Historische Drucke

Einblattdrucke und Flugblätter | Kalter Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Propaganda mit Flugblättern, Flugblattzeitungen und Broschüren im Kalten Krieg fortgesetzt. Ab 1948 war die West- bzw. Ostpresse im jeweils anderen Teil Deutschlands verboten. Flugblätter und Flugblattzeitungen wurden daher bis zum Grundlagenvertrag im Jahr 1972 illegal verbreitet und in die Westsektoren/BRD bzw. in die Sowjetische Besatzungszone/DDR geschleust, um die Bevölkerung zu beeinflussen. Themenschwerpunkte waren dabei die kommunistische bzw. antikommunistische Aufklärung und die jeweiligen ökonomischen Verhältnisse. Dabei waren Flugblätter und Flugblattzeitungen auch Werbeträger für die herausgebenden Staaten und die hinter ihnen stehenden Großmächte USA und Sowjetunion.

Aus den Westsektoren/BRD waren vor allem die Ostbüros der Parteien, in erster Linie das Ostbüro der SPD, andere Organisationen wie die „Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit“ (KgU) und der „Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen“ (UfJ), sowie einige Zeitungen und Verlage beteiligt. In den 1960er Jahren lag die Propaganda zunehmend in der Hand der militärischen Propagandaeinheiten von Bundeswehr (BRD) und NVA (DDR).

Die Verbreitung erfolgte bis zum Mauerbau über Deck- und Tarnadressen und ab 1961 über die aus den beiden Weltkriegen bekannten Verbreitungsmittel wie Ballone und Raketen, aber auch mit Tarnabsendern über die Post.

Die Flugblätter aus dem Kalten Krieg sind zum Teil im Stabikat nachgewiesen. Außerdem steht für die Recherche eine Übersicht nach Herausgebern und Adressaten der Flugblätter zur Verfügung.