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E.-T.-A.-Hoffmann-Archiv

Unter den Linden Nr. 9

Unter den Linden Nr. 9
Unter den Linden Nr. 9

Hauptschauplatz aus Hoffmanns Erzählung Das öde Haus (einschließlich der Bank, auf der der Protagonist lange sitzt und das Haus betrachtet). Lithographie der 'Linden' von 1820. Wiedergegeben nach: Zwölf Berlinische Geschichten aus den Jahren 1551-1816. Erzählt von E.T.A. Hoffmann. Nach der Folge der Handlung zusammengestellt und erläutert von Hans von Müller, München 1921, neben S. 274 (Signatur 1 : 26 ZZ 123).

Schon oft war ich die Allee durchwandelt, als mir eines Tages plötzlich ein Haus ins Auge fiel, das auf ganz wunderliche seltsame Weise von allen übrigen abstach. Denkt euch ein niedriges, vier Fenster breites, von zwei hohen schönen Gebäuden eingeklemmtes Haus, dessen Stock über dem Ergeschoß nur wenig über die Fenster im Erdgeschoß des nachbarlichen Hauses hervorragt, dessen schlecht verwahrtes Dach, dessen zum Teil mit Papier verklebte Fenster, dessen farblose Mauern von gänzlicher Verwahrlosung des Eigentümers zeugen. Denkt euch, wie solch ein Haus zwischen mit geschmackvollem Luxus ausstaffierten Prachtgebäuden sich ausnehmen muß.

Aus: E.T.A. Hoffmann, Das öde Haus. - Das Haus stand etwa im Bereich der heutigen Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland. Es wurde bereits 1824 abgerissen.