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Orient

DFG-Projekt „Orient-Digital“ (2020-2023)

  

Das Projekt „Orient-Digital“ ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes, zunächst auf drei Jahre hin ausgelegtes Projekt zum Aufbau eines Verbundkatalogs und eines Portals für orientalische Handschriften. Ziele des Projektes sind die Etablierung gemeinsamer Erschließungsstandards, die Konvertierung gedruckter Kataloge in elektronische sowie die Zusammenführung aller bestehenden elektronischen Nachweise. Antragsteller und Haupt-Kooperationspartner sind die Staatsbibliothek zu Berlin, die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt, die Bayerische Staatsbibliothek München und das Universitätsrechenzentrum Leipzig.

Wertvolle Bestände und Erschließungsdaten sichtbarer machen

Wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland beherbergen umfangreiche und vielfältige Sammlungen orientalischer Handschriften. Sie sind wesentlicher Bestandteil des schriftlichen Welterbes und als Primärquellen für verschiedene Wissenschaften von höchster Bedeutung.
Im internationalen Vergleich ist die bereits erreichte Qualität der wissenschaftlichen Erschließung der Bestände in Deutschland relativ hoch; zu danken ist dies der sehr guten Qualität der älteren Kataloge und vor allem dem seit 1958 Jahren laufenden Akademie-Projekt „Katalogisierung der orientalischen Handschriften in Deutschland“ (KOHD / Akademie der Wissenschaften Göttingen). Für die internationale Forschung ist heute allerdings von Nachteil, dass die historischen und neueren gedruckten Kataloge sowie die Nachweise in lokalen Bibliothekssystemen und isolierten Datenbankanwendungen nur schwer zugänglich sind.
Mit dem nun von der DFG bewilligten Förderprojekt werden die Metadaten arabischer, persischer und türkischer Handschriften von 20 kooperierenden Einrichtungen in die Datenbank „Orient-Digital“ eingebunden sowie – soweit bereits vorhanden – Verknüpfungen zu Digitalisaten erstellt. Unter www.orient-digital.de sind aktuell die Bestände der Staatsbibliothek zu Berlin einsehbar; nach Launch der Portal-Anwendung (1. Halbjahr 2021) werden unter dieser URL alle Bestände zugänglich sein. Im Förderzeitraum werden Erfassungsstandards etabliert und die Daten aus den gedruckten Altkatalogen der teilnehmenden Institutionen normgerecht erfasst. Mit Abschluss des Projektes sollen die Nachweise zu ca. 22.000 Handschriften im Portal zu finden sein. In einer zweiten Projektphase ist das Einbinden weiterer asiatischer und afrikanischer Sprachgruppen geplant.

MyCoRe-Datenbank

Die IT-Infrastruktur der vorhandenen elektronischen Nachweise orientalischer Handschriften wird vom Universitätsrechenzentrum Leipzig angepasst, um einen optimalen Datenaustausch zu ermöglichen und um allen interessierten Einrichtungen mit großen aber auch kleinen Sammlungen orientalischer Handschriften zukünftig zur Nutzung offen zu stehen. Dazu wird in Harmonisierung der derzeit unterschiedlichen Nachweissysteme und Datenmodelle eine zentrale Portallösung mit gemeinsamem Index aufgebaut, in die vereinheitlichte Daten weiterer externer Systeme integriert werden können.
Die Aktivitäten werden in enger Abstimmung mit dem ebenfalls von der DFG geförderten Handschriftenportal (https://handschriftenportal.de) durchgeführt, um eine größtmögliche Vereinheitlichung der technischen und bibliothekarischen Standards zu erreichen.
Die Projektteams von „Orient-Digital“ haben zwischen Juni (Gotha), August (Berlin, Leipzig) und September (München) ihre Arbeit aufgenommen. Insgesamt sind an den verschiedenen Standorten acht Projektmitarbeiter*innen beschäftigt, die von festangestellten Kräften unterstützt werden.

Kooperationspartner deutschlandweit

Das Projekt-Konzept wurde in enger inhaltlicher Zusammenarbeit mit zahlreichen Bibliotheken und Forschungseinrichtungen entwickelt. Es sollen dabei nicht nur große Sammlungen berücksichtigt werden. Das Ziel ist es, auch kleineren Sammlungen die Infrastruktur zu bieten, ihre Bestände im fachlichen und materialspezifischen Kontext zu präsentieren. Interessierte Einrichtungen sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen: Michaela.Hoffmann-Ruf@sbb.spk-berlin.de.

Aktuelle Kooperationspartner:

  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • Universitäts- und Landesbibliothek Bonn
  • Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • Universitätsbibliothek Freiburg
  • Universitätsbibliothek der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
  • Akademie der Wissenschaften Göttingen, KOHD
  • Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
  • Deutsche Morgenländische Gesellschaft
  • Archiv der Franckeschen Stiftungen Halle/S.
  • Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg
  • Universitätsbibliothek Heidelberg
  • Universität zu Köln, Orientalisches Seminar
  • Universitätsbibliothek Leipzig
  • Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
  • Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg
  • Universitätsbibliothek Potsdam
  • Universitätsbibliothek Rostock
  • Universitätsbibliothek Tübingen
  • Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

 

Die Projekt-Mitarbeiter*innen in Berlin, Gotha, Leipzig, München

Berlin
Dr. Yoones Dehghani Farsani, Dr. Thoralf Hanstein, Dr. Michaela Hoffmann-Ruf, Dr. Ghazwan Kanbar, Colinda Lindermann, Dr. Torsten Wollina


Gotha
Wael Abbas, Dr. Feras Krimsti, PD Dr. Monika Müller,


Leipzig
Dr. Michael Becker, Jens Kupferschmidt


München
Dr. Helga Rebhan, Julia Singer, Mirja Wachter


Gesamt-Projektleitung
Christoph Rauch


Projekt-Koordination / Kontakt
Dr. Michaela Hoffmann-Ruf
Tel+49-30-266-435880
e-mail: Michaela.Hoffmann-Ruf@sbb.spk-berlin.de

Der wissenschaftliche Beirat

  • Yasmin Faghihi (University of Cambridge, University Library)

  • Prof. Dr. Michael Friedrich (Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut)

  • Prof. Dr. Konrad Hirschler (Freie Universität Berlin, Institut für Islamwissenschaft)

  • Prof. Dr. Verena Klemm (Universität Leipzig, Orientalisches Institut; SAW Leipzig (Bibliotheca Arabica))

  • Prof. Dr. Tilman Seidensticker (Friedrich-Schiller-Universität Jena, AdW Göttingen (KOHD))

  • Prof. Dr. Sabine Schmidtke (Institute for Advanced Studies, Princeton)

  • Dr. Carolin Schreiber (BSB München, Abteilung Handschriften und Alte Drucke)

  • Prof. Dr. Ronny Vollandt (Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten)