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Ausstellung "Diesen Kuß der ganzen Welt! Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin"


Als im Jahr 1841 das Kyrie der Missa solemnis als erstes Autograph von Ludwig van Beethoven an die Königliche Bibliothek, heute Staatsbibliothek zu Berlin, gelangte, ahnte man nicht, dass sich hier einst die bedeutendste Sammlung mit Beethovens Werken befinden sollte. Vor allem die kluge Anschaffungspolitik des preußischen Königshauses, des Staates wie auch der Bibliothek mündete darin, dass heute im Haus Unter den Linden ein in seiner Fülle und Qualität unübertroffener Beethoven-Schatz liegt, der die knappe Hälfte seiner überlieferten Autographe umfasst. Dazu gehören die Partituren seiner Sinfonien Nr. 4, 5, 8 und 9. – letztere ist Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes. Sodann die Klavierkonzerte 1-3 und 5, die Oper Leonore/Fidelio wie auch der berühmte Brief an die Unsterbliche Geliebte. Neben etwa 380 Briefen von und an Beethoven sowie 200 weiteren Dokumenten zu Leben und Werk befinden sich hier auch mit 137 nahezu alle der überlieferten Konversationshefte, mit denen der ertaubte Komponist "Gespräche" mit anderen Personen führte. In der größten Beethoven-Ausstellung, die die Bibliothek je ausgerichtet hat, sind viele seiner großen Werke zu sehen. Sie zeichnet die Geschichte der Berliner Beethoven-Sammlung nach und beantwortet damit die stets auf neue gestellte Frage, weshalb sich so viele der Autographe eben hier in Berlin und nicht an den Orten seiner wichtigsten Lebensstationen befinden. In den letzten Jahren wurde die Berliner Beethoven-Sammlung mit Unterstützung durch die Bundesregierung vollständig neu katalogisiert und komplett digitalisiert. Sie steht nun weltweit kostenfrei über die Digitale Bibliothek der Staatsbibliothek zu Berlin zur Verfügung, das sind 19.300 Seiten Musikautographe, ca. 10.000 Seiten schriftliche Konversation, Briefe und andere autographe Dokumente wie auch 965 Erst- und Frühdrucke Beethovenscher Werke.

  • Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, der Begleitband kostet 25 € (im Buchhandel 29,95),
  • donnerstags um 17 Uhr und samstags um 14 Uhr sind Führungen ohne Anmeldung,
  • Donnerstag, 26. März, 18 Uhr: Vortrag "Vom Murmeltier zur Großen Fuge – wie ich lernte, Beethoven zu lieben" von Prof. Hartmut Fladt, Komponist und Musikwissenschaftler
  • Donnerstag, 16. April, 18 Uhr: Vorstellung der Graphic Novel "Die neue Musik" durch den Illustrator und Comicautoren Mikael Ross.

Download Ausstellungstitel


Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125

Kein zweites Werk der sinfonischen Literatur hat eine so breite und vielschichtige Rezeptionsgeschichte entfaltet wie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9. d-moll op. 125. Das im Mai 1824 in Wien uraufgeführte Werk markierte eine bedeutsame Entwicklung: Zum ersten Mal wurde in ein sinfonisches Werk die menschliche Stimme einbezogen, indem Beethoven die "Ode an die Freude" von Friedrich Schiller im Finale vertonte. Ihre Wirkung reicht seither weit über den musikalischen Bereich hinaus; sie hat Dichter, Schriftsteller und bildende Künstler inspiriert und tiefgreifende ästhetische und philosophische Erörterungen und Diskussionen ausgelöst. Vor allem aber hat sie zu allen Zeiten den Menschen guten Willens ihre Botschaft verkündet, die Idee von der Freude und der weltumspannenden Brüderlichkeit unter den Menschen.

In der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz im Haus Unter den Linden befindet sich nahezu vollständig das Autograph der zwischen 1822 und 1824 entstandenen 9. Sinfonie, das Hauptkorpus und die fünf Faszikel sind in mehrere rote Ledereinbände gefasst. Die im Beethoven-Haus Bonn aufbewahrten zwei Blätter aus dem 2. Satz sowie drei Blätter aus dem Finalsatz, die in der Bibliothèque Nationale in Paris liegen, ergänzen dieses Autograph.

Download "Diesen Kuß der ganzen Welt"

Download "Seid umschlungen Millionen"

Download alle Bände der 9. Sinfonie

alle Abbildungen: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


137 Konversationshefte

Der ertaubte Beethoven bediente sich für seine 'Gespräche' mit anderen Personen kleiner Hefte, der Konversationshefte, in die sein Gegenüber Gedanken und Antworten mit Bleistift notierte. 139 dieser Hefte sind überliefert, davon befinden sich 137 in der Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.

Download, Heft Nr. 124 aus dem Jahr 1826

Download, einige von 137 Konversationsheften

alle Abbildungen: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Brief an die Unsterbliche Geliebte

Unter den 380 Briefen, die in der Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin überliefert sind, befindet sich auch der wohl rätselhafteste, der von Beethoven verfasste Brief an "die Unsterbliche Geliebte".

Download Brief

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Graphic Novel "Die neue Musik"

Eigens für die Ausstellung "Diesen Kuß der ganzen Welt!" schuf der Berliner Illustrator und Comicautor Mikael Ross die Graphic Novel "Die neue Musik", die von einem Tag im Leben des Jungen Ludwig erzählt.

Download

Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin - PK, Mikael Ross