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Bayerische Staatsbibliothek und Staatsbibliothek zu Berlin schließen Kooperationsabkommen

Die beiden größten Universalbibliotheken Deutschlands, die gemeinsam über einen Bestand von 19 Millionen Bänden erfügen, rücken enger zusammen. Die Bayerische Staatsbibliothek München und die Staatsbibliothek zu Berlin -

Peußischer Kulturbesitz unterzeichnen am 23.01.2006 eine Kooperationsvereinbarung, die ein in allen zentralen Aufgaben gemeinschaftliches und abgestimmtes Arbeiten festschreibt.

Das <media 2880 - dokumente>Kooperationsabkommen</media> zielt darauf ab, die nationalen und internationalen Informationsdienste und -angebote beider Bibliotheken noch kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt in der Informationsversorgung der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sowie in der koordinierten Wahrnehmung nationalbibliothekarischer Aufgaben.

Die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, und der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek München, Rolf Griebel, sehen das Kooperationsabkommen auch in politischer Perspektive: "Beide Bibliotheken ergänzen sich hervorragend in ihren Beständen und Diensten.

Durch gemeinsames Handeln können wir sowohl im Konzert der großen europäischen Forschungsbibliotheken wie auch in der Konkurrenz zu globalen kommerziellen Informationsdienstleistern wesentlich schlagkräftiger handeln."

Die Kooperationsvereinbarung sieht eine abgestimmte Planung und Bearbeitung drittmittelfinanzierter Förderprogramme sowie die gegenseitige Unterstützung in nationalen und internationalen Einrichtungen des Bibliothekswesens vor. Eine systematische Erwerbungspolitik - beide Bibliotheken zusammen verfügen über einen Literaturetat von jährlich rund 21 Millionen Euro - soll Synergien erschließen, Dienstleistungen im Bereich der weltweit einzigartigen Sondersammlungen sollen über gemeinsame Plattformen angeboten werden.

Ihre wertvollen Handschriften und historischen Buchbestände werden beide Bibliotheken künftig durch gemeinsame Ausstellungen und einen verstärkten Ausstellungstransfer noch besser "vermarkten". Die Gesamtdigitalisierung des deutschsprachigen schriftlichen Kulturerbes soll durch eine gemeinschaftliche Strategie energisch vorangetrieben werden. Zudem wollen beide Häuser ihre Geschäftsprozesse durch wechselseitige Organisationsberatung und Leistungsevaluierung optimieren.