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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Botschafter Murphy weiht Dietrich-Bonhoeffer-Saal ein

Heute wird der im Foyer des Hauses Potsdamer Straße gelegene Veranstaltungssaal der Staatsbibliothek zu Berlin nach dem von den Nationalsozialisten ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer benannt. Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy, hält während der Feierstunde einen Festvortrag über Bonhoeffer, dessen Todestag sich heute zum 68. Mal jährt. Der Direktor der Stiftung St. Matthäus - Kulturstiftung der Evangelischen Kirche, Pfarrer Christhard-Georg Neubert, liest in der geschlossenen Abendveranstaltung aus Bonhoeffers Werken.

Die Staatsbibliothek zu Berlin erwarb 1996 den Nachlass Dietrich Bonhoeffers, der zu den berühmtesten evangelischen Theologen des 20. Jahrhunderts gehört. Seit 1940 engagierte er sich im Widerstand, 1943 wurde er in Berlin verhaftet. Noch im April 1945 wurde er, 39-jährig, in Flossenbürg ermordet. In den letzten Jahren konnte der Nachlass durch großzügige Schenkungen und Erwerbungen ergänzt werden, die Freunde der Staatsbibliothek e. V. warben Spenden für die Restaurierung geschädigter Dokumente ein.

Die Briefe, Manuskripte, Notizen und anderen Dokumente sowie die Bibliothek Dietrich Bonhoeffers gehören zu den am häufigsten benutzten Nachlässen der Bibliothek. Die im Jahr 2002 vom Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg als Dauerleihgabe überlassene, im Jahr 1977 vom österreichischen Künstler Alfred Hrdlicka geschaffene Marmorbüste "Dietrich Bonhoeffer", ist jetzt unmittelbar vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Saal aufgestellt.