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Pressemitteilungen | Neuigkeiten

Originalpartitur der 9. Sinfonie

Ausstellung WeltWissen im Gropius-Bau - Staatsbibliothek schickt 9. Sinfonie und bietet Programm

Für die Ausstellung WeltWissen im Martin-Gropius-Bau in Berlin öffnete die Staatsbibliothek zahlreiche ihrer Tresore und stellte mit über 150 Objekten mehr als ein Zehntel aller Exponate für alle Kapitel der Ausstellung zur Verfügung. Die Schätze aus der Staatsbibliothek zeigen einen Querschnitt aus 350 Jahren sorgsamen Sammelns, Ordnens und Bewahrens.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist sicher die Arbeitspartitur Ludwig van Beethovens zu seiner Sinfonie Nr. 9, d-Moll, op. 125 — die Partitur bezeugt den Schaffensprozess Beethovens, in ihr finden sich heftige Streichungen, Rasuren, Überschreibungen und zahlreiche andere Spuren einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk. Die Bibliothek konnte die Partitur im Jahr 1846 erwerben, im Jahr 2001 wurde sie wegen ihrer weltumspannenden Bedeutung in das Register des Weltdokumentenerbes der UNESCO aufgenommen. Am 2. Dezember wird die 9. Sinfonie in einer Schülervorlesung dem jungen Publikum vorgestellt.

Die großformatige handgezeichnete Karte Residentia electoralis Brandenburgica, im Jahr 1688 vom Militärarchitekten Johann Bernhard Schultz in Vogelperspektive gefertigt, zeigt die Grund- und Aufrisse der Gebäude der Stadt Berlin in einzigartiger Detailgenauigkeit.

Allein aus dem reichen Schatz an Handschriften steuert die Staatsbibliothek 74 Dokumente bei, darunter aus dem Nachlass Georg Wilhelm Friedrich Hegel das Manuskript zur Einleitung seiner Vorlesungsreihe „Philosophie der Weltgeschichte“ (1822), Arthur Schopenhauers Manuskript zu seinem Habilitationsvortrag „Über 4 verschiedene Arten von Ursachen“ (1820), von Dietrich Bonhoeffer verfasste Berichte über die Nichtarier-Evakuierung (1941), von Albert Einstein „Meine Meinung über den Krieg“ (1915) sowie einen Brief von Carl Friedrich Gauß an Alexander von Humboldt (1828).

Zahlreiche wertvolle Drucke aus den verschiedenen Wissenschaftszweigen und Regionen, darunter auch ein chinesischer Druck aus dem Jahr 1817 über die Sonnenfinsternis, bereichern die gesamte Ausstellung WeltWissen.


Im Rahmenprogramm zu WeltWissen bietet die Staatsbibliothek zu Berlin — neben der oben bereits erwähnten Schülervorlesung - mehrere Veranstaltungen an:

Am 26. Oktober trifft der Vorsitzende der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin, Klaus G. Saur, unter dem Motto „Was ich Sie schon immer fragen wollte“ den Historiker Gerhard A. Ritter zu einem Gespräch über die Entwicklung der Wissenschaften. Ritter hatte in den Jahren 1962 bis 1994 Lehrstühle in Berlin, Münster und München inne.

Am 27. Oktober und am 3. November werden in der Reihe Wissen vor Ort zwei Themen rund um Karten vorgestellt: "Weltbildvermittlung durch Berliner Globen im 19. Jahrhundert" und "Mit Karten arbeiten" - beide Vorträge werden selbstverständlich von der Kartenabteilung der Staatsbibliothek, einer der bedeutendsten in Europa, bestritten.

Am 18. November gestaltet die Staatsbibliothek zu Berlin einen der Sieben Wissenswege: