke ergänzt. Seit 2003 werden elektronische Ressourcen erworben. Die Virtuelle Fachbibliothek CrossAsia bietet Benutzern Zugriff auf rund 90 lizenzierte Ressourcen mit mehr als 60 Mio. Einzeltiteln.