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Historische Drucke

Einblattdrucke und Flugblätter

Seit dem späten 15. Jahrhundert informierten Einblattdrucke über aktuelle und als wichtig empfundene Ereignisse. Auf nur einem Blatt wurden politische und religiöse Stellungnahmen formuliert, häufig begleitet von illustrierenden Bildern. Seit der Frühen Neuzeit wurden Einblattdrucke in hoher Auflage gedruckt und – zunächst noch gegen Entgelt – verbreitet. Sie waren somit nicht nur ein Medium der Information, sondern auch der Propaganda. Ab dem späten 19. Jahrhundert setzten staatliche Einrichtungen Einblattdrucke und Flugblätter zur Meinungsbildung in der eigenen Bevölkerung und im 20. Jahrhundert auch zur Feindbeeinflussung in Kriegen und Konflikten ein.

In der Staatsbibliothek hat die Sammlung der 40.000 kulturhistorischen Einblattdrucke und Flugblätter des 16. bis 21. Jahrhunderts ihren Schwerpunkt im Bereich der europäischen Geschichte. Sie weist kaum nennenswerte Kriegsverluste auf und wurde durch die Erwerbung der Feindflugblätter aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg noch einmal stark erweitert. Die Sammlung wird kontinuierlich bis in die Gegenwart fortgesetzt und gruppiert sich um folgende Schwerpunkte:

·       Reformation und Gegenreformation

·       Dreißigjähriger Krieg

·       Preußische Geschichte (dabei eine Sammlung deutscher Napoleonkarikaturen)

·       Revolution 1848/49

·       Krieg 1870/71

·       Wahlzettel der Zwischenkriegszeit

·       Flugblattpropaganda des Ersten Weltkriegs

·       Flugblattpropaganda des Zweiten Weltkriegs

o   Flugblätter der Alliierten aus dem Pazifikkrieg

·       Flugblattpropaganda Kalter Krieg

·       Flugblätter der Studentenbewegung 1968/69