Handschriften

Der Nachlass Adelbert von Chamisso (1781-1838)

Der Nachlass Chamissos, erworben 1937/38, ist einer der bedeutendsten der Staatsbibliothek. Er umfasst in 35 Kästen den gesamten wissenschaftlichen, literarischen und privaten Nachlass Chamissos. Bedingt durch Auslagerung während des 2. Weltkrieges und Beschlagnahme wurde der Nachlass in der Lenin-Bibliothek in Moskau grob (auf Russisch) verzeichnet und in Mappen gelegt. Der Titel der einzelnen Mappen wurde anläßlich der Rückgabe des Nachlasses 1958 an die Deutsche Staatsbibliothek in einem maschinenschriftlichen Verzeichnis kurz auf Deutsch charakterisiert. Von der Ordnung divergierende Zählungen sowie ein vor der Auslagerung in Berlin angefertigtes, anders aufgebautes Verzeichnis deuteten darauf hin, dass zumindest ein Teil der vorliegenden Ordnung kontrolliert werden musste.

Ein Projekt zur Erschließung und Digitalisierung sorgte dafür, dass der Chamisso Nachlass online einsehbar ist. Mit Untersützung der Robert Bosch Stiftung wurden alle Materialien erfasst.

Das Projekt verstand sich  als Pilotprojekt zur Erschließung auch anderer Chamisso-Sammlungen in verschiedenen Naturkunde- und Botanischen Museen sowie zu einem Vorhaben: die Korrespondenz der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anhand der Nachlässe von Alexander von Humboldts Briefpartnern zu erschließen. Chamisso spielt dabei eine wichtige Rolle als bedeutender Dichter, Anthropologe, Natur- und Sprachwissenschaftler.

Der Nachlass wird mit dem Verbundkatalog Kalliope erschlossen, die Digitalisierten Sammlungen zeigen alle Bilder.