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Ostasien

Recherche und Ressourcen

China

Die Ostasienabteilung weist den Hauptteil ihrer chinesischen Bestände in elektronischer Katalogform (OA-OPAC) und Originalschrift nach. Sammelwerke sind weitestgehend auf Einzeltitelebene erschlossen.
Für die Bestände bis 1945 sowie Nachlässe und private Sammlungen ist weiterhin der Rückgriff auf konventionelle Kartenkataloge notwendig, die nur vor Ort bzw. vermittelt über eine Kataloganfrage an die Ostasienabteilung recherchiert werden können. Für einige Bestände existieren gedruckte Kataloge (s. unter III.). Auch diese Kataloge und Bestände werden sukzessive in den elektronischen OPAC übertragen.
Die derzeit laufende Retrokonversion des Kartenkatalogs der Neuzugänge 1951-1986 ist weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Der Hanyu-Pinyin-Kartenkatalog (Neuzugänge ab 1986) ist bereits vollständig retrokonvertiert, sein Bestand ist damit im Ostasien-OPAC nachgewiesen.

Beachten Sie, dass auch Neuzugänge systembedingt nicht unmittelbar im für Nutzer recherchierbaren OPAC erscheinen.

Im Zweifelsfall gilt, daß die Ostasienabteilung mehr Titel besitzt, als zu einem gegebenen Zeitpunkt angezeigt werden (können). Bitte fragen Sie uns. Oft können wir Ihnen auch in solchen Fällen helfen.

Online-Katalog der Ostasienabteilung

Ostasien-OPAC

Zentrales Nachweisinstrument der Bestände der Ostasienabteilung ist der Online-Katalog der Ostasiensammlung, OA-OPAC. Hier sind (demnächst) sämtliche Neuzugänge in chinesischer Sprache seit 1951 nachgewiesen. Der Nachweis für Neuzugänge ab Erwerbungsjahr 1986 ist weitgehend lückenlos. Die Titelaufnahmen sind analytisch (analytic cataloguing), d.h., Sammelwerke werden bis auf Einzeltitelebene erfasst.
Als weiteres Segment im OA-OPAC kann in der Suchmaske über „Bestandsauswahl“ auch der StaBiKat durchsucht werden, also die Publikationen über Ostasien in westlichen Sprachen sowie chinesische Periodica (Zeitungen, Zeitschriften und Jahrbücher), letztere derzeit noch in Hanyu-Pinyin-Transkription. Für den aktuellen Stand der westlichen Titel empfiehlt sich jedoch eine Recherche direkt im Hauptkatalog der Staatsbibliothek, dem StaBiKat.

Die CrossAsia-Segmente im OA-OPAC erlauben bibliographische Recherchen in einigen zentralen Datenbanken des CrossAsia-Angebots. Für die E-Books sind dies z.B. Chinamaxx, China Ancient Books (基本古籍庫) und die Apabi-Nachschlagewerke, für die elektronischen Zeitschriften der Fundus der Chinese Academic Journals (CNKI-CAJ) auf Artikelebene.

Die Katalogaufnahmen der Printmedien bieten neben der Signatur jeweils einen direkten Link zum Ausleihsystem bzw. zum Formular für den Blauen Leihverkehr (BL). 
Die Katalogisate der elektronischen Medien verfügen über einen Link, mit dem i.d.R. das digitale Objekt im Fernzugriff (remote access) nach einer Login-Aufforderung direkt aufgerufen werden kann.

Zeitschriftendatenbank - ZDB

Chinesische Zeitungen, Zeitschriften und andere Periodika wie z.B. Jahrbücher sind i.d.R. in der Zeitschriftendatenbank nachgewiesen. Derzeit sind die Titel noch ohne Originalschrift und nur in Hanyu-Pinyin-Transkription dort verzeichnet. Die ZDB wird in Kooperation von 4.300 Bibliotheken erstellt und weist sämtliche Bestände (einschl. der chinesischen) an Zeitschriften, Zeitungen und Jahrbüchern in deutschen und österreichischen Bibliotheken nach.

Konventionelle Kataloge

Die Bestände in den ostasiatischen Schriften wurden auch in der Staatsbibliothek zu Berlin in einem separaten Zettelkatalog geführt. Hier sind im Laufe der Geschichte mehrere Kartenkataloge entstanden, die durch die Retrokonversion nach und nach obsolet werden. Die hier genannten Kartenkataloge sind jedoch weiterhin zugänglich und befinden sich im Bereich vor dem Ostasien- und Orientlesesaal (OLS).

Hanyu-Pinyin-Katalog

Titel- und Verfasser-Katalog für chinesische Titel (Neuzugänge 1986 – ca. 2003). Dieser Katalog bildete den Grundstock für den elektronischen Katalog und ist komplett im OA-OPAC enthalten.

Alphabetischer Titel- und Verfasserkatalog der Ostasienabteilung

Dieser Katalog verzeichnet den Zugang an Ostasiatica zwischen ca. 1951 und 1986 (jeweils mit Nachträgen). Für die Umschrift des Chinesischen wurde hier Wade-Giles verwendet. Der Katalog – ohne die Nachträge – liegt auch in gedruckter Fassung (s. unter III) vor.

Alter Haus-1-Katalog

In diesem Katalog sind die Bestände bis 1945 nachgewiesen. Die katalogisierten chinesischen Bestände der Deutschen Staatsbibliothek (Berlin Ost) sind hier ebenfalls einsortiert. Der Katalog ist in einen Verfasser- und einen Titelkatalog gegliedert.

Handschriftliche und gedruckte Kataloge

Der erste gedruckte Katalog der Bestände der Vorgängerinstitution der Staatsbibliothek zu Berlin wurde von Probst Andreas Müller angefertigt und verzeichnet die kleine Sammlung von 24 chinesischen Titeln der Bibliothek. Als einzelnes Blatt war er Müllers Abhandlung über die Frage der Sonnenfinsternis beim Tode Christi angehängt. Der „Andere Theil“ dieses Katalogs erschien 1683, enthielt zwar nur 5 Titel, dafür aber ein ausführliches Inhaltsverzeichnis des chinesischen Geschichtswerks Zizhi tongjian 資治通鋻.
Weitere historische Kataloge stammen von Klaproth und Schott, die wiederum auch nur eine Auswahl des tatsächlichen Bestandes verzeichneten, Klaproth zudem ohne Signaturen.
Zeitlich noch nach dem Schott’schen Katalog datiert der älteste handschriftliche Bandkatalog der Ostasienabteilung. Er wurde 1847 begonnen, bis ca. 1913 geführt und verzeichnet sämtliche Libri sinici Signaturen (Libri sin.1 bis 1603). Hieran schliessen sich die Signaturen Libri sin. N.S. (Neue Sammlung) an. Die Signatur Libri sin. N.S. 2049 wurde für einen Titel aus dem Akzessionsjahr 1939 vergeben.
In der DDR wurden die Libri sin. N.S. Signaturen fortgeführt, z.T. direkt anschließend (Libri sin. N.S. 2050 bis 2417), z.T. neu bei 10.000 ansetzend (Libri sin. 10.001 bis 12.639), wobei unter 12.500 bis 12639 laufende Zeitschriften verzeichnet sind. Mit Ausnahme der Zeitschriftensignaturen sind die Libri sin. und Libri sin. N.S. Signaturen für Nutzer im Alten Haus-1-Katalog nachgewiesen (s.o.).
In der BRD wurden die Libri sin. N.S. Signaturen anfangs bei Libri sin. N.S. 9000 fortgesetzt, nach nur 20 Nummern jedoch auf reine Nummernsignaturen umgestellt. Diese sind im Alphabethischen Titel- und Verfasserkatalog und sukzessive auch im OA-OPAC nachgewiesen. Für Altbestandssegemente, die bislang noch nicht katalogisiert worden sind, wie z.B. die Bibliothek Otto Franke, wird die Signatur Libri sin. N.S. im 9000er Bereich fortgeschrieben. Diese Titel sind nur im OA-OPAC nachgewiesen.
Die historischen gedruckten Kataloge, sowie die handschriftlichen Bandkataloge des Altbestands der Ostasienabteilung sind digitalisiert und unten verlinkt.
Diese Liste wird noch um zwei weitere historische Bandkataloge bzw. Bibliotheksnachweise des chinesischen und mandschurischen Bestands ergänzt. Zum Einen das „Verzeichniss chinesischer Manuskripte und Druckwerke aus der Bibliothek des Dr. Friedrich Hirth“, die 1890 von der Preußischen Staatsbibliothek erworben wurde, zum Anderen der Katalog der „Pekinger Sammlung“ von 1911. Die in diesen Bandkatalogen verzeichneten Titel sind jedoch nur noch z.T. in Berlin erhalten.
Teile der Libri sin., der Libri sin. N.S., der Hirth’schen Bibliothek sowie der „Pekinger Sammlung“ befinden sich heute in der Biblioteka Jagiellońska in Krakau, Polen.

 

Müller, Andreas: Catalogus Librorum Sinicorum Bibliothecae Electoralis Brandenburgicae (Exemplar der UFB Erfurt/Gotha).

Müller, Anderer Theil Des Catalogi der Sinesischen Bücher, S. 5

Müller, Andreas: Anderer Theil Des Catalogi der Sinesischen Bücher / Bey der Churfürstl. Brandenburgischen Bibliothec, Zu Cölln an der Spree Anno 1683 / Auff Churfürstl. gnädigstem Special-Befehl in unterthänigsten Gehorsam Von Andrea Müllero Greiffenhagio. Churfürstl. Consitorial-Rahte und Probsten in Berlin auffgesetzt.

Klaproth, Heinrich Julius: Verzeichniss [Verzeichnis] der chinesischen und mandshuischen Bücher und Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin. Paris 1822.

Schott, Wilhelm: Verzeichniss der chinesischen und mandschu-tungusischen Bücher und Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin: Eine Fortsetzung des im Jahre 1822 erschienenen Klaproth'schen Verzeichnisses. Berlin 1840.

Codices manuscripti et Libri Sinici = Alte Sammlung (1847-1913; enthält die Signaturen Libri sin. 1 bis Libri sin. 1603).

Verzeichniss chinesischer Manuskripte und Druckwerke aus der Bibliothek des Dr. Friedrich Hirth / Friedrich Hirth.

Katalog der Pekinger Sammlung (angefertigt 1911) / Hermann Hülle.

Libri sinici. Neue Sammlung (begonnen 1913)  / [geführt von Hermann Hülle] (1913 bis ca. 1933; enthält die Signaturen Libri sin. N.S. 1 bis Libri sin. N.S. 1650).

Libri sinici. Neue Sammlung (1932 ff.) / [geführt von Hermann Hülle u.a.] (Enthält die Signaturen Libri sin. N.S. 1651-2049 (Bestand bis ca. 1940), 2050-2417 (Bestand Deutsche Staatsbibliothek der DDR, Berlin, 1951 bis ca. 1962).

Fuchs, Walter: Chinesische und Mandjurische Handschriften und seltene Drucke. Nebst einer Standortliste der sonstigen Mandjurica. Reihe: VOHD, Bd. 12,1. Wiesbaden 1966. (enth. u.a. Bestand der Staatsbibliothek Berlin).

Kraft, Eva: Japanische Handschriften und traditionelle Drucke aus der Zeit vor 1868 im Besitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Wiesbaden 1982.

Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Zeitschriftenkatalog der Ostasienabteilung. Bd. 1-4. Berlin 1978-1983.

Krempien, Reiner: Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Katalog der Ostasienabteilung. Hrsg. von . Bd. 1-19. Osnabrück 1983-1986.

Walravens, Hartmut (Bearb.): Libri Sinici. Neue Sammlung 1913–1945. Ein Bestandskatalog der Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz. Reihe: VOHD, Bd. 12,6: Chinesische und manjurische Handschriften und seltene Drucke. Stuttgart 2009.

Unschuld, Paul Ulrich und Zheng Jinshen: Chinese Traditional Healing: The Berlin Collections of Manuscript Volumes from the 16th through the Early 20th Century. Sir Henry Wellcome Asian Series, Vol. 10. 3 Bde. Leiden 2012.