Handschriften

Der erste Nachlass

In den Erwerbungsakten der Königlichen Bibliothek ist als zweites Dokument ein Brief von Daniel Sudermann  eingebunden. Daniel Sudermann war ein deutscher Schriftsteller des 16. Jahrhunderts, er sammelte und schrieb Texte von Liedern und gab mystische Texte des Spiritualismus heraus.

Schon mit der Gründung der Churfürstlichen Bibliothek zu Cölln an der Spree im Jahr 1661  kommt  der Nachlass ins Haus. Sein Nachlass begründet die Handschriftensammlung der Staatsbibliothek  und dieses Schreiben kann man als ein erstes Nachlassverzeichnis betrachten. Er zählt seine eigenen Werke auf, seine Briefe, Notizen und Sammlungen.Diese Materialien wurden durch den Großen Kurfürst Friedrich Wilhelm erworben und Daniel Sudermann endet mit den Worten… Soviel soll zugeschickt werden, dasz sie etliche Jar  sollen damit zu thun haben.

Der brandenburgische Kurfürst, später der preußische König  war immer  sein erster Bibliotheksdirektor, der die Auswahl der Erwerbungen bestimmte. In ihrer 35o jährigen Geschichte erwarb die Bibliothek solch abwechslungsreiche Sammlungen, zu der natürlich  gedruckte Bücher, aber nicht nur Bücher, sondern mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften gehören, eben " jene „Handschriften überhaupt und eigenhändige Briefe der Gelehrten“,  von denen J.C.C.  Oehlrichs 1823 in seiner ersten Geschichte der Königlichen Bibliothek spricht.