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Zeitungen

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Tel.: +49 30 266 436300

Vertretung: Heike Krems
Tel.: +49 30 266 433131

Christoph Albers ist Fachreferent für Zeitungen und betreut die Zeitungssammlung und das Zeitungsinformationssystem ZEFYS der Staatsbibliothek zu Berlin. Er bietet Workshops und Beratungsgespräche zur Recherche und der Arbeit mit Zeitungen an.
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DIE ZEITUNGSSAMMLUNG DER SBB

Profil

Das Spektrum der Zeitungssammlung der Staatsbibliothek zu Berlin umfasst Tageszeitungen, Wochenzeitungen und in Ausnahmefällen auch monatlich erscheinende Zeitungen des In- und Auslandes seitdem es Zeitungen gibt. Der Gesamtbestand umfasst mehr als 8.300 Titel, die in Papierform gebunden (über 200.000 Originalbände) oder auf Mikroformen verfilmt wurden (über 100.000 Mikrorollfilme und über 150.000 Mikrofiche). Darunter befinden sich auch seltene Exilzeitungen, Zeitungen religiöser und/oder ethnischer Minderheiten, Zeitungen aus den ehemaligen deutschen Kolonien, den früheren deutschen Ostgebieten und Zeitungen aus dem Ausland in deutscher Sprache. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine stetig wachsende Zahl elektronisch verfügbarer Zeitungstitel, insbesondere Zeitungsdatenbanken und retro-digitalisierte Zeitungen die kostenfrei über das Zeitungsinformationssystem ZEFYS angeboten werden.

Mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sammelte die Staatsbibliothek zu Berlin ausländische Zeitungen ab dem Jahr 1982 als Sammelschwerpunkt und ab dem Jahr 2005 als Sondersammelgebiet (SSG) in einem repräsentativen Umfang teils im Papieroriginal und teils auf Mikrorollfilm. Die Erwerbung ausländischer Zeitungen war dabei eng abgestimmt mit den Sammlungsschwerpunkten des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin für die Region Nordamerika und mit dem Ibero-Amerikanischen Institut der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die spanische Halbinsel und Ibero-Amerika. Mit Beendigung des DFG-Förderprogramms der überregionalen Literaturversorgung (SSG-Programm) und seiner Ablösung durch das Förderprogramm Fachinformationsdienste für die Wissenschaft endete auch die Förderung der Erwerbung ausländischer Zeitungen in der Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin zum 31.12.2015.

Als Depositum befinden sich in der Zeitungsabteilung seit Dezember 2013 die Mikrofilmbestände der "Sozialwissenschaftlichen Bibliothek und Bibliothek des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin". Diese Rollfilme sind sowohl in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) als auch im OPAC der Bibliothek (StabiKat) nachgewiesen und stehen für die Vor-Ort-Nutzung im Zeitungslesesaal zur Verfügung, können aber nicht per Fernleihe entliehen werden.

2016 übernahm die Staatsbibliothek zu Berlin als Schenkung des Dumont-Verlags das Presseausschnittarchiv der Berliner Zeitung: mit mehr als 10 Millionen ausgeschnittenen, auf DIN A4 Bögen aufgeklebten und nach mehreren hundert Themen inhaltlich erschlossenen Zeitungstexten von 1945 – 1994, war es das zentrale, universale Pressearchiv der DDR. Gesammelt und ausgewertet wurde dabei nicht nur die DDR-Presse sondern zu einzelnen Themen in Auswahl auch die Westpresse, z.B. der Tagesspiegel, die Welt und die Frankfurter Rundschau.

Geschichte der Zeitungssammlung

Die Zeitungssammlung der Staatsbibliothek hat eine weit in die Geschichte der Bibliothek zurückreichende Tradition, auch wenn die Zeitungsabteilung erst 1993 gegründet wurde. Durch die Einbeziehung der Zeitungen in die Pflichtexemplarregelungen Preußens im 18. und 19. Jahrhundert, besonders aber durch die intensiven und systematischen Bestandserweiterungen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs der Zeitungsbestand der Königlichen Bibliothek in Berlin rasch zur umfangreichsten Sammlung Deutschlands an.

Die Bestandsauslagerungen während des Zweiten Weltkriegs fügten jedoch dieser Sammlung wie der gesamten Bibliothek schwere Schäden und Verluste zu. Nach dem Kriegsende und der Wiedereröffnung der Bibliothek wurde im Haus Unter den Linden die Erwerbung der neu erscheinenden Zeitungen sofort wieder aufgenommen. Mit dem Pflichtexemplarrecht erhielt die Deutsche Staatsbibliothek auch die in der DDR erscheinenden Zeitungen vollständig und sammelte sie weitgehend, die wichtigsten Titel zusätzlich auch in Mikroformen. Ausländische Zeitungen wurden im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten in repräsentativer Auswahl erworben.

Die Westdeutsche Bibliothek, die mit den im westlichen Teil Deutschlands ausgelagerten Beständen der Preußischen Staatsbibliothek gegründet wurde, setzte erst später, Ende der vierziger Jahre, die Zeitungssammlung fort. Sie erweiterte diese dann jedoch intensiv auch auf die Erwerbung ausländischer Zeitungen sowie auf die bibliographische Verzeichnung.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 und im Zuge der Vereinigung der beiden Haupthäuser Unter den Linden (Ost-Berlin) und Potsdamer Straße (West-Berlin) wurde 1993 die Zeitungsabteilung gegründet, die mit allen der Materialart Zeitungen zuzuordnenden Beständen von September 1997 bis November 2019 in einem ehemaligen Getreidespeicher im Berliner Westhafen untergebracht war und in einem eigens zu diesem Zweck eingerichteten Lesesaal alle Dienstleistungen rund um die Zeitung anbot.

Mit Wirkung zum 1. April 2020 wurde die Zeitungsabteilung aufgelöst und auf die beiden Hauptabteilungen Bestandsaufbau und Benutzung aufgeteilt. Mit Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden stehen allen Leserinnen und Lesern im neuen Zeitungslesesaal wieder alle Serviceangebote rund um die Zeitung zur Verfügung.

Kostbarkeiten des Bestandes

In der Zeitungssammlung befinden sich Zeitungen ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in Originalausgaben. Neben den bedeutenden Berliner Zeitungen wie z.B. die "Vossische Zeitung", die "Haude und Spenersche Zeitung", die "Neue Preußische (Kreuz-)Zeitung" gehören auch andere große Zeitungsunternehmen wie der "Hamburgische unpartheyische Correspondent", die "Braunschweigischen Anzeigen", die "Leipziger Zeitung" oder auch die "Allgemeine Zeitung" (Cotta’sche Zeitung) sowie die "Wiener Zeitung" zum Bestand der deutschsprachigen Zeitungen ab dem 18. Jahrhundert. Von den ausländischen Zeitungen seien als Beispiele für seltenen Altbestand das "Journal de Paris" ab Mai 1778, das "London Chronicle" ab dem 30. Juni 1761 und die "Gazeta del gobierno" aus Sevilla von Januar-Juni 1808 genannt.

Erwerbungsprofil

Die Staatsbibliothek zu Berlin erwirbt, erschließt und archiviert Zeitungen nicht vorrangig für die aktuelle Information, sondern für eine langfristig ausgerichtete wissenschaftliche Nutzung. Deshalb ist die dauerhafte Aufbewahrung bzw. Speicherung als forschungsrelevant identifizierter Zeitungen in gedruckter Form, auf Mikrorollfilm, e-Paper oder in Form von Datenbanken von grundlegender Bedeutung. Bei Zeitungen ist eine kontinuierliche und möglichst vollständige Erwerbung der ausgewählten Titel für die wissenschaftliche Nutzung besonders wichtig, um ein verlässliches Angebot zu erreichen. Nachbeschaffungen und Lückenschließungen sind entweder gar nicht oder nur mit einem sehr großen Aufwand möglich.

Einige ausgewählte tagesaktuelle Zeitungen stehen als Print-Ausgabe und in digitaler Form auf Tablets auch im Allgemeinen Lesesaal im Haus Potsdamer Straße zur Verfügung.

Ergänzend zu den Zeitungen als Primärquelle wird für die Handbibliothek im Zeitungslesesaal auch die fachspezifische Sekundärliteratur erworben, wie Zeitungsbibliographien, Wörterbücher und Biographien von Verlegern, Herausgebern, Schriftstellern, Literatur zum Zeitungs- und Pressewesen, Darstellungen zur Geschichte des Pressewesens in einzelnen Ländern und zur Geschichte einzelner Zeitungen.

  

ELEKTRONISCHE RESSOURCEN

Allgemeines

Der Bestand der Zeitungsabteilung ist vollständig im Online-Katalog der Staatsbibliothek (StaBiKat) und in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) mit dem Sigel 1w nachgewiesen und recherchierbar.

Zeitungen finden Sie im Online-Katalog unter dem Titel der Zeitung. Wenn Sie den Zeitungstitel exakt kennen, verwenden Sie das Suchfeld "Titelanfang Zeitschrift/Serie". Ist Ihnen der Titel nicht genau bekannt, benutzen Sie das Suchfeld "Stichw. Serie/Zeitschrift" und geben ein beliebiges Wort aus dem Titel als Suchbegriff ein. Die Suche nach Zeitungen kann nicht auf ein Erscheinungsjahr eingegrenzt werden. Suchen Sie daher zunächst nach der Katalogeintrag der Zeitung ohne Jahresangabe und prüfen dann in der Vollanzeige unterhalb der Titelinformationen bei den Bestandsangaben welche Zeiträume vorhanden sind.

Der Bestand der Lesesaalhandbibliothek ist gleichfalls im Online-Katalog der Staatsbibliothek nachgewiesen.

Als Depositum befinden sich in der Zeitungsabteilung seit Dezember 2013 die Mikrofilmbestände der "Sozialwissenschaftlichen Bibliothek und Bibliothek des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin". Diese Bestände sind in der ZDB und im StaBiKat nachgewiesen. Zusätzlich stehen dafür folgende Nachweislisten zur Verfügung:


Im Zeitungsinformationssystem (ZEFYS) finden Sie:

  • von der Staatsbibliothek zu Berlin retro-digitalisierte, historische Zeitungen
  • die Amtspresse Preußen (Provinzial Correspondenz, Neueste Mittheilungen und Teltower Kreisblatt)
  • das DDR-Presseportal (Neues Deutschland, Berliner Zeitung und Neue Zeit)

Desweiteren finden Sie folgende Archive auf Mikrofiche in unserem Bestand:

  • ADN-Länderarchiv
  • ADN-Personennamenarchiv
  • Deutsches Biographisches Archiv
  • Pressearchiv zur Geschichte Deutschlands sowie zur internationalen Politik von 1949 - 1960

Zur Unterstützung Ihrer Recherchen können Sie auch zum Verzeichnis von Aufsätzen aus deutschen Zeitungen greifen, das für die Jahre 1910 - 1944  in der Lesesaalhandbibliothek vorhanden ist.

Die Welt der Zeitungen - Zeitungen aus aller Welt (Print und digital)

Linksammlung zu elektronischen Ressourcen

  

ZEITUNGSLESESAAL

Nutzungsmöglichkeiten während der Schließzeit des Zeitungslesesaals

Der Lesesaal der ehemaligen Zeitungsabteilung im Westhafen ist wegen des Umzugs der Bestände seit dem 1. Dezember 2019 dauerhaft geschlossen. Bis zur Wiedereröffnung des Zeitungslesesaals im Haus Unter den Linden im Herbst 2020 stehen Ihnen folgende Nutzungsmöglichkeiten für Zeitungen zur Verfügung:

Mikrorollfilme (MR und M-Signaturen):
Alle Mikrorollfilme mit MR- bzw. M-Signatur können elektronisch bestellt und im Allgemeinen Lesesaal im Haus Potsdamer Strasse eingesehen und genutzt werden. Alle anderen Materialien (Mikrofiche, ungebundene und gebundene Zeitungen und Bestände aus der Handbibliothek) können nicht benutzt werden.

Elektronische Ressourcen / ZEFYS:
Alle elektronischen Ressourcen, die in der Linksammlung der Zeitungsabteilung enthalten sind, stehen zur Verfügung.

Schriftliche Anfragen:
Schriftliche Anfragen per E-mail, Webseiten-Formular oder per Post, die sich auf bibliographische Auskünfte zum Bestand beziehen und Auskünfte zu Veröffentlichungen mit exakten bibliographischen Angaben (Zeitungstitel, Erscheinungs-datum, Artikelüberschrift, …) werden bearbeitet soweit auf die betreffenden Bestände zugegriffen werden kann. Alle weitergehenden Anfragen können nicht beantwortet werden.

Gebende Fernleihe:
Fernleihbestellungen werden bearbeitet soweit auf die betreffenden Bestände zugegriffen werden kann.

Nehmende Fernleihe:
Mikrorollfilme, die per Fernleihe aus anderen Einrichtungen bestellt werden, können im Lesesaal Potsdamer Str. genutzt werden.

Telefonische Auskünfte:
Allgemeine telefonische Auskünfte erhalten Sie unter der Rufnummer: +49 30 266 43 3888
Spezielle Auskünfte zu Zeitungen richten Sie bitte schriftlich an: zeitungen@sbb.spk-berlin.de

Reproduktionen / Digitalisierungsaufträge

Aus konservatorischen Gründen darf aus Originalzeitungen (Print-Ausgaben) nicht kopiert werden. Es ist jedoch möglich, ohne Blitz und Stativ zu fotografieren. Für Scans und Mikrofilmaufnahmen der Originalbestände können Aufträge erteilt werden. Sie werden vom Digitalisierungszentrum der Staatsbibliothek zu Berlin auf der Grundlage der jeweils gültigen Entgeltliste angefertigt. Die Aufträge werden im Nachhinein auf dem Postweg in Rechnung gestellt.

Von den Mikrorollfilmen können einzelne Seiten in Selbstbedienung gescannt und als Datei auf USB-Stick  gespeichert werden oder auch auf Papier ausgedruckt werden. Hierfür ist die Reservierung eines entsprechenden Gerätes (MR-Scanner oder MR-Reader-Printer) für jeweils maximal 2 Stunden pro Tag erforderlich. Bei Nicht-Erscheinen zur vereinbarten Uhrzeit wird der Arbeitsplatz nach 15 Minuten bei Bedarf neu vergeben.

Die Gebühr für Rückvergrößerungen in den Formaten A4 und A3 beträgt 0,30 Euro/Kopie (10 Cent- und 1 Euro-Münzen erforderlich!). Für das Anfertigen von Scans vom Mikrofilm gibt es seitens der Bibliothek keine Mengenbegrenzung. Bitte bringen Sie zum Speichern einen USB-Stick mit.

  

AKTUELLES AUS DEM FACH

Neuerwerbungen

Unsere Neuerwerbungen gibt es hier.
Den gesamten Bestand finden Sie im StaBiKat.

Anschaffungsvorschlag

Die von Ihnen benötigte Literatur ist nicht dabei?
Sie können uns gerne einen Anschaffungsvorschlag machen.