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Das Kinderbuch erklärt den Krieg

Illustration aus: Florence K. Upton; Bertha Upton: The Golliwogg in War!

Der Erste Weltkrieg brachte eine bis dahin nicht gekannte Flut patriotischer Schriften hervor, darunter auch viele Kinderbücher.
Obwohl die Themen Militär und Krieg in Kinder- und Jugendbüchern bereits seit Jahrhunderten tradiert waren und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts noch deutlich an Bedeutung gewonnen hatten, erreichte die Publikation von Kinderbüchern in diesem Bereich zwischen 1914 und 1918 ihren Höhepunkt.
 
Die Ausstellung »Das Kinderbuch erklärt den Krieg« entstand in Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz mit dem Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf. Sie war vom 3. August bis 12. Oktober 2014 im Bilderbuchmuseum Burg Wissem zu sehen und wurde anschließend vom 16. bis 25. November 2014 zur Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM sowie vom 24. April bis zum 21. Juli 2015 im Schloß Corvey gezeigt. Weitere Stationen der Ausstellung sind die Stadtbibliothek Haltern (8. November 2015 bis 10. Januar 2016) sowie die Stadtbibliothek Bielefeld (Frühjahr 2015).

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Die Ausstellung zeigt nicht ausschließlich Bücher aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, sondern macht auch auf die geistige Kriegsvorbereitung in Kinder- und Jugendbüchern nach 1871 aufmerksam und verfolgt die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs an Beispielen von Kinderbüchern von 1918 bis 1933. Ein eigenes Kapitel ist den pazifistischen Kinderbüchern gewidmet, die im Vergleich zur übergroßen Zahl kriegsbejahender und militaristischer Veröffentlichungen zwar in ihrer geringen Menge keinen Gegenpol darstellen konnten, aber dennoch den (insbesondere während des Kriegs) mutigen Versuch Einzelner dokumentieren, angesichts der ideologischen Mobilmachung für eine friedliche Welt einzutreten.
Ein Ziel der Ausstellung ist es, die europäische Dimension von Krieg und Militarismus im Kinderbuch deutlich zu machen. Deshalb werden nicht nur deutsche und österreichische Publikationen präsentiert, sondern diesen Büchern auch einzelne Beispiele aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Russland, Belgien und den USA gegenübergestellt.
Mit Bilderbüchern, Erzählungen, Liederbüchern, Kriegsaufrufen, Sachliteratur und Schulbüchern umfasst die Ausstellung ein breites Spektrum unterschiedlicher Gattungen und Formen.
Insgesamt wurden ca. 190 Bücher aus den Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin und aus der Sammlung Friedrich C. Heller im Bilderbuchmuseum Burg Wissem ausgestellt. Die Kinderbücher werden ergänzt durch Bilderbogen aus der Staatsbibliothek zu Berlin und der Sammlung Friedrich C. Heller sowie durch Postkarten, Spielzeug, Spiele und Militaria, die vom Museum Europäischer Kulturen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und mehreren privaten LeihgeberInnen zur Verfügung gestellt wurden.
Aus dieser Fülle an Exponaten finden Sie eine kleine Auswahl in der Online-Ausstellung, zu deren Besuch wir Sie herzlich einladen.